In Österreich ist die Zahl rechtsextrem motivierter Straftaten deutlich gestiegen. Vor allem als die Flüchtlingskrise akut wurde, gingen viele Anzeigen ein.

In den ersten drei Quartalen habe der Verfassungsschutz 1.201 entsprechende Anzeigen registriert, etwa 450 mehr als im Vorjahreszeitraum, bestätigte das Innenministerium am Mittwoch einen Bericht der Zeitung "Der Standard".

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Neben Rassismus und Rechtsextremismus spielen bei diesen Straftaten auch islamfeindliche, antisemitische sowie ähnliche Motive eine Rolle.

Deutlich mehr Verhetzungstatbestände

Eine deutliche Steigerung verzeichnete der Verfassungsschutz laut "Standard" unter anderem bei Verhetzungstatbeständen. Auch die Meldestelle für nationalsozialistische Wiederbetätigung registrierte einen Anstieg um 25 Prozent.

Vor allem im Sommer und im Herbst, als die Flüchtlingskrise in Österreich besonders deutlich wurde, gingen viele Anzeigen ein.

Unter Berufung auf Verfassungsschutzkreise schreibt die Zeitung, dass die Steigerung der Straftaten nicht auf eine verstärkte Anzeigebereitschaft durch die Bevölkerung zurückzuführen sei. Es habe tatsächlich die Zahl der Delikte zugenommen. Eine hohe Sensibilität der Gesellschaft für dieses Thema existiere schon länger.

In der Flüchtlingskrise drängen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr sozialdemokratischer österreichischer Amtskollege Werner Faymann auf ein schnelles Handeln der EU.