Aufregung um Richard Lugners schöne Gäste : In der Ballsaison dreht sich das ganze Land im Walzertakt. Doch kein Jahr vergeht ohne Ausrutscher und Skandale bei Opernball, Life Ball und vielem mehr - wir zeigen Ihnen die besten "Hoppalas".
Life-Ball-Organisator Gery Keszler posiert mit den Plakaten: "Sittliche Gefährdung" und "Irreleitung des Geschlechtstriebs": Rund um das Life-Ball-Plakat entbrennt 2014 ein hochpolitischer Streit. Zwei FPÖ-Politiker erstatten Strafanzeige gegen die Verantwortlichen, weil das Plakat angeblich gegen das Pornografiegesetz verstößt. Künstler David LaChapelle lässt's kalt.
Busen, wohin das Auge schaut: Dass man beim Life Ball mehr nackte Haut sieht, als einem lieb ist, ist kein Geheimnis. Doch selbst bei diesem Event gibt es überraschende Nippelblitzer. So geschehen zum Beispiel Amanda Lepore oder auch Eva Padberg.
Eröffnung 2010 fällt ins Wasser: Ausgerechnet während der Eröffnungsfeier im Jahr 2010 macht das Wetter dem Life Ball einen Strich durch die Rechnung. Hollywoodstar Whoopi Goldberg muss ihren Auftritt zum großen Opening abbrechen, der Wiener Rathausplatz wird geräumt. Veranstalter Gery Keszler soll hinter den Kulissen getobt haben vor Wut.
Richard Lugner muss draußen bleiben: Der Mörtel hat seinen Opernball, das muss reichen. Beim Life Ball hat Richard Lugner jedenfalls lebenslanges Verbot nach taktlosen Aussagen über Homosexualität und Aids.
Richard Lugner und Brigitte Nielsen auf dem Opernball: Die meisten Skandale und Skandälchen gehen auf das Konto von Richard "Mörtel" Lugner, der sich seit 1991 beim Wiener Opernball mit Promi-Gästen schmückt. Die illustre Gästeschar des Baulöwen sorgt für so manchen Aufreger. (Bild: Richard Lugner mit Brigitte Nielsen im Jahr 2012)
Ruby Rubacuori begleitet Richard Lugner: 2011 landet Richard Lugner einen besonderen Coup: Er taucht mit Ruby Rubacuori (Mi.) beim Ball auf. Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh bezeichnet die Einladung als "größte Peinlichkeit". Bekannt geworden war die Marokkanerin Rubacuori, die bürgerlich Karima el-Mahroug heißt, nämlich als "Bunga-Bunga-Freundin" von Silvio Berlusconi.
Dieter Bohlen als die bessere Lindsay: Ein Jahr zuvor, 2010, hat "Mörtel" Pech mit seiner Wahl: Stargast Lindsay Lohan verpasst nach einer Shopping-Tour den Abflug des Privatjets. Lugner tröstet sich kurzerhand mit einer männlichen Diva - Dieter Bohlen.
Stress pur für Dita von Teese: 2008 schwebt Burlesque-Tänzerin Dita von Teese an Lugners Seite. Ihr berüchtigtes Bad in einem Champagnerglas absolviert sie schon vor dem Ball und in kleinerem Rahmen. Der Medienrummel in der Wiener Staatsoper stresst sie später so sehr, dass sie aufs Klo flüchtet und Polizeischutz verlangt.
Grace Jones gibt sich unbekümmert: 1996 erfreut Lugner die Opernball-Besucher mit der androgynen Sängerin Grace Jones. Angeblich vergnügt sich die Bond-Gegenspielerin bei ihrem Wienbesuch nicht nur auf dem Tanzparkett: Plaudertäschchen berichten später von deutlich hörbarem Sex-Geräuschen aus dem hinteren Teil von Lugners Loge.
Hubert Kramar auf dem Opernball 2000: 2000 stockt den Ballbesuchern beim Auftritt von Schauspieler Hubert "Hubsi" Kramar der Atem. Er kommt als Adolf Hitler zum Opernball und wird umgehend festgenommen. Hintergrund der Maskerade: Kramar will gegen die damalige schwarz-blaue Regierung protestieren.
Ideenklau beim Opernball?: Einen Streit um die Eröffnungs-Choreographie des Wiener Opernballs bringt das Jahr 2012. Tänzerin Ingeborg Knopf-Bousa wirft dem verantwortlichen Tanzmeister Ismet Özdek vor, sich mit fremden Federn zu schmücken. Teile der Choreographie habe sie bereits 2011 entwickelt.
Gut besucht: der Jägerball : Auf dem Jägerball in der Wiener Hofburg geht's in Tracht und Dirndl eher zünftig zu. Für bizarre Abwechslung sorgt 2011 Moderator Chris Stephan. Er tritt als Double von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser auf und befragt die versammelte Politprominenz mit einem Fön als Mikrofon.
Ausschreitungen beim Akademikerball: Jedes Jahr führt der von der FPÖ ausgerichtete Akademikerball zu Protesten. 2014 gibt es massive Ausschreitungen, die auch ein Großaufgebot an Polizisten nicht verhindern kann. Die Behörden ziehen traurige Bilanz: 14 Menschen werden festgenommen, und es gibt 20 Verletzte.