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16.12.2011, 10:04 Uhr

Weltrekord-Gene in Kooperation mit Auto-News

Mit dem GT9 stellte Porsche-Tuningspezialist 9ff im Jahr 2007 ein Fahrzeug vor, das 2008 den Titel "schnellstes Serienfahrzeug der Welt" einheimste. Auf Basis der 409 km/h schnellen Flunder entstanden noch der Ableger GT9-R und aktuell nun der GT9-CS. CS steht für "Club Sport".

Das Design zitiert wie bislang die Porsche-Modelle 911 und Cayman. Die 4,72 Meter lange Karosserie besteht aus Karbon und ruht auf einem von 9ff entwickelten Rohrrahmen mit integriertem Überrollkäfig. Die Scheiben seitlich und hinten bestehen aus Plexiglas. Insgesamt bringt der 1,10 Meter flache 9ff GT9-CS lediglich 1.240 Kilogramm auf die Waage.

364 km/h Spitze

Das Porsche-Triebwerk des Mittelmotorrenners, ein 3,6-Liter-Boxer mit doppelter Turboaufladung, leistet nach zahlreichen Modifikationen nun 750 PS. Diese werden bei 6.800 U/min erreicht. Dabei blasen die zwei Lader mit maximal 1,6 Bar zum Halali. Ein Drehmoment von 910 Newtonmeter zwischen 2.950 und 5.800 Umdrehungen verspricht Katapultstarts und eindrucksvolle Durchzugswerte.

Damit das Material nicht überbeansprucht wird, wurden die Differenzialsperre und die Antriebswellen verstärkt. 9ff gibt für die Beschleunigung von null auf 100 km/h einen Wert von 3,6 Sekunden an. Das ist noch nicht übermäßig eindrucksvoll, denn ein 200 PS schwächerer Nissan GT-R braucht beispielsweise nur sagenhafte 2,8 Sekunden. So spielt der 9ff GT9-CS seine Power eher beim Sprint von null auf 200 km/h aus, wofür er nur 8,8 Sekunden benötigt - sofern der Fahrer das manuelle Sechsgang-Getriebe schnell und präzise bedient. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 364 km/h. Das Drehzahllimit liegt bei 7.400 Umdrehungen.

Keramikbremsen und verstellbares Fahrwerk

Die schnelle Fuhre muss natürlich auch wieder zum Halten gebracht werden. Dafür sorgt eine Keramik-Bremsanlage. Vorne werden Sechskolben-Bremssättel und Bremsscheiben mit 380 Millimeter Durchmesser verbaut. Hinten sind es Vierkolbensättel und 350er-Scheiben. Nach nur 6,7 Sekunden soll der 9ff GT9-CS bei einer Vollbremsung aufsTempo 300 stehen. Für den nötigen Grip sorgen Cup-Reifen von Michelin.

Vorne werden die Gummis im Format 285/35 auf die 18-Zoll-Felgen gezogen, hinten im Format 345/30. Für das Fahrverhalten ist ein einstellbares Fahrwerk verantwortlich. Während an der Vorderachse eine herkömmliche McPherson-Aufhängung zum Einsatz kommt, ist es hinten eine aus dem Motorsport bekannte Konstruktion mit Push-Rods. Die Gewindefederbeine sind mit doppelten 60-Millimeter-Rennfedern bestückt. Front- und Heckstabilisatoren sind vierfach einstellbar.

Kein Schnäppchen

9ff baut den GT9-CS nur auf Kundenwunsch. Allein diese Sache lässt erahnen, dass der Renner nicht gerade ein Schnäppchen ist. In der Basiskonfiguration kostet der Flachmann 375.000 Euro. Wer individuelle Wünsche äußert, kann sich noch auf den ein oder anderen Tausender zusätzlich gefasst machen.

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