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17.02.2012, 16:45 Uhr

Superbenzin so teuer wie nie

Hamburg (dpa) - Mit 1,62 Euro für einen Liter Superbenzin E10 bewegt sich der Benzinpreis im bundesweiten Durchschnitt in der Nähe seines historischen Höchststandes. Diesel kostete am Freitag 1,51 Euro je Liter und liegt damit noch um drei Cent unter seinem historischen Hoch.

Dies teilten Sprecher der Mineralölindustrie in Hamburg und Bochum mit. Wegen der Einführung von E10 lässt sich der Benzinpreis nur eingeschränkt mit früheren Jahren vergleichen. Die meisten Autofahrer mit einem Otto-Motor tanken nicht E10, sondern Superbenzin E5 mit fünf Prozent Ethanol. Das kostet drei Cent mehr als E10 und war am Vormittag mit 1,65 Euro je Liter so teuer wie noch nie.

Auf sinkende Preise können die Autofahrer kaum hoffen. "Es zeichnet sich bei Öl ein konstant hohes Niveau ab", sagte Rainer Wiek vom Hamburger Energie-Informationsdienst EID. Auch Heizöl hält sich mit 94,50 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern) auf dem höchsten Stand seit Sommer 2008. Der Preis ist ebenfalls nicht weit vom Rekord von 98 Euro aus dem Jahr 2008 entfernt und schon seit zwei Wochen so hoch. "Das ist der Unterschied zu 2008", sagte Wiek. "Damals ging es nur um eine kurze Preisspitze, jetzt sehen wir dauerhaft hohe Preise."

Ursachen für die hohen Preise sind teures Rohöl und ein relativ schwacher Euro. Das schlägt auf die Beschaffungspreise der Tankstellen durch. "Am Rotterdamer Ölmarkt kostet Superbenzin 61,9 Cent je Liter", sagte Tobias Wolny vom deutschen Marktführer Aral. "Das war der höchste Stand aller Zeiten." Den wichtigsten Einfluss auf die Benzin- und Heizölpreise hat der Rohölpreis, weil die Produkte aus Rohöl gemacht sind. Am Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 122 Dollar, so viel wie sei dem vergangenen Frühjahr nicht mehr. Schon seit mehr als einem Jahr notiert Rohöl über 100 Dollar.

Das aktuelle Preishoch ist nach Einschätzung des Hamburger Experten Steffen Bukold auf mehrere Faktoren zurückzuführen. "Die Versorgung der Märkte ist nicht so gut, wie es scheint", sagte er. Trotz gestiegener Vorräte in den USA sei die Lage angespannt. Zudem habe sich die Spekulation an den Finanzmärkten verstärkt. Die Notenbanken in den USA und Europa fluten die Finanzmärkte mit Liquidität, die nach Anlage sucht.

Das Geld geht in Aktien, aber auch in Rohstoffe. So ist der Rohstoffindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts HWWI nach einigen rückläufigen Monaten seit Beginn des Jahres wieder gestiegen. Rohöl allein hat sich binnen eines Monats um 14 Dollar je Barrel verteuert. Allerlei Negativ-Nachrichten aus dem Iran, Libyen, Syrien, Nigeria und dem Sudan haben zusätzlich dazu beigetragen.

Zu allem Unglück wirken auch die Währungseinflüsse gegen die Verbraucher in Deutschland. Für einen Euro bekommt der Ölhändler gegenwärtig kaum mehr als 1,30 Dollar; im vergangenen Frühjahr waren es noch 1,48 Dollar. Die US-Währung wird aber gebraucht, um das Öl zu bezahlen. Wenn Öl und Dollar gleichzeitig teurer werden, dann schmerzt der nächste Tankstopp besonders.

3 Sterne - basierend auf 6 Bewertungen
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50 Meinungen zu "Superbenzin teuer wie nie "

  • giantm
    Mittwoch, 29.02.2012, 12:19 Uhr
    TANKBOYKOTT Morgen 1. März!!!!!!!!!!!! Ich bin dabei!!!!!!!!!!! Daumen hoch!!!!!!!!!!!!!! Nicht tanken und nach Möglichkeit das soooo geliebte KFZ nicht bewegen!!!!!!!!!!!!!!!!Sonntagsfahrverbot!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich bin dafür!!!!!!!!!!!!! Da dürfte die Regierung ja nichts dagegen haben. Ist doch gut für die Umwelt :-)!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • montemarius
    Mittwoch, 29.02.2012, 12:16 Uhr
    Die Meinung von Mickymaus kotzt mich an. Ich wünsche dem Verfasser oder der Verfasserin, täglich 80 km zur Arbeit fahren zu müssen -eine Strecke- , mal sehen wie das dann mit dem Fahrrad geht. Aber es gibt immer solche Schlaumeier, die nichts begreifen.
  • giantm
    Montag, 27.02.2012, 16:50 Uhr
    1. März TANKBOYKOTT, Nicht Tanken und nicht Auto fahren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Daumen hoch. Es wird wieder Zeit für ein Sonntagsfahrverbot!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die Deutschen bauen die besten Autos, nur fahren können wir Sie schon lange nicht mehr. Das kann es echt nicht sein. 1. März TANKBOYKOTT, Ich bin dabei!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • hp1950
    Sonntag, 26.02.2012, 11:55 Uhr
    Es wird ewig nur über die Abzocke der Ölkonzerne gemault und gemäckert!! Warum ist der deutsche Autofahrer so blöde und lässt sich alles gefallen?? Man braucht nur die Tanken beobachten, und diejenige Marke, die zuerst den Preis erhöht, 4 Wochen in der gesamten Region zu boykottieren. Wäre interessant, zu sehen wer als nächtes den Preis erhöht! Da ist einfach nur das Problem,das der Bekloppte Deutsche Autofahrer nicht in der Lage ist sich zu organisieren! Also wird weiter gemault und gemäckert und an der Schraube wird weitergedreht! Traurig,Traurig!
  • kelle01
    Samstag, 25.02.2012, 17:20 Uhr
    nicht die ölmultis---steuern des staates sind schuld--entführt Oma Merkel--und droht mit Erschiessen--mal sehen ob die preise fallen-----die Schuldigen haben wir gewählt----
  • luxxo23
    Samstag, 25.02.2012, 12:17 Uhr
    es ist ganz einfach so...solange unser scheiß staat meint knapp 80% steuern auf den sprit zu hauen sind die an den preisen schuld. man bedenke das man sogar an der kasse nochmals um 19% gebeten wird. das heißt= steuern auf steuern zahlen und sowas ist pervers!
  • margonmc
    Samstag, 25.02.2012, 09:29 Uhr
    Leute! Rüstet doch einfach auf Autogas um! Die Preise sind zwar in den letzten Wochen gestiegen , aber liegen immer noch im Rahmen. Für Vielfahrer lohnt sich die Investition!
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