Zur mobilen Ansicht wechseln

18.07.2012, 10:21 Uhr

Umfrage: Praktika sind Personalern wichtiger als Examensnote

Koblenz (dpa/tmn) - Nur mit einer guten Examensnote bekommt man nach dem Studium auch einen guten Job? Nicht unbedingt. Wie eine Umfrage unter Personalern ergeben hat, ist etwas anderes viel entscheidender: Praktika.

Der Mehrheit der Personaler ist wichtig, welche Praktika ein Hochschulabsolvent gemacht hat (83,3 Prozent). Nur rund jeder Zweite (53,2 Prozent) hält dagegen die Examensnote für entscheidend. Das hat eine Umfrage unter Personalverantwortlichen der Fachhochschule Koblenz ergeben. Auf Fremdsprachenkenntnisse legt jeder Zweite (50,7 Prozent) wert. Mehr als jeder Dritte (37,8 Prozent) vermerkt einen Auslandsaufenthalt positiv. Für die Umfrage im Auftrag des Online-Stellenmarkts Jobware wurden 442 Personaler befragt.

Kaum Wert legen die Personalverantwortlichen darauf, an welcher Hochschule ein Bewerber studiert hat. Das interessiert nur knapp jeden Zehnten (9,7 Prozent). Auch die Abiturnote (5,7 Prozent) und die Hobbys (5,0 Prozent) sind nicht vielen wichtig.

Scheitern Bewerber im Einstellungsverfahren, liegt das häufig an ihrer Unfähigkeit, sich zu verkaufen. So beklagt jeder zweite Personaler (53,8 Prozent), den Hochschulabsolventen fehle es an der Fähigkeit, ihre Kompetenzen darzustellen. Jeder Zweite (50,2 Prozent) bemängelt unrealistische Gehaltsvorstellungen. Fast jeder Zweite (46,8 Prozent) beschwert sich über fehlendes Wissen über das Unternehmen.

Alle News vom: 18. Juli 2012 Zur Übersicht: Beruf

3 Meinungen zu "Worauf achten Personaler?"

  • hbausjb
    Donnerstag, 26.07.2012, 16:03 Uhr
    @paarden: Und es wäre hilfreich, wenn er zumindest ansatzweise schreiben könnte ...
  • Spiegelneuron
    Freitag, 20.07.2012, 12:29 Uhr
    Wenn Personaler keinen Wert auf Hobbies legen, find ich das bedenklich, da Hobbies ein wichtiger Hinweis sind, mit was für einem Menschen ich es zu tun habe: wenn z.B. ein Dipl.Ing. keine technischen Hobbies hat, ist das entweder ein Zeichen dass er Ausgleich braucht, aber wahrscheinlich eher ein Zeichen dafür, dass er emotional nicht in der Technik zu Hause ist und dann auch kein guter Techniker ist, weil ihm die angeborene und auch die in Kindheit und Jugend erworbene Intuitivität, die entsprechend natürlich vorhandenen Denkstrukturen auf diesen Gebiet fehlt/en -die kann man im allgemeinen nicht studieren oder besser erlernen. Vielleicht ist er aber auch ein an "nichts" interessierter Mensch,, einer der nicht über den Tellerrand schauen kann,... . Dass Personaler einen so übersteigerten Wert auf "sich präsentieren" legen -Gottfried Keller "Kleider machen Leute" lässt grüßen, zeigt eine weitverbreitete Unfähigkeit der Personaler die Qualitäten und Fähigkeiten eines Menschen auch ohne "sich zu verkaufen" erkennen zu können und so kommt es leider, dass wirklich fähige Ing. z.B. in den Unternehmen fehlen und dafür eher ungeeignete Leute am Werk sind. (Habe da in gewisser Hinsicht einschlägige Erfahrungen). So kommt es auch, dass wir auf wichtigen Posten immer mehr Schaumschläger als wirkliche Kapazitäten haben! Ein weiterer Gesichtspunkt in dieser Hinsicht ist die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Prüfungsangst haben und in einem Vorstellungsgespräch nicht wirklich zeigen können, wer/was sie sind. Die Aufgabe eines wirklich guten Personalers ist, dies zu erkennen, aber die meisten lassen sich wahrscheinlich eher vom Schein beeinflussen. Das fehlende Wissen über das Unternehmen kann auch ein Hinweis auf eine schlechte Internetpräsenz des Unternehmens sein, in dem meist mehr Frasen als wirkliche Informationen auf den meist langweiligen Webseiten zu finden sind (zur Zeit alle hauptsächlich in pastellem Hellblau, mit fast immer der gleichen Stuktur der Kästchen,..., es ist in der Regel keine wirkliche charakteristische Beziehung, kein sofort sichtbarer Bezug zudem jeweiligen dem Unternehmen vorhanden) -vielleicht wäre ein Blick in die Ladenregale hilfreich?! Die überhöhten Gehaltsvorstellungen kommen zustande durch das in den Medien dargestellte verzerrte Leben, durch das Verwöhnen durch die Eltern und insbesondere durch den Trend unserer Gesellschaft, immer mehr nur zu repräsentieren statt zu sein -und das kostet Geld, dass man verdienen muss, um diesem gerecht zu werden. An diesem Trend sind die Unternehmen durch Ihre Produktwerbung, ... aber selbst entscheidend mit beteiligt. Was Praktika betrifft, tja da ist die Frage, wieviele und was für Praktika angeboten werden durch die Unternehmen und welche Betreuung man den Praktikannten bietet. Dieser Artikel sollte durchaus auch die befragte Gruppe der Personaler zu eigener Selbstkritik anregen und die Unternehmen sollten auch Personaler mit Doppelqualifikation insbesondere für technische Befufsgruppen haben, da Pesonalmanagement vom "Charakter" her doch eher zu den Geisteswissenschaften gehören und es oft so ist, dass Techniker und Geisteswiss. /Künstler unterschiedliche "Sprachen" sprechen und dann leicht aneinander vorbeireden.
Peter Spiel, Lehrer an der Clownschule

Peter Spiel, Lehrer einer Clownschule, verrät, wie man Humor trainiert. >

Julian Button hat das Finale erreicht

Best Job: Julian Button hat's geschafft, er reist nach Down Under. >

Linz bei der universitären Bildung unterentwickelt

Bürgermeister will sich nicht mit einer Medizinfakultät abspeisen lassen. >

Arbeitssuchende sollten zielgerichtet vorgehen

Zehn Schritte, die auf dem Weg zum neuen Job unerlässlich sind. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Worauf achten Personaler?. Praktika, Noten, Sprachen? Umfrage zeigt, auf was es ankommt.