Weiterstudieren statt Karriere?
Deshalb wollen einige erst einmal an der Uni bleiben und ein Aufbau- oder Masterstudium beginnen. Schließlich ist wegen fehlender beruflicher Alternativen die Vorstellung verlockend, sich weiter zu qualifizieren und dabei an der vertrauten Uni zu bleiben.
Doch Experten warnen: "Hochschulabsolventen sollten sich erst einmal auf dem Arbeitsmarkt umtun und nach einem Arbeitsplatz suchen und nicht gleich in die nächste Bildungsmaßnahme gehen", betont Wiebke Büren vom Hochschulteam der Agentur für Arbeit Berlin Süd. Ein solches Studium verschiebe die eigentliche Bewerbungsphase und den Berufseinstieg nach hinten.
Denn Aufbau- oder Masterstudiengänge dauern in der Regel zwei bis vier Semester. "Das ist deshalb so problematisch, weil Absolventen von Magister- und Diplomstudiengängen ohnehin erst mit Ende Zwanzig ihr erstes Studium abschließen", so Wiebke Büren. Vor diesem Hintergrund rät sie zu einem schnellen Berufseinstieg. Ein Aufbaustudium sei nur dann angebracht, wenn Studierende die dort vermittelten Kenntnisse bräuchten.
Passende Suchen
"Ob es für einen Studierenden Sinn macht, ein Aufbaustudium zu belegen, hängt vom Einzelfall ab", betont Angelika Kvaic, Leiterin des Teams akademische Berufe bei der Arbeitsagentur Stuttgart. Ausschlaggebend dafür sollte die eigene Karriereplanung sein. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Betreffenden über die eigene Berufswahl und die eigenen Kompetenzen klar werden und dazu auch Beratungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen. Deshalb rät Angelika Kvaic, sich die Entscheidung für ein bestimmtes Aufbau- oder Masterstudium nicht leicht zu machen: "In keinem Fall sollte das ein Schnellschuss werden."
18 Meinungen zu "Weiterstudieren statt Karriere?"
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notting
Dienstag, 19.05.2009, 18:35 Uhr as far as I know -> soweit ich weiß -
Ranger65
Dienstag, 19.05.2009, 18:11 Uhr AFAIK ? Wie ich Abkürzungen doch liebe. ;-) -
notting
Dienstag, 19.05.2009, 15:45 Uhr Ich habe das Gefühl, in dem Artikel wird was durcheinandergeworfen: Mit Uni-Diplom kann man promovieren, dazu braucht man keinen Master zusätzlich. Bei anderen Diplomen (FH/BA) und Bachelor ist das aber AFAIK Pflicht. Und Thema Finanzierung: AFAIK bekommt man als Masterstudent nur dann Bafög, wenn man _direkt_ vorher den passenden Bachelor gemacht hat. -
narsil
Dienstag, 19.05.2009, 14:23 Uhr @MadameNoir "Ein Abschluss sagt nichts über einen Menschen aus, außer in Deutschland natürlich ... zum Glück bleibt noch das europäische Ausland zum Arbeiten." Da muss ich leider teilweise widersprechen! Natürlich sagt ein Abschluss nix über den Menschen selbst aus, aber: Überall wo Führungspositionen und universitäre Abschlüsse in (gutbezahlten) Jobs relevant sind, ist ein ABGESCHLOSSENES Studium (möglichst mit guten Noten) absolute Voraussetzung den Job überhaupt erst zu BEKOMMEN! Und für Führungsaufgaben sind MASTER/Diplom obligatorisch (wenn nicht sogar Promotion)! Hat man ihn den Abschluss allerdings einmal, ist das Abschlusszeugnis und die dort erzielte Note natürlich alles andere als von Bedeutung! Dann kommt es allein auf die täglich gezeigte Leistung an! Aber den Wisch muss man eben erstmal in der Tasche haben, sonst bekommst du keine Gelegenheit, deine Fähigkeiten überhaupt zu zeigen! So ist es nunmal, nicht nur in Dtld. sondern überall auf der Welt! -
jurawin
Dienstag, 19.05.2009, 14:11 Uhr Das Problem ist doch heute, das die meisten Personalchefs oder - referenten irgendwelche BWL-Fuzzies sind, die von den eigentlich für einen Job notwendigen Qualifikationen überhaupt keine Ahnung haben, aber aufgrund ihres Jodeldiploms glauben sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefuttert! Bei juristischen Jobs haben die von nix ne Ahnung, wollen aber dem sich bewerbenden Juristen einen vom Pferd erzählen und dann hacken sie auch noh auf dessen Noten herum die bei diesen nunmal nicht so gut erscheinen wie ihre eigenen, was aber nicht auf deren tatsächliche Qualifikation zurückzuführen sit sondern daher rührt das BWLer wie Sozialwissenschaftler und Politologen schlicht höhere Noten kriegen - was beim Juristen ein ausreichen ist dem BWler seine 2,0 (kann man leicht an den Durchschnittsnoten ablesen). Ob da aber dann aufgrund der nicht vergleichbaren Notenskalen und Notenvergabe Aufbaustudiengänge was bringen ist fraglich, denn da spielt das Alter bei Abschluß der letzten Prüfung eine nicht unerhebliche Rolle. BWler z.B. sind mit 25 oder 26 fertig, Juristen im Durchschnitt erst mit 28 oder 30 Jahren, was bei Gehaltsstufe, Urlaub und anderen Einstellungskriterien, die die Unternehmen Geld kosten nicht unerheblich ist. Und auch wenn ich nix davon halte, aber Verbidungen spielen auch eine nicht ganz unwichtige Rolle in einigen Berufen.
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