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11.06.2012, 11:21 Uhr

Erst die Region, dann die Details - Tipps für die Mastersuche

Berlin (dpa/tmn) - Wer nach dem Bachelorabschluss weiter studieren möchte, hat viele Optionen. Allein an deutschen Hochschulen werden weit mehr als 6.000 Masterprogramme angeboten. Den passenden Studiengang finden Studenten mit der richtigen Suchstrategie.

Zahllose Fragen stürzen auf Studierende ein, wenn sie den Bachelorabschluss in der Tasche haben. Die wichtigste: Berufsstart, Masterstudium oder gar beides gleichzeitig? Wer sich auf die Suche nach einem passenden Masterprogramm begibt, wird mit einer riesigen Auswahl konfrontiert. Wichtig sei deshalb, sich einige grundlegende Fragen zu stellen. "Will ich die bestmögliche wissenschaftliche Ausbildung? Will ich Karriere machen? In welcher Region will ich den Master machen?" zählt der Studienplaner Sebastian Horndasch aus Berlin auf.

In Deutschland werden vor allem konsekutive Masterprogramme angeboten. Sie bauen direkt auf ein Bachelorstudium auf. Nicht-konsekutive Programme, die eine vollständige Neuorientierung erlauben und keinen bestimmten Abschluss voraussetzen, sind dagegen selten. Oft werden sie als Teilzeitstudium angeboten, um sie berufsbegleitend absolvieren zu können. "Meistens muss man für diese Angebote auch bezahlen, während für Konsekutivmaster keine extra Gebühren anfallen", sagt Elisabeth Kummert von der Zentralen Studienberatung der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Da sich der Fachbereich also meist aus dem bisherigen Studium ergibt, empfiehlt Horndasch, die Suche zuerst regional einzugrenzen. Auch Partnerschaft und andere private Faktoren müssen bedacht werden. Ein Hochschulwechsel oder der Schritt ins Ausland sollten aber in die Überlegungen mit einbezogen werden. "Es ist ratsam, erst nach der Entscheidung für eine Region ins Detail zu gehen und Programme genauer zu begutachten."

Wer eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen will, sollte nach Hochschulen suchen, an denen angesehene Professoren tätig sind. "Das gilt vor allem, wenn man später einen Doktor machen will." Wer sich dagegen eine Karriere in einem großen Unternehmen wünscht, sollte eine Hochschule von internationalem Renommee wählen. "Es gibt Branchen, in denen sehr gerne Leute von bestimmten Hochschulen eingestellt werden." Horndaschs Tipp: Keine Scheu haben, die Personalabteilung in der Traum-Firma zu kontaktieren, um sich zu erkundigen. "Das sind natürlich keine Studienberater, die Auskunft über Studieninhalte geben. Aber danach zu fragen, von welcher Uni sie gerne Leute holen, kann nicht schaden."

Ein großer Teil der Recherche finde jedoch im Internet statt. "Für einen Überblick über das gesamt Angebot in der Bundesrepublik ist die Datenbank des Hochschulkompass die beste", sagt Kummert. Dort sind die weit mehr als 6.000 weiterführenden Studienangebote deutscher Hochschulen registriert. "Die Informationen stammen von den Hochschulen selbst und werden auch von diesen aktualisiert", erklärt Susanne Schilden von der Hochschulrektorenkonferenz in Bonn. Für die Recherche im europäischen Ausland empfiehlt Horndasch die Datenbanken von x-study.eu oder mastersportal.eu.

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12 Meinungen zu "Bachelor geschafft ... und jetzt?"

  • IstEinzigartig
    Sonntag, 15.07.2012, 12:38 Uhr
    Bachelor ist das Äquivalent zum vorigen Vorstudium, da fehlt einfach was, ja richtig, das Hauptstudium! Erst wer mit einem Magister, Diplom oder einem vergleichbaren Abschluss kommt, hat auch wirklich Zeit gehabt, sich in seine Materie einzuarbeiten. Bachelor ist doch nur der Schnupperstudiengang. Zum Glück habe ich das bei meinem Studium noch nicht erlebt, da gab es noch einen Abschluss oder eben keinen Abschluss, nicht sämtliche neudeutsche Schmalsuprvarianten...
  • MyQ
    Sonntag, 17.06.2012, 15:34 Uhr
    "loooooooooooool, der war gut. Ein Bachelor ist vergleichbar mit einem Diplom, das sehe ich jeden Tag! Die Qualität des Studiums sinkt zusehends, wer vor 10 Jahren ein Diplom gemacht hat, der konnte noch was. Die heutigen Bachelor sind doch nur noch Softies, die nur auf dem Laptop rumklimbern können, aber von den Grundlagen, geschweige der Mathematik, keine Ahnung mehr haben!" Jaja, früher war alles besser und einfach nochmal ein paar Stammtischparolen hinterher.. Um mal einige Hardfacts als Beispiel zu nennen: http://www.ingenieurkarriere.de/_library/content/download/obj1974_Einstiegsgehaelter_Ingenieure_2011.pdf http://www.vdi.de/44751.0.html Die Studie 2011 war noch relativ angeglichen (nur einige hund. Euro Unterschied). Die Zahlen für 2012 sehen bisher aber so aus, dass die Gehälter tendenziell für Masterabsolventen nach oben gehen, Diplom runter und Bachelorabsolventen auf einem ähnlichen Niveau bleiben. Bei meinem Arbeitgeber ist der Gehaltsunterschied auch vorhanden (Mittelstand, 5.000 Arbeitnehmer), wobei das sicherlich auch auf den jeweiligen Bewerber und seine Qualifikation ankommt. Dinge wie ein Auslandsstudium und damit mind. 1-2 Fremdsprachen fließend zu beherrschen sind im Bologna-System deutlich leichter umzusetzen und verschaffen dann eben auch Vorteile. In Behörden gibt es diese Differenzierung allerdings i.d.R. nicht. Es mag auch sein, dass Wir aneinander vorbeireden. Ich beziehe mich ja hauptsächlich auf die MINT-Fächer. Hier ist es einfach so, dass in den kommenden Jahren das Wort "Diplom" in viele Bereichen mit veraltetem Wissen u.a. von mir genannte Punkte gleichgesetzt wird. Zudem ist gerade die Ausbildung an der Universität eben auch nicht so ausgelegt, dass man problemlos ins Berufsleben übergehen kann. Die alten Strukturen wurde einfach übernommen, was an der FH mit dem sowieso kürzeren Diplom eben besser umgesetzt wurde. Allerdings muss man sagen, dass ja auch immer mehr FH's ihr Kursangebot um Masterabschlüsse erweitern und damit teils auch die Bachelorstruktur eher nachteilig ändern. In anderen Fachbereichen, die nicht so schnelllebig und international ausgerichtet sind, mag das nicht zutreffen. Zudem reden Wir ja von Berufseinsteigern. Später im fortgeschrittenen Berufsleben spielen eben noch ganz andere Faktoren eine Rolle, wie Padr1no schon angedeutet hat. Ob da jetzt die Hochschule des Abschlusses so entscheidend bzw. ein Freifahrtschein ist, sei mal dahingestellt. Da dürften Lebenslauf, Erfahrung/Know-How/Referenzen, Softskills, Publikationen, Arbeitszeugnisse, Networking und Auftreten wohl einen deutlich größeren Einfluss haben. Letztlich ist es eben in den meisten Fällen doch der Mensch, den das Unternehmen nimmt, und nicht irgendein Abschluss/toller Uni-Name im Zeugnis.
  • Hansson
    Donnerstag, 14.06.2012, 08:46 Uhr
    Da können die noch so viele Namen erfinden. solange wie ältere Diplomingenieure so wie z.Z.diskriminiert werden, können die noch ein paar Titel fordern.
  • sumpfdotter
    Dienstag, 12.06.2012, 14:14 Uhr
    Als Frau hat man mit einem Bachelor alles geschafft ! Die Frauenförderung garantiert einem immer den Vorzug vor dem Mann ... Das süße Frauenleben macht es möglich. 25 % aller Frauen und 40 % aller Frauen mit Masterabschluß bekommen keine Kinder. Das Frau sein macht es möglich immer weniger zu tun, weil die Meßlatte ist der Mann, denn bei gleichem Engagement bekommt sowieso die Frau den Job .... Nur Männer müssen noch Engagement zeigen .........
  • eD77
    Dienstag, 12.06.2012, 13:50 Uhr
    "Die heutigen Bachelor sind doch nur noch Softies, die nur auf dem Laptop rumklimbern können", ist das nicht eher der vielzitierte "Fachkräftemangel"?
  • intressiertnich
    Dienstag, 12.06.2012, 13:37 Uhr
    ihr bezieht euch alle zu sehr nur auf deutschland. das war mehr in richtung ausland gemeint.
  • MisterPerfect
    Dienstag, 12.06.2012, 12:55 Uhr
    @MyQ loooooooooooool, der war gut. Ein Bachelor ist vergleichbar mit einem Diplom, das sehe ich jeden Tag! Die Qualität des Studiums sinkt zusehends, wer vor 10 Jahren ein Diplom gemacht hat, der konnte noch was. Die heutigen Bachelor sind doch nur noch Softies, die nur auf dem Laptop rumklimbern können, aber von den Grundlagen, geschweige der Mathematik, keine Ahnung mehr haben!
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