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21.02.2012, 15:38 Uhr

Pentagon baut angeblich "Avatar" ähnlich wie im Kinofilm in Kooperation mit

Im Kinofilm "Avatar" von 2009 steuert ein Soldat einen künstlich erzeugten Alien-Körper per Gedankenkraft. Das Pentagon-Projekt "Avatar" soll in die gleiche Kerbe schlagen.

Von Benjamin Schischka
Jake Sully vor seinem Na'avi-Avatar. Filmszene aus "Avatar": Der frühere US-Marine Jake Sully vor seinem Na'avi-Avatar. © imago/EntertainmentPictures

Das Pentagon will in Zukunft zweibeinige Roboter, die von Soldaten kontrolliert werden, auf das Schlachtfeld schicken. Die Roboter sollen, zitiert Wired die Pentagon-Behörde DARPA, halb-autonom sein und als Ersatz des Soldaten vor Ort agieren. Für das Programm fließen immerhin 7 Millionen Dollar des Gesamt-Etats von 2,8 Milliarden in die Erforschung von Interfaces und Algorithmen.

Kino-Fans horchen spätestens beim Namen des Projekts auf: "Avatar". Im gleichnamigen Kinofilm von James Cameron steuert der Soldat Jake Sully einen der riesenhaften Na’vi auf dem Planeten Pandora. Während der Steuerung per Gedankenkraft befindet sich Sully in einem Koma-ähnlichen Zustand und unter medizinischer Überwachung.

Zurück zu den Pentagon-Plänen. Die Roboter sollen clever und agil genug sein, um die "dreckige Arbeit des Krieges" zu erledigen, zitiert Wired DARPA. Das seien: Sichern von Räumen, Wachdienst und das Bergen von Verwundeten. Wie sie genau gesteuert werden sollen, ist noch unklar. Schon 2008 ließ das Pentagon aber Roboter per Gedanken steuern. Die Probanden, welche die Roboter steuerten, waren übrigens Affen.

Laut Wired sei "Avatar" nicht das erste KI-Projekt des Pentagons. Die Behörde habe bereits an lebensechten Robotern wie Petman geforscht. Petman führt menschliche Bewegungen überraschend originalgetreu aus – hat aber keinen Kopf. Ein weiteres Projekt namens AlphaDog soll den Soldaten an der Front Ausrüstung bringen. AlphaDog soll seinem Soldaten-Herrchen selbstständig folgen können, auch durch unwegsames Gelände. Er soll außerdem auf gesprochene Befehle hören.

Aktuell forscht DARPA angeblich an einem weiteren Projekt, das aus einem Science-Fiction-Film stammen könnte. Mit einem Etat von 4,1 Millionen Dollar sollen Mitarbeiter an einer Technologie forschen, die Laser-Angriffe abwehrt.

© PC WELT

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11 Meinungen zu "USA planen "Avatar"-Roboter"

  • Azze
    Mittwoch, 22.02.2012, 17:34 Uhr
    Zum Thema "ethisch vertretbar": Robotersoldaten würden sicherlich nie - auf getötete Feinde urinieren - Frauen und Mädchen des Feindes vergewaltigen - das Gebetsbuch des Feindes verbrennen - getöteten Feinden die Ohren abschneiden Soweit ich das verstanden habe, war von einer Bewaffnung der Dinger nicht die Rede. Aber sogar, falls die Blechkübel bewaffnet werden sollten: Sobald die die ersten eigenen Leute "erlegt" worden sind - und falls Microsoft die Finger im Spiel hat, würde mich das persönlich nicht wundern :-) - werden die RoboCops sehr schnell ausgemustert werden, glaubt mir.
  • modelmaker
    Mittwoch, 22.02.2012, 12:46 Uhr
    Naiv? Nö, ich bin da durchaus realistisch. Ich bin Wissenschaftler und bin auch privat in der Richtung Robotik interessiert. Klar werden Drohnen bewaffnet - die meisten erfolgreichen Technologien wurden vom Militär bis zur Reife entwickelt und gegen Menschen eingesetzt. Ob das nun das Flugzeug, die Kernspaltung oder ganz banal das Feuer gewesen sind. Das liegt in der Natur des Menschen oder besser gesagt der gesamten Evolution, da müssen wir uns nichts vormachen. Lass' Dir eins gesagt sein: Entwicklung lässt sich nicht aufhalten, maximal steuern. Alles was möglich ist wird umgesetzt werden, abhängig von den ~7 Mrd. Interessen und Meinungen auf diesem Planeten. Und was unmöglich erscheint wird probiert werden. Was man sich also fragen muss, ist, ob diese Entwicklung "richtig" gelenkt wird. Stichworte sind hier Philosophie und Moral. Nicht im religiösen Sinne, die Zeiten sind zumindest in Europa glücklicherweise vorbei. Mike600 hat schon das richtige Stichwort gegeben: Asimov'sche Gesetze. Zur gesellschaftlichen Aspekten von Robotik mach(t)en sich Leute wie er und viele andere (Stanislaw Lem z.B.) schon lange Gedanken. Es wird Zeit, dass diese Thesen ins öffentliche Bewusstsein rücken, wie der Datenschutz es mittlerweile geschafft hat. Aber das passiert eben nicht ohne unmittelbaren Bedarf. Bekommen wir die Kurve nicht dann hat sich unsere Spezies selbst überholt, z.B. in Form der technologischen Singularität (oder der Selbstauslöschung, siehe Risiko des Kalten Kriegs). Aber auch das ist wieder Evolution, der Mensch ist auch nicht so besonders wie er denkt. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Nur viel Geld reinzupressen bringt erst mal nicht viel, da müssen mehr günstige Umstände zusammenkommen (Leute, Ideen, Zufall...). MfG
  • Mike600
    Mittwoch, 22.02.2012, 10:46 Uhr
    peterpan2000 ".., in welche Richtung führt das deiner Meinung nach ??" -------------------------------------------------------------------- Darüber gibt es schon einen Film (bzw. mehrere): Terminator mit Arnie. Ich glaube, daß die USA dieses Teil schon haben, denn warum sollen sie andere darauf aufmerksam machen und es in den Medien verbreiten, falls sie erst am Anfang ständen? Vielleicht sind das die Androiden, die in Afghanistan die Korane verbrannt haben, weil sie falsch programmiert waren? Ich bin grundsätzlich Fan von Robos, allerdings nur im asimowschen Sinne. Hätte gern selbst einen, der mir das leidige Einkaufen, das Waschen und das Essenmachen abnehmen würde, damit ich Zeit hätte, die Welt zu erobern. Wenn ich darüber nachdenke, hätte ich gern einen weiblichen à la Angelina Jolie(?).
  • peterpan2000
    Mittwoch, 22.02.2012, 10:30 Uhr
    modelmaker, sei nicht so naiv. Dronen sollten auch nur als Beobachter eingesetzt werden, inzwischen werden sie Bewaffnet und töten. Klar ist da immer ein Lenker dahinter, aber wir sind doch dabei inteligente Systeme zu entwickeln. Lebst du hinter'm Mond ?? Es gibt bereits Systeme die sich selber Ziele suchen und es wurden auch schon genug eigene Leute von diesen Systemen getötet. Und wenn man immer mehr in dieser Richtung entwickelt und diese Systeme immer selbstständiger handeln, in welche Richtung führt das deiner Meinung nach ??
  • Beingebreck
    Mittwoch, 22.02.2012, 10:03 Uhr
    Ich habe ein Brainstorm von den Filmen/Figuren: Deathmachine, Terminator, iRobot, Lt. Data und Gamer. Wenn es sowas in Serie produziert wird möchte ich sowas auch! Vielleicht gibt´s dafür dann ja auch ein Android app. :-D
  • Athrun825
    Mittwoch, 22.02.2012, 09:56 Uhr
    Die reinste Horror-Vorstellung. Natürlich ist die Maschine so ethisch oder unethisch handelnd wie derjenige der sie steuert oder programmiert. Ich glaube aber eher an die unethische Variante, da bereits die Konstruktion solcher Killermaschinen untethisch ist, auch wenn sie erstmal nur "Wache-stehen" sollen. Ziel kann es ja nur sein (wie auch bei den unbemannten Drohnen) das eigene Risiko zu verringern. Einen Krieg führen, bei dem keine egenen Leute mehr getötet werden. Wird sich die Bevölkerung dann noch dafür interessieren wenn ein anderes Land angegriffen wird? Die eigenen Söhne u. Töchter sind ja nicht in Gefahr.... Wenn das Leid nur noch auf einer Seite angesiedelt ist halte ich das für hochgradig bedenklich. Proteste wird es dann im eigenen Land kaum mehr geben. Hinzu kommt noch dass eine rel. kleine "Herrscherelite" theoretisch sehr viel Macht ausüben kann, selbst wenn die wenigsten Menschen im Land noch dafür wären. Da sitzt dann, -sind erstmal die Programme weit genug entwickelt bzw automatisiert, eine Handvoll Leute in einem Kontrollraum und lässt die Killermaschinen "aufräumen". (Nein, ich schau nicht zu viel Filme, hab nicht mal einen TV-Apparat). Man stelle sich nur vor dieser kleine Kreis wären dumme und verblendete Religions-Fanatiker die der Meinung sind ihr Erlöser kommt, wenn sie es nur bald schaffen würden die "Welt ihnen untertan" zu machen. -Eindeutig zu viel Machtpotential für viel zu wenige Leute. Da ist alles Mögliche an ungutem Zukunftszenario denkbar.
  • modelmaker
    Mittwoch, 22.02.2012, 09:25 Uhr
    Leute....... peterpan2000 hat den Artikel nicht gelesen, das sind ferngesteuerte Maschinen und keine klassischen autonomen Roboter. Das Ding ist also so gewissenhaft wie der "Maschinenführer" dahinter (ok, nicht wirklich besser - Menschen scheitern zu oft an moralischen Grenzen). @Gerschel: Klar geht das nicht zackzack, das ist absolute Grundlagenforschung. Aber irgendwer muss (mit viel viel Geld) mal anfangen das ernsthaft zu betreiben, wenn man es in vielen Jahren mal haben will. Btw: Avatar heißt schlicht soviel wie "Stellvertreter" und sagt nix über den Grad der Vertretung aus (max. eben volle geistige Kontrolle). MfG

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