Türkische Demonstranten entdecken Crowdfunding
04.06.2013 - Die Protestbewegung in Ägypten hatte 2011 gezeigt, wie sich Social-Media-Portale für revolutionäre Zwecke nutzen lassen. Die Demonstranten der Occupy-Gezi-Bewegung in der Türkei gehen jetzt noch einen Schritt weiter – und finanzieren ihre Revolution per Crowdfunding.
Auf dem US-Portal Indiegogo sammelt Occupy-Gezi derzeit Geld für eine ganzseitige Anzeige in der "New York Times". Damit wollen die Demonstranten auch international für Unterstützung ihrer Demokratiebewegung werben. "Wir wollen, dass die Welt uns in unserem Kampf für wahre Demokratie unterstützt", schreiben die Initiatoren der Aktion auf Indiegogo.
Rund 54.000 Dollar für die Anzeige wollten sie innerhalb der einmonatigen Kampagnenlaufzeit zusammenkratzen. Nur wenige Tage nach Start der Aktion hat die Bewegung bereits über 80.000 Dollar von über 2.000 Onlinenutzern erhalten. Doch die Spendenaktion soll damit noch lange nicht enden: Aktuell diskutiert Occupy-Gezi mit den weltweiten Onlineunterstützern, welche Aktion als nächstes mit den stetig wachsenden Crowdfunding-Einnahmen realisiert werden soll.
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