Kino.to-Benutzern droht Strafverfahren
in Kooperation mit
Von Hans-Christian Dirscherl
Wie das Nachrichtenmagazin Focus in seiner Online-Ausgabe berichtet, fanden die Ermittlungsbehörden auf den beschlagnahmten PCs der Betreiber von kino.to Daten von so genannten Premium-Kunden von kino.to. Premium-Kunden konnten die auf kino.to zum Streaming bereit gestellten Filme werbefrei genießen, wenn sie dafür bezahlten – per PayPal (für das ebenfalls illegale Nachfolge-Portal von kino.to, nämlich für kino.tx, existierte ein vergleichbares Bezahlsystem).
Damit war zwangsläufig verbunden, dass kino.to Kontaktdaten der Premium-Kunden speichern musste. Diese fielen prompt der Staatsanwaltschaft in die Hände, als diese im letzten Sommer kino.to von der Polizei ausheben ließ.
Laut Focus Online fielen den Behörden die Daten von tausenden ehemaliger kino.to-Benutzer in die Hände. Gegen die Premium-Nutzer soll die Generalstaatsanwaltschaft Dresden jetzt Strafverfahren vorbereiten. Grundlage dafür ist unter anderem eine Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig vom Dezember 2011, in dem das "Streamen" von Film-Raubkopien für strafbar erklärt wurde.
Die juristische Aufbereitung der kino.to-Angelegenheit ist derweil in vollem Gange. So verurteilte das Amtsgericht Leipzig einen Administrator von kino.to zu drei Jahren Haft. Insgesamt scheinen rund 20 Personen in Zusammenhang mit kino.to unter Anklage zu stehen.
Die deutschen Behörden nahmen Kino.to im Juni 2011 offline. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden organisierte das europaweite Vorgehen gegen die Raubkopien-Streamingseite kino.to. Allein in Deutschland durchsuchten über 250 Polizisten und Steuerfahnder unterstützt durch 17 Datenspezialisten über 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren. Sehr schnell entwickelte sich eine Diskussion um die rechtlichen Folgen für die Benutzer von kino.to.
© PC WELT
255 Meinungen zu "Kino.to-Nutzern droht Strafe"
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Lateiner4000
Mittwoch, 15.02.2012, 12:07 Uhr @Zett85: "So siehts doch aus und jeder der mir hier etwas von "zu Teuer und zu wenig Angebot" brabbelt versucht sich sein eigenes Vergehen nur schön zu reden." Mir kommt es so vor als willst du im Auftrag der Filmlobby nur ihr nun ihr unzureichendes Angebot groß reden. So sieht es aus jeder der Lobbyist der mir mit "das Angebot ist ja sooo vielfältig und billig" daher kommt der hat von der Qualität, die der Kunde ausgesetzt ist null Ahnung oder für ihn sind Kunden nur Geldkühe zum melken. In der Wirtschaft wird nun einmal jede Marktlücke gefüllt ob legal oder illegal (natürlich Märkte die zu recht verboten oder reguliert sind (Menschenhandel, Drogen, Waffen) - Kunst/Unterhaltung sollt aber nicht dazu gehören). Also sag deinen Lobbychef eine wirklich gute Streaming- und Downloadseite (wo es kleine Einschränkungen und oder Werbung für Freeaccounts gibt) bringt ihn mehr Geld ein als wenn ihm alle verknackten kino.to-Nuter Schadenersatz leisten müssten. Zuletzt möchte noch anmerken, dass ich nicht Seiten wie kino.to nutze oder genutzt habe (nur Seiten wie YouTube oder Veoh und so.), ich kenne aber Leute, die das tun und ich muss sagen ich verstehe sie. Falls du noch nicht überzeugt bist, stell dir vor die Post erwirkt ein E-Mail- und Facebook- Verbot ohne selber entsprechende Servicesees zu betreiben, das Angebot Nachrichten zu verschicken wäre immer noch da, wenn auch sehr viel ärmer. Das passiert gerade in der Unterhaltungswelt. Falls du immer noch nicht überzeugt bist, nun du hast deine Meinung ich meine wir beide halten nicht viel von der des anderen, du hast vielleicht das Gesetz auf deiner Seite, dafür habe ich vermutlich Mehrheit und Fakten auf meiner Seite. Ach übrigens wir sind keine Verteidiger von kino.to oder so was sondern greifen nur das schlechte Angebot und das nachträgliche kriminalisieren von Nutzern an. Klar so weit? -
Paella
Mittwoch, 15.02.2012, 09:41 Uhr @Ferenghi >>mal um wieder auf den Vergleich zu einem Auto zu kommen.. Dann dürfte also jedes Auto welches älter als 5 Jahre ist geklaut werden, da es von der Steuer schon abgeschireben wurde?? << klauen darfst Dus nicht, aber z.B. den alten VW-Käfer darfst Du nachbauen... -
Prince101
Mittwoch, 15.02.2012, 08:30 Uhr Ja klar, wenn die Justiz machtlos gegen die Betreiber ist, muss man sich an anderen vergreifen. Wenn die irgendwelche Premiumkunden erwischen, zeigt das nur wie hilflos die sind. Ich glaube es auch nicht das ein Kino.to Administrator 3 Jahre Gefängnis bekommt, ich kenne Typen die haben 70 Anzeigen wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung und bekamen 2 Jahre auf Bewährung. Was für eine kranke Welt, diese Kapitalistenschweine, die kümmert es einen Dreck wenn die Bevölkerung Gewalttaten erleidet. Wenn die Regierung oder die Hohen Tiere der Musik- und Filmindustrie geschädigt werden, friert aber die Hölle zu. -
Daysismerewashed
Dienstag, 14.02.2012, 17:49 Uhr Sicherlich ist es unerfreulich, wenn geistiges Eigentum bedroht ist, aber wo ist das Verhältnis, falls der hier eingestellte Artikel inhaltlich korrekt ist?! Jemand, der die Drogen Heroin oder Kokain im Bereich von etwa einem (1) Kilogramm inkorporiert einführt, s.g. Körperschmuggler, kann in der Praxis ebenfalls eine Haftstrafe von oder ab drei Jahren erwarten. Drogen sind weitaus gefährlicher als die Hilfeleistung, Kinofilme herunter laden zu können. -
xDasMottex
Dienstag, 14.02.2012, 16:28 Uhr grob gesagt, egal ob es rechtswidrig ist oder nicht. Film und Musikbranche sind selber shculd. Wer sich so explizit jedem Fortschritt widersetzt und es nicht fertig bringt in über 10 jahren eine eigene Streamingseite (natürlich für ein gerechtes Endgeld) ins Netz zu stellen, der muss sich nicht wundern wenn andere UNTERNEHMER eine GRAUZONE nutzen um KONSUMENTEN ein PRODUKT anzubieten, dass diese dann natürlich auch NUTZEN. Ich erinnere an Nepstar oder wies hiess, kaum waren die weg kam Apple, selbes konzept nur 99 Cent pro Download und das ist ewig her inzwischen hätte sich die Industrie durchaus anpassen können. -
Grabor
Dienstag, 14.02.2012, 16:16 Uhr Übrigens an alle, die hier immer wieder erwähnen, dass die Rechteinhaber nichts tun um den Diebstahl ihres Eigentums zu verhindern. Bitte erinnert euch an die UN-CDs mit Kopierschutz. Klang nach ner prima Idee, aber was ist passiert? Die Umsatzzahlen sind eingebrochen weil die Leute sich nicht gängeln lassen wollten. Ich will, dass eine CD/DVD in jedem beliebigen Laufwerk funktioniert. Ich will von meiner gekauften CD eine Kopie fürs Auto machen können, denn das Original soll nicht bei 70 °C schmoren und bei -20 °C erstarren. Und ich will die Musik auf meinen MP3-Player überspielen können ohne dafür mit einem Bein im Knast zu stehen weil man dafür einen Kopierschutz umgehen mußte. Wenn das nicht geht, dann kommt man ganz leicht auf die Idee sich die Musik so zu besorgen, dass das geht. Ausserdem wird derzeit eine ganz legale Quelle für Musik systematisch kaputt gemacht. Ich rede vom Radio. Die Unsitte in die Lieder "reinzumoderieren" greift immer mehr um sich. Damit soll verhindert werden, dass sich die Leute die Musik legal beschaffen können. Hier ist die Verwendung von Downloadportalen schon fast ein Akt der Notwehr. Ausserdem bekommen einige von der Gema den Hals wirklich nicht voll. Neulich habe ich gelesen, dass Gema fällig wird wenn im Kindergarten ein falsches (nicht rechtfreies) Lied gesungen wird. Um all diesen Auswüchsen Einhalt zu gebieten kann es aus meiner Sicht nur einen Weg geben - per allgemeiner Abgabe (ich nenne sie immer Kultur-Flatrate) alles zu legalisieren. -
SpartakM
Dienstag, 14.02.2012, 16:03 Uhr wenn die regierungsheinis schon e net portale schließen wollen, sollten se wenigstens eine staatsseite machen, wo man definitiv NICHT mitm gesetz in konflikt kommt oder muss man immer paar leutens in den knast stecken?)
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Der Countdown zur EURO 2012 läuft...


