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Die fünf fiesesten Tricks der Online-Gauner

Jeder dritte Deutsche erledigt seine Weihnachtseinkäufe mittlerweile via Internet. Beim Online-Shopping vor dem Fest werden Milliarden umgesetzt. Schließlich geben die Deutschen durchschnittlich 233 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Kein Wunder, dass auch Cyber-Kriminelle am jährlichen Kaufrausch mitverdienen wollen. Beim Weihnachtseinkauf im Netz gilt es daher, wachsam zu sein und trotz verlockender Angebote die Augen offen zu halten.

Online-Gauner machen gezielt Jagd auf Kaufwillige, die auf der Suche nach dem richtigen Geschenk sind, warnt das Sicherheitsunternehmen G Data. "Dabei wenden sie verschiedene Maschen an, um ahnungslose Anwender mit Schadprogrammen zu infizieren oder deren persönliche Daten, zum Beispiel Online-Banking- oder Kreditkarteninformationen, auszuspionieren", betont Ralf Benzmüller, Leiter der G Data SecurityLabs. Laut Kriminalstatistik der Polizei gab es im vergangenen Jahr über 70.000 Opfer von Warenbetrug im Internet, fast 200 Fälle pro Tag. G Data hat die dunklen Machenschaften der Cyber-Kriminellen unter die Lupe genommen - und die 5 fiesesten Tricks entlarvt.

Top-5-Gefahren beim Online-Weihnachtsshopping

E-Mails mit Lockangeboten

Wer kennt sie nicht, die E-Mails, in denen Markenprodukte wie Luxus-Uhren oder teure Designer-Schuhe zu sehr günstigen Preisen versprochen werden. Klickt man auf einen der eingebetteten Links einer solchen Betrugsmail, gelangt man entweder auf eine mit Schadcode verseuchte Webseite oder auf einen gefälschten Online-Shop, wo dem blauäugigen Schnäppchenjäger beim fingierten Bestellvorgang die Bankdaten gestohlen werden.

Online-Banking-Betrug

Wer oft im Internet einkauft, kennt sicher die bequeme Möglichkeit, die Rechnung gleich online zu begleichen. Allerdings drohen auch hier Gefahren, denn die Web-Räuber setzen verstärkt auf sogenannte Banking-Trojaner. Damit gelingt es ihnen, sich in Zahlungsvorgänge einzuschalten und die Geldbeträge auf ihre Konten umzuleiten. So wird dem Online-Shopper etwa über eine gefälschte Nachricht seiner Bank weisgemacht, dass der Online-Bezahlvorgang nicht funktioniert habe. Der Link in der Fake-Mail führt den Bankkunden dann auf eine Webseite, die mit einem Banking-Trojaner infiziert ist.

E-Mails von angeblichen Versanddienstleistern

Ebenfalls eine beliebte Betrugsmasche: Gefälschte Mails mit Versandbestätigungen und Rechnungen von Paketdienstleistern. In diesen E-Mails wird dem Besteller mitgeteilt, dass ein Päckchen nicht zugestellt werden konnte beziehungsweise eine neue Rechnung für einen Versandauftrag im Rechnungs-Center zu finden sei. In der Mail ist dann zum Beispiel ein Keylogger versteckt, der sich nach dem Öffnen des Anhangs installiert und künftig alle Eingaben des Nutzers wie Login-Daten ausspioniert.

Bezahldienstleister-E-Mails

Auch regelmäßig im Postfach zu finden: E-Mails von Bezahldienstleistern. Darin lassen die Betrüger den Online-Shopper wissen, dass sein Nutzerkonto aufgrund von angeblichen Unregelmäßigkeiten gesperrt würde oder ein Bezahlvorgang nicht funktioniert habe. Folgt der Empfänger den Anweisungen und öffnet den integrierten Link, landet er auf einer gefälschten beziehungsweise auf einer mit Schadcode verseuchten Webseite. Begehrtes Ziel in beiden Fällen: Die Bankdaten des Nutzers.

Gefälschte Online-Weihnachtsgrüße

Gefahr droht auch bei gefälschten Online-Weihnachtsgrüßen. Auch diese E-Mails können infizierte Dateianhänge mit beliebigen Schadprogrammen beinhalten oder mit einem Link auf eine infizierte Webseite verweisen.

So schützen Sie sich vor Online-Dieben

Das Wissen um die Gefahren beim Weihnachtseinkauf im Internet sollte aber niemanden vom bequemen Online-Shopping abhalten. Schließlich gibt es Mittel und Wege, um sich vor den Angriffen der Cyber-Kriminellen zu schützen. Auf der sicheren Seite ist etwa, wer bei seinem PC auf eine umfassende Sicherheitslösung mit Virenscanner, Firewall, Spam- und Echtzeitschutz setzt, die regelmäßig aktualisiert wird. Betriebssystem und eingesetzte Software sollten ebenfalls immer auf dem neuesten Stand sein.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, offensichtliche Spam-Mails am besten ungelesen zu löschen und auf keinen Fall die eingebundenen Links oder Dateianhänge zu öffnen. Beim Online-Shopping sollten die virtuellen Geschäfte vor dem Einkauf genauestens unter die Lupe genommen werden; gegebenenfalls enttarnt eine Webrecherche potenzielle "Schwarze Schafe". Links zu Online-Banking-Seiten, Online-Shops oder Bezahldiensten - so empfehlen die Experten - sollten am besten manuell im Browser eingetippt werden. Wichtig: Auf Vertipper achten!

Alle News vom: 14. Dezember 2011 Zur Übersicht: Digitale Welt

3 Meinungen zu "Die Tricks der Online-Gauner"

  • sirathurb
    Donnerstag, 15.12.2011, 09:56 Uhr
    Was für den Computerexperten wie selbstverständlich ist, bleibt leider für viele Laien ein Buch mit 7 Siegeln! Leider gibt es immer noch zu wenig Aufklärung über die Gefahren im Netz! Vielleicht wäre manchmal sinnvoll, die Werbung im Fernsehen auch für Aufklärung zu benutzen! Somit würde man einen viel größeren Teil der Menschen erreichen, um aufzuklären!
  • Karmapa
    Donnerstag, 15.12.2011, 09:40 Uhr
    Es sind leider auch zu viele Schnarchzapfen im Netz, die das ganze Spam Gedöns ernst nehmen und die Links auch noch anklicken. Trotzdem muss jedem klar sein das Netz bietet keine absolute Sicherheit (selbst mit aktueller Virensoftware, Firewalls etc.)
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Sie lesen gerade: Die Tricks der Online-Gauner. Wie Sie Ihre Weihnachtseinkäufe im Netz sicher erledigen.