Zwanziger verzichtet auf Endspiel-Ticket
"Vor dem Hintergrund der Vergangenheit und des aktuellen Geschehens in der Ukraine würde mir ein ungezwungener Jubel auf der Ehrentribüne doch ein wenig schwerfallen", sagte Zwanziger dem Fachmagazin "Kicker". Schon vor dem Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Italien habe er sich daher gegen einen Stadionbesuch am Sonntag entschieden, obwohl er am Freitag und Samstag als Mitglied der UEFA-Exekutive zu Sitzungen nach Kiew fliegt.
Der ehemalige Chef des Deutschen Fußball-Bundes will damit ein Zeichen für die politisch Verfolgten in der Ukraine setzen. Daher werde er sich nicht "an einer Inszenierung für den Präsidenten der Ukraine, wie es sich beim Finale zwangsläufig ergeben wird", beteiligen. Zwanziger befand, der Fußball solle den Mut haben, auf Missstände im Land des Co-Gastgebers der Europameisterschaft hinzuweisen. Deshalb werde er beim Finale nicht auf der Tribüne des Olympiastadions in Kiew mitfiebern, sondern daheim vor dem Fernseher.
5 Meinungen zu "Zwanziger protestiert"
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NaivWieImmer
Donnerstag, 28.06.2012, 17:59 Uhr Der wollte halt auch mal wieder ein bisschen Publicity. -
Blubberle
Donnerstag, 28.06.2012, 17:25 Uhr Scheinheiliger Blödsinn! Wenn er es wirklich ernst meinen würde, würde er die Ukraine ganz meiden um ein Zeichen zu setzen! Ist aber sowieso alles nur Gutmenschentum was unsere ach so anständigen Politiker und Funktionäre veranstalten! Wirklich für die Timoschenko interessieren tut sich doch eh niemand von denen, genau so wie sie dem einfachen Bürger in Deutschland am verlängerten Rückgrat vorbeigeht! -
titanium237
Donnerstag, 28.06.2012, 17:10 Uhr Sehr lobenswert Herr Zwanziger, aber warum erst jetzt soviel Zivilcourage und nicht als Sie noch DFB-Präsi waren? -
juradvo
Donnerstag, 28.06.2012, 16:57 Uhr Wer ist Zwanziger? Wer würde ihn vermissen?
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