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11.06.2012, 20:15 Uhr

Frankreich und England 1:1 zum Auftakt

Donezk (dpa) - Mit schnödem Ergebnisfußball haben Frankreich und England zum Auftakt der EM viele Wünsche offengelassen. In einer von Taktik und Kampf geprägten Partie trennten sich beide Teams am Montag in Donezk 1:1 (1:1) und konnten ihre Ambitionen auf das Viertelfinale noch nicht untermauern.

"Es war frustrierend. Es hat sich angefühlt als wären sie mit 15 Mann auf dem Platz. Sie haben gespielt wie Chelsea gegen Barcelona", sagte Frankreichs Außenverteidiger Patrice Evra.

Während das Team von Nationaltrainer Laurent Blanc angesichts spielerischer Überlegenheit dem verpassten ersten Sieg bei einem großen Turnier seit sechs Jahren nachtrauerte, zeigten sich die Engländer mit dem Punkt zufrieden. "Wir wären über einen Sieg froh gewesen, aber das Unentschieden passt uns gut. Wir müssen sehen, dass wir nach dem nächsten Spiel vier Punkte haben", sagte Englands Kapitän Steven Gerrard.

Mit schnödem Ergebnisfußball hatten Franzosen und Engländer viele Wünsche offengelassen. Englands Innenverteidiger Joleon Lescott (30. Minute) ließ mit seinem Führungstreffer den gesperrten Stürmerstar Rooney auf der Tribüne jubeln. Nach Vorlage von Bayern-Star Ribéry erzielte Samir Nasri (39.) vor etwa 48 500 Zuschauern in der nicht ausverkauften Donbass-Arena den Ausgleich.

England konnte erneut in einem Auftaktspiel nicht gewinnen und steht in der zweiten Partie am Freitag gegen Schweden weiter unter Druck. "Ich muss mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die Franzosen sind eine gute Mannschaft. Wir haben sie im Schach gehalten und es gab nicht viele Situationen, in denen ich in Panik geraten wäre", sagte Trainer Roy Hodgson.

Auch die nun seit 22 Spielen ungeschlagenen Franzosen können sich im nächsten Spiel gegen Co-Gastgeber Ukraine keinen Ausrutscher leisten. "Man muss zufrieden sein. Wir haben zu ängstlich gespielt", sagte Trainer Laurent Blanc. "Paradoxerweise haben wir ein Gegentor gebraucht, um initiativ zu werden. Ein Auftaktspiel ist schwierig. Ich kann damit leben. Am Ende haben beide Mannschaften gesehen, dass ein Remis okay ist."

Nach nervösem Beginn beider Teams sah Tribünengast Rooney im weißen Team-Poloshirt in der 15. Minute die erste gelungene Aktion. James Milner umkurvte Hugo Lloris im französischen Tor, schoss aber aus spitzem Winkel vorbei.

Frankreich war den Engländern technisch deutlich überlegen, doch das HodgsonTeam ließ der Équipe Tricolore wenig Raum zur Entfaltung. Die Folge: Das Spiel verstrich ohne Glanzpunkte - bis zur 30. Minute. Eine Freistoßflanke von Gerrard köpfte Lescott zu seinem ersten Länderspieltor für England ein. Die Fans sangen Football is coming home".

Frankreich erhöhte notgedrungen den Druck und verlagerte das Spiel mehr und mehr in die englische Hälfte. Nach einem Freistoß von Nasri bot sich Alou Diarra (35.) gleich eine doppelte Kopfballchance. Joe Hart im englischen Tor parierte reaktionsschnell. Nasri ließ seinem Teamkollegen von Man City kurz darauf keine Chance. Nach kurzem Zuspiel von Ribéry traf er per Distanzschuss zum Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit zogen sich die Franzosen wieder etwas zurück. England konnte aber keine gefährlichen Aktionen starten. Auf einen Schuss auf's Tor warteten die Anhänger der Three Lions vergeblich. Auch die Franzosen waren wenig zielstrebig. Ribéry mühte sich, wurde jedoch von mindestens zwei Kontrahenten gestört. Ein zu großes Risiko wollte keines der beiden Teams mehr eingehen.

Der große Spielplan der Europameisterschaft 2012. >

Auch Rooney dürfte sich auf der Tribüne fast schon gelangweilt haben. Erst in den Schlussminuten schnellte der Puls nochmals in die Höhe. Jungstar Danny Welbeck fälschte einen Schuss von Yohan Cabaye (80.) gerade noch zum Eckball ab. Karim Benzema (84.) konnte eine letzte Chance nicht nutzen.

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8 Meinungen zu "Hohe Ambitionen, kein Sieger"

  • schieber1
    Dienstag, 12.06.2012, 13:22 Uhr
    @derAnonyme Genauso war es................, das muß man aber auch beherrschen. Dass sie es können hat Chelsea in München gezeigt. Da hat es auch funktioniert. 4 Torschüsse ein Tor, sowas nennt man effektiv.
  • Andreina
    Dienstag, 12.06.2012, 11:16 Uhr
    Halbfinale gegen "uns"???? Spielst du denn auch mit?? ;)
  • Spacebo
    Dienstag, 12.06.2012, 10:48 Uhr
    Frankreich:England war ja gestern ein Grottenspiel jetzt muß man mal klar sagen, von den ganzen Favoriten hat bis jetzt nur Deutschland 3 Punkte geholt. Die Anderen haben mehr oder weniger gepatzt. Weiter so Deutschland !!!!!!!!
  • BerlinerIII
    Dienstag, 12.06.2012, 10:30 Uhr
    Warum auf England schimpfen? Das die zu schlecht sind, um bei der EM was zu reissen war doch vorher längst klar. Für die ist ein Remis gegen Frankreich schon ein Erfolg. Frankreich dagegen ist eigtl. groß im kommen und war für mich ein Geheimfavorit auf´s Halbfinale gegen uns, aber so einfallslos wie die spielen, scheitern sie wahrscheinlich sogar schon im Viertelfinale gegen Italien. Ein schwaches Spiel, ähnlich wie D. gegen Portugal
  • derAnonyme
    Dienstag, 12.06.2012, 10:03 Uhr
    @Schieber: Leistungsgerecht? Die Engländer hatten grade mal 4 Torschüsse! Die haben nichts anderes gemacht als mit zwei 4-er-Ketten hinten rumzustehen! Grausam, da war das Spiel Deutschland-Portugal ja der Knaller dagegen!
  • urmelei
    Dienstag, 12.06.2012, 08:39 Uhr
    Meine Güte spielten die Engländer grottenschlecht. Wollen die spielen oder einfach nur das Spiel kaputt machen? Ein Unentschieden ist nie zufriedenstellend. Und so zu spielen um sich vielleicht am Ende wenn es darauf ankommt ins Elfmeterschiessen zu retten, da man da vielleicht die einzige Chance sieht das Spiel zu gewinnen, siehe Chelsea gegen Bayern, hat nach meinem Verständniss nichts mehr mit Fussball "spielen" zu tun!!! Was mir leider auffällt, nicht nur bei diesem Spiel, sind die Fouls mit Ellenbogen Richtung Kopf, Hals oder Nacken. Was hat der Ellenbogen da zu suchen, eine fürchterliche Unart, die immer häufiger zu sehen ist. Diese Art Fouls sollten noch deutlicher und härter bestraft werden.
  • schieber1
    Dienstag, 12.06.2012, 08:16 Uhr
    Ein leistungsgerechtes Unentschieden. Mehr war auch nicht zu erwarten.

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