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23.06.2012, 16:30 Uhr

Maulwurf-Affäre stört Löw

Danzig (dpa/ae) - Der Bundestrainer ärgert sich über den Maulwurf, macht sich aber offenbar keine großen Hoffnungen auf eine strikte Geheimhaltung der Aufstellung vor den kommenden EM-Begegnungen im Halbfinale oder dem möglichen Endspiel. "Es ist nicht nachzuvollziehen, wie das passiert ist. Letztendlich wird man das auch nicht herausfinden", sagte Joachim Löw nach dem 4:2-Erfolg gegen Griechenland in Danzig fast schon resignierend.

Sein tagelang geheim gehaltener Überfallplan gegen Griechenland mit drei neuen Spielern in der Offensive sickerte nach der internen Bekanntgabe der Aufstellung wenige Stunden vor dem Anpfiff der Viertelfinalpartie doch an die Öffentlichkeit durch. Einige Medien informierten vorab über die überraschende Nominierung von Miroslav Klose, Marco Reus und André Schürrle für die Startformation.

"Das ist nicht in meinem Sinne, wenn das passiert", sagte Löw und klagte: "Es müssen nicht schon frühzeitig die Karten auf dem Tisch liegen." Aufgegangen war sein Plan dennoch, Klose und Reus gehörten sogar zu den Torschützen.

Der große Spielplan der Europameisterschaft 2012. >

Löw rätselt über die undichte Stelle: "Ich kann mir das auch nicht genau erklären, woher das kommt." Noch vor dem Spiel gegen die Griechen habe er die Problematik mit der Mannschaft "thematisiert".

Der Bundestrainer habe deutliche Worte gewählt, berichtete am Samstag Schürrle. "Klar ist er nicht erfreut darüber. Das ist sehr unglücklich. Irgendwo muss da wohl ein Leck sein. Ich denke, in der Mannschaft ist es nicht zu finden." Auch Reus äußerste sich verblüfft und ratlos: "Ich weiß nicht, wer der Maulwurf ist."

Die Aufstellung gibt Löw an Spieltagen um die Mittagszeit in einer Sitzung bekannt. Schon vorher wissen allerdings einzelne Spieler, dass sie auflaufen werden. "Klar, dass die Spieler mit ihren Beratern, Freunden oder wem auch immer mittags telefonieren, sei es aus Freude, dass sie spielen, sei es aus Enttäuschung", berichtete Löw und stellte fest: "Von den Spielern kommt es auf jeden Fall nicht, diese Rückversicherung habe ich. Es sind andere Kanäle, wo es durchsickert." Auch vor anderen Spielen waren Namen durchgesickert.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation vor dem Halbfinale entwickeln wird. Die bange Frage: Wird erneut über Löws Aufstellung geplappert? Doch eigentlich muss sich Löw nicht ärgern. Bislang kann man die vorherige Bekanntgabe seiner Startelf auch als ein gutes Omen sehen: Verloren haben seine Jungs trotz Maulwurf nicht.

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56 Meinungen zu "Maulwurf-Affäre stört Löw"

  • silvio321
    Sonntag, 24.06.2012, 15:34 Uhr
    Egal wir holen auch so den POTT
  • cagarrutas12
    Sonntag, 24.06.2012, 15:08 Uhr
    MAULWURF ist............... merkel ............... hehheheheh
  • axel0228
    Sonntag, 24.06.2012, 14:59 Uhr
    Löw soillte sich um die Aufstellung der Manschaft kümmern. Deutschland hat gegen Spanien oder Italien keine Chancen. Man sollte vom hohen Roß absteigen.
  • a1ex
    Sonntag, 24.06.2012, 14:50 Uhr
    Hallo Jungs - Miro Klose, Reus, Schürrle u. alle anderen auch - tolles Spiel gegen die Griechen, die stärker waren, als man sie in den Kommentaren einschätzte ... EUER Mut und euer tolles Spiel - 1 gegen 1 und jeder für den anderen auch defensiv ... - damit packt ihr es gegen JEDE andere Truppe auch ... Kommt unverletzt weiter -- viel Glück wünschen wir Euch alle !!!
  • gerddieter2
    Sonntag, 24.06.2012, 14:12 Uhr
    Hallo Löw, lass doch mal die Raeumlichkeiten und Besprechungsraeume nach versteckten Wanzen scannen, vieleicht ist dort die undichte Stelle. Wie auch immer, hauptsache Ihr konzentriert Euch weiter auf das Endziel, Europameister zu werden. Die groesste Huerde steht Euch noch bevor ... Portugal !!!!!
  • ibschim
    Sonntag, 24.06.2012, 14:08 Uhr
    Wenn das für Herrn Löw ein Problem ist, dann Gute Nacht! Lächerlich!

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