Zur mobilen Ansicht wechseln

27.07.2012, 12:22 Uhr

Smoothies selber machen: Bunte Früchte zum Trinken

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Eine Banane, ein paar Weintrauben und ein Stück Melone - fertig ist die gesunde Zwischenmahlzeit. Denn gemixt und mit Wasser oder Tee verdünnt, ergibt das einen Smoothie. Erlaubt ist dabei, was einem selbst am besten schmeckt.

Smoothie mit Kiwi Erlaubt ist, was gefällt: Für einen fruchtigen Smoothie bieten sich nicht nur heimische, sondern auch exotische Früchte wie Kiwi oder Bananen an. © dpa /  Mascha Brichta

Jeden Tag frisches Obst und Gemüse essen - das nehmen sich viele vor. Doch nicht überall, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Stattdessen scheitert es oft an zu wenig Zeit, an einem zu hektischen Alltag. Smoothies scheinen da wie eine einfache Lösung, sind sie doch Obst und Gemüse zum Trinken. Smoothies braucht man aber nicht im Supermarkt zu kaufen. Sie sind auch schnell selbst gemacht.

"Smoothies sind Getränke aus ganzen Früchten", erklärt Klaus-Wilfried Meyer vom Verband der Köche Deutschlands in Frankfurt. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten werden mit Hilfe eines Mixers fein püriert. "Smooth" kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie glatt oder weich - eben so, wie die Getränke sich im Mund anfühlen. "Der Vorteil von Smoothies ist, dass man mit ihnen ziemlich unkompliziert seinen Tagesbedarf an Obst und Gemüse decken kann", sagt Meyer. Außerdem sei es bequemer, ein paar Früchte durch den Mixer zu jagen, als sie einzeln zu essen.

"Bei selbst gemachten Smoothies kann man viel experimentieren", sagt die Ökotrophologin Astrid Büscher aus Hamburg. "Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt." Gerade im Sommer seien beispielsweise alle Beerensorten, Melonen, Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche bestens geeignet. "Die sind sehr saftig." Gut sei auch, möglichst vollreife Früchte zu verwenden, da deren Geschmack meist besser sei.

Kennen Sie sich mit Obst und Gemüse aus? Testen Sie's im Bilderquiz! >

Sind die Früchte gemixt, ergibt das oft einen dickflüssigen Brei. Zum Trinken ist das noch nicht wirklich geeignet - deswegen sollte noch etwas Flüssigkeit dazu kommen. "Man kann Mineral- oder Leitungswasser, Eiswürfel oder Saft nehmen", empfiehlt Buchautorin Büscher. "Lecker ist auch kalter Früchtetee, da er gute Akzente setzt." So passe zum Beispiel Pfefferminztee bestens in einen Smoothie mit Honigmelone.

Besonders schnell geht es mit Tiefkühlfrüchten wie Himbeeren oder Blaubeeren. "Wird davon eine Handvoll mit kaltem Mineralwasser und einem Becher Naturjoghurt gemixt, schmeckt das sehr erfrischend", sagt Büscher. Wem ein Smoothie aus Früchten allein zu langweilig ist, der könne etwas Vanille oder Zimt dazugeben oder es mit einem Spritzer Zitrone versuchen.

Eine andere Variante sind grüne Smoothies. Die bekämen ihre Farbe durch grüne Blätter wie Salat oder Babyspinat, sagt der Rezeptbuchautor Burkhard Hickisch aus Berlin. Möglich seien außerdem Wildkräuter wie Klee, Löwenzahn oder Brennnessel, junges Getreide sowie das Grün von Radieschen, Möhren oder Kohlrabi.

Smoothy

Wer morgens nicht viel essen möchte, sollte zu diesem Drink greifen. >

"Weil grüne Blätter oft bitter und streng schmecken, werden sie im Mixer zur Hälfte mit süßen Früchten wie Apfel oder Banane kombiniert." Die Hinzugabe von Wasser gibt dem grünen Smoothie die gewünschte Konsistenz, erläutert Hickisch. Durch die grünen Blätter seien diese Smoothies voller Vitalstoffe wie Vitamine und Mineralien. "Das gibt dem Körper Energie."

Einen Haken haben Smoothies aber. "Ständig nur Smoothies zu trinken, ist nicht optimal", sagt Küchenmeister Meyer. Schließlich würden dabei zum einen die Zähne kaum genutzt, zum anderen sei es ein einseitiger Genuss, Früchte nur zu trinken. "In einen knackigen Apfel zu beißen, ist ein anderes Erlebnis, als ihn püriert zu trinken."

Als Zwischenmahlzeit sind Smoothies dennoch immer wieder gut geeignet. "Das Gute ist, dass man eine größere Palette an Obst und Gemüse miteinander mischen kann, als man es wahrscheinlich sonst am Tag essen würde", sagt Meyer. Ökotrophologin Büscher ergänzt: "Smoothies sind sehr wandelbar - mit zarten Haferflocken oder Dickmilch wird daraus zum Beispiel ein trinkbares Müsli, ein Frühstück-Ersatz." Darüber hinaus könne man den Smoothie so stark mit Wasser verdünnen, dass er die Konsistenz eines Saftes habe. "Dann kann man ihn über den Tag verteilt wie einen Durstlöscher trinken."

Literatur:

- Astrid Büscher: Smoothies, Shakes und Powerdrinks: 180 Ideen für mehr Spaß im Glas. Stiftung Warentest. 176 S. 16,90 Euro, ISBN 978-3868510393

- Christian Guth und Burkhard Hickisch: Grüne Smoothies. GU. 128 S. 12,99 Euro, ISBN 978-3833826177

In Thermobecher oder Flasche mitnehmen

Smoothies eignen sich bestens zum Mitnehmen ins Büro, zur Uni oder zur Schule. "Sie werden morgens innerhalb weniger Minuten gemixt und können jeden Tag frisch zubereitet werden", sagt die Ökotrophologin Astrid Büscher. Wer mag, füllt den Smoothie einfach in eine gut verschließbare Flasche. "Praktisch sind aber auch die Thermobecher, in die sich viele Menschen ihren Kaffee für unterwegs einfüllen." Die Becher können Getränke, die zum Beispiel mit Eiswürfeln gemischt wurden, kühl halten - und fertig ist der "Smoothie to go".

Alle News vom: 27. Juli 2012 Zur Übersicht: Essen & Genießen

Bisher wurde hierzu noch keine Meinung abgegeben. Aber Sie haben doch bestimmt eine!

Was der Kühlschrank hergibt...

Suche nach Zutaten

Rezept-Klassiker für jeden Tag
Wiener Schnitzel

Diese Evergreens schmecken allen!

Spargel, weiß und grün

Klassiker: Spargel pur mit zerlassener Butter und neuen Kartoffeln. >

Schokolade

So gelingt Ihnen die perfekte Trinkschokolade. >

Garnelen zum Trocknen in Indien

Lange unbekannte Geschmacksrichtung kann Speisen bereichern. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Smoothies selber machen. So einfach können Sie die gesunde Zwischenmahlzeit zubereiten.