Mieterbund: Viele Deutsche zahlen vorschnell höhere Miete
Bis zu 300 000 Mieterhöhungsforderungen im Jahr seien fehlerhaft, sagte der Sprecher des Deutschen Mieterbundes (DMB), Ulrich Ropertz. Jährlich würden zwei bis drei Millionen Mieterhöhungen in Deutschland verschickt, so die Schätzung seines Verbandes. Davon seien nach Erfahrungen der örtlichen Mietervereine sogar mehr als 30 Prozent falsch, unzulässig oder unbegründet.
Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf den DMB berichtet, Mieter zahlten jedes Jahr mehr als 250 Millionen Euro zu viel an ihre Vermieter. "Zu viele Mieter akzeptieren die Mieterhöhungsforderungen der Vermieter anstandslos, anstatt sie vorher auf Rechtmäßigkeit zu überprüfen", sagte Ropertz.
Hauptfehler bei Mieterhöhungen auf die sogenannte ortsübliche Vergleichsmiete sind dem Mieterbund zufolge, dass keine ordnungsgemäße Begründung vorliege, die Wohnungsgröße falsch berechnet und die Jahressperrfrist nicht beachtet sei. Der Vermieter dürfe frühestens ein Jahr nach der letzten Erhöhung die Miete erneut anheben. Werde die Überlegungsfrist des Mieters hinzugerechnet, gelte die Erhöhung erst 15 Monate nach der letzten. Wirksam werde sie erst, wenn der Mieter zustimmt. Tut er das nicht, muss der Vermieter die Erhöhung einklagen.
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