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Private Vorsorge

Die wichtigste Ergänzung zur staatlichen Rente ist die private Vorsorge. Dies ist allerdings keine neue Erkenntnis. Aufgrund wachsender Versorgungslücken im Alterempfehlen Rentenexperten schon seit langem eine zusätzliche private Absicherung.

VonRobin Heimann

Hinzu kommt aber, dass der Gesetzgeber die private Vorsorge in Form der "neuen Rente" (Riester-Rente) seit einiger Zeit aktiv fördert. Die Privatvorsorge ist kapitalgedeckt. Das heißt, jeder Ihrer ersparten Euro wird zuzüglich Zinsen wieder an Sie in Form einer lebenslangen Rente oder als Einmalbetrag ausgezahlt. Deswegen sind die Renditen höher als bei der staatlichen Vorsorge.

Die wichtigsten Formen der privaten Altersvorsorge sind private Rentenversicherungen, Banksparpläne und Investmentfonds. Bei der Auswahl der geeigneten Produkte spielen Ihre Renditewünsche, Risikobereitschaft und persönliche Vorlieben eine Rolle.

Versicherungen, Banken und Investmentgesellschaften haben auf die Reform der Altersvorsorge reagiert, und die Verbraucher können mittlerweile aus einer Fülle an staatlich geförderten Produkten wählen. Grundsätzlich aber gibt es drei Alternativen zur privaten Altersvorsorge:

Private Rentenversicherung: Herkömmliche Altersvorsorge; bei nicht staatlich geförderten Versicherungsverträgen ist eine einmalige Auszahlung möglich.

Fondsgebundene Rentenversicherung und Investmentfonds: Die Einzahlungen werden am Kapitalmarkt investiert, hohes Risiko bei hohen Renditechancen.

Kapital-Lebensversicherung: Kombination aus Renten- und Lebensversicherung, bei der ein Teil der Einzahlungen zur Absicherung von Angehörigen im Todesfall dient.

Eine private Altervorsorge ist mittlerweile unverzichtbar. Nicht immer aber muss es eine staatlich geförderte sein. Eine "Riester-Rente" ist beispielsweise komplett einkommensteuerpflichtig, während bei nicht geförderten Renten nur der so genannte Ertragsanteil der Steuerpflicht unterliegt. Staatlich geförderte Renten unterliegen zudem zahlreichen Einschränkungen: Vorzeitige Auszahlungen oder eine Vererbung vor Rentenbeginn sind nur zulagenschädlich möglich, d.h. alle Förderbeträge müssen zurückgezahlt werden.

Demnach gilt, dass es keine vorgefertigte Lösung zum Schließen der Versorgungslücke gibt. Die jeweiligen Maßnahmen müssen auf jede Person indivuduell zugeschnitten werden - nur so kann eine optimale Vorsorge gewährleistet werden.

Alle News vom: 1. Dezember 2011 Zur Übersicht: Finanzen

3 Meinungen zu "Private Vorsorge"

  • Treibsand
    Dienstag, 28.09.2010, 08:11 Uhr
    "Vorsorge hat immer einen bitteren Beigeschmack. Es erfordert Verzicht auf dies und das." DAS wäre nicht so das Problem – mal 20 Euro im Monat abzwacken geht ja irgendwie. Dummerweise wird "Private Vorsorge" später von der Rente ABGEZOGEN. Man darf sozusagen 2 x einzahlen für 1 x auszahlen...
  • Bubgebube
    Montag, 27.09.2010, 13:48 Uhr
    Vorsorge hat immer einen bitteren Beigeschmack. Es erfordert Verzicht auf dies und das. Auch mit 10 € monatlich kommt man in gewisser Zeit auf eine kleine Summe. Viele meiner jüngeren Kollegen halten nichts von Vorsorge. Sie möchten das Leben genießen und leben heute. Unabhängig davon sollte jedoch dem Bürger nicht die ganze Rentenleistung auferbürdert werden. Der Staat zieht sich langsam schleichend aus der Verantwortung zurück. Dann wird es in rund 40 Jahren der große Knall geben, wenn keiner mehr Geld zum einkaufen hat. Letztendlich sollte man die "Vorsorge-Anbieter" kräftig auf die Finger schauen und sich genau vorher informieren. Riester-Rente lohnt sich für Geringverdiener sowieso nicht, da bei Beantragung einer Grundversorgung , das Riester-Guthaben voll mit eingerechnet werden.
  • Treibsand
    Montag, 27.09.2010, 12:55 Uhr
    Klar! Fürstliche Gehälter bieten bestimmt die Möglichkeit, etliches an die Seite zu Schaufeln. Für uns dumme Arbeitnehmer stellt sich die Frage: Private Vorsorge – VON WAS?
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