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07.09.2011, 05:30 Uhr

Hartz-IV-Bezieher: Per Minijob zu Rentenansprüchen in Kooperation mit Biallo.de

Zeiten des Bezugs von ALG II bringen seit Anfang 2011 keinerlei Rentenansprüche mehr. Doch es gibt eine Ausnahme – und zwar für die rund 750.000 Hartz-IV-Bezieher, die ganz legal einen Minijob haben und damit sogenanntes „aufstockendes Arbeitslosengeld II“ erhalten.

Bezieher von Hartz-IV-Leistungen sind seit Anfang 2011 in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr versicherungspflichtig. Wer ALG II bezieht, erwirbt damit keine Rentenansprüche mehr, auch keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Lediglich ein bereits bestehender Anspruch auf Erwerbsminderungsrente bleibt erhalten.

Soweit sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben, sind auch ALG-II-Bezieher natürlich über ihren Job rentenversichert. Daran ändert sich durch den ALG-II-Bezug nichts. Doch die meisten ALG-II-Bezieher, die einer Beschäftigung nachgehen, üben einen Minijob aus. Minijobber sind jedoch grundsätzlich von der Verpflichtung befreit, sich in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zu versichern. Aber auf diese Befreiung können sie auch verzichten und sich somit pflichtversichern und das lohnt sich gerade für ALG-II-Bezieher. Schriftlicher Verzicht auf Versicherungsfreiheit

Das geht nach Paragraph 5 Absatz 2 des sechsten Sozialgesetzbuchs durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber. Die Verzichtserklärung hat zur Folge, dass die Arbeitnehmer die vom Arbeitgeber ohnehin gezahlten Rentenversicherungsbeiträge aufstocken müssen. Der Arbeitgeber zahlt bei einem gewerblichen Minijob einen Pauschalsatz von 15 Prozent an die Rentenversicherung. Der Minijobber muss den Beitrag dann um 4,9 Prozent aufstocken, damit der derzeit normale Beitragssatz von 19,9 Prozent erreicht wird. Bei einem Minijob im Privathaushalt wird der niedrige Arbeitgeberbeitrag von fünf Prozent ebenfalls (hier um 14,9 Prozent) auf 19,9 Prozent aufgestockt.  

Weitere Informationen zum Thema "Rentenansprüche" finden Sie unter www.biallo.de

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© Biallo.de

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8 Meinungen zu "Per Minijob zur Rente"

  • Fatima
    Donnerstag, 08.09.2011, 11:36 Uhr
    Die Minijobber für 1 Euro die Stunde müssen davon noch das Fahrtgeld zur Arbeit und das Essen, Kleidung mitbringen. Die Rechnung stellt sich dann so dar: 2,70 Euro Weg mit Bus oder Bahn zur Arbeit, 2,00Euro trinken und Brötchen, Hygiene, Arbeitskleidung und Wäsche 3-10 Euro. Der Minijobber muss doppelt so lange arbeiten, um bei laufenden Kosten etwas für die Rente abzuzweigen. Wenn Bürokratenmathe weh tun könnte, würde nur noch Geschrei aus ihren Finanzbunkern dröhnen!
  • FatTarzan
    Mittwoch, 07.09.2011, 15:16 Uhr
    Bevor man sich immer wieder neue Ausgaben erdichtet, die die Arbeitslosen von ihrem peinlich-jämmerlich-kümmerlichen Bedarfssatz auch noch abdrücken sollen, wäre ein prinzipielles Umdenken der Regierenden angesagt. Zur Abwechslung könnte man auch einmal solche fremdartig-skurrilen Begriffe wie "Menschenwürde", "Vernunft" oder "Gerechtigkeit" in diesem Denken berücksichtigen. Wäre mal etwas ganz Neues. Der einzige Begriff, den Merkel, Rösler und ihre Komplizen wirklich ernst nehmen, ist "Wunscherfüllung für Lobbyisten + Spekulanten". Wie armselig .....
  • Strumenblaus
    Mittwoch, 07.09.2011, 15:05 Uhr
    Ach wenn das so ist - ja dann würd ich sagen JEDER wird jetzt 400€ jobber und bezieht dann in der Rente Aufstocker ... anscheinend können wir s uns leisten! =)
  • FatTarzan
    Mittwoch, 07.09.2011, 14:52 Uhr
    Hartz4-Empfänger sollen etwas für ihre Rente tun? WOVON DENN ??? Diese Verlautbarungen sind doch der reine Zynismus und pure Menschenverachtung. Selbst wenn sich ein Arbeitsloser ein paar Euro spart, indem er noch mehr Verzicht übt (etwa Gras fressen statt Brot), wird er selbst nie etws davon haben. Kein bisschen! Altersarmut ist von der Schwarz-Geld-Koalition gewollt. Die Vermögenden und die Beamten können ihren Wohlstand doch erst so richtig geniessen, wenn es ein Hungerproletariat zu besichtigen gibt. Danke, Merkel und Rösler! Danke, Ursel von den Laien!
  • Ruedi2
    Mittwoch, 07.09.2011, 13:18 Uhr
    Schönes Beispiel dafür, wie wir von den Medien verblödet werden sollen. Auf Hartz 4 Niveau kommt in 100 Jahren keine Rente zusammen, die über dem Sozialhilfesatz liegt. Dieser Artikel ist mal wieder eine absolute Frechheit!
  • dieturmfalkin
    Mittwoch, 07.09.2011, 11:24 Uhr
    was für ein gequirlter Schwachsinn. Irgendwann haben die meisten doch mal in die Rentenkasse eingezahlt; wenn es dann nicht reicht wird auf Sozialhilfeniveau aufgestockt. Aber nur in der Höhe bis....für viele dürfte es unterm Strich schnuppe sein, ob sie 200 € oder 500 € Aufstockung erhalten, das Ergebnis ist das Gleiche.
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