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18.02.2012, 05:50 Uhr

Wegweiser durch die Öko-Warenwelt in Kooperation mit

Ob „vollwertig“ oder „naturbelassen“, aus „kontrolliertem“ oder „integriertem Anbau“ – wo phantasievoll der Eindruck von „Bio“ erweckt werden soll, steckt selten auch Bio drin. Denn das garantieren nur die zertifizierten Bio-Siegel. Wir stellen die wichtigsten vor.

Fertiggerichte aus natürlichen Zutaten, delphinfreundlich gefangener Fisch, Fleisch aus tiergemäßer Haltung oder Obst und Gemüse aus integrierter Landwirtschaft was den Eindruck von hochwertigen, umweltfreundlich und biologisch erzeugten Lebensmitteln erwecken soll, erweist sich bei näherem Hinsehen häufig als frecher Etikettenschwindel.

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Um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden oder auch einen höheren Preis zu rechtfertigen, sind in einem heiß umkämpften Markt eben Vielen viele Mittel recht. Umso wichtiger sind für den Verbraucher verlässliche Wegweiser durch das immer vielfältigere Warenangebot und die Flut der unterschiedlichen Qualitätszeichen.

Allein für umweltfreundliche Produkte gibt es mittlerweile nach Schätzungen von Verbraucherschützern über tausend Label. Dazu zählen Eigenmarkenzeichen von Herstellern, Handelsketten oder Erzeugergemeinschaften, die oftmals nur regional verbreitet sind wie beispielsweise die VON HIER-Produkte des schwäbischen Lebensmittelhändlers Feneberg oder das norddeutsche Bentheimer Weideschwein, ebenso wie die strengen Richtlinien unterliegenden Bio-Siegel der Anbauverbände.

Wo auch Öko drin ist

Erste Orientierung im Label-Dschungel bieten die Begriffe Bio und Öko. Sie dürfen - in allen Varianten - gemäß der bereits seit 1993 geltenden EU-Öko-Verordnung nur für Lebensmittel verwendet werden, die deren Kriterien erfüllen. Die wichtigsten sind: das Verbot von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, mineralischen Düngern, gentechnisch veränderter Organismen, der Bestrahlung von Lebensmitteln und der meisten Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker und Stabilisatoren sowie die Einhaltung der exakten Maßgaben artgerechter Tierhaltung und mehrheitlich ökologisch produzierter Futtermittel.

Das wird vom Anbau bis zur Verarbeitung überprüft und durch die Kontrollnummer dokumentiert. In Deutschland kann sie z.B. lauten DE-012-Öko-Prüfstelle. Für eine bessere und einheitliche Kennzeichnung von Bio-Produkten wurden Ende der 90er Jahre das erste EU- und 2001 das sechseckige deutsche Bio-Siegel eingeführt. Seitdem boomt der Bio-Markt und mit ihm seine Logos.

Mehr zu den Siegeln der Anbauverbände lesen Sie bei Geldsparen.de

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