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17.06.2012, 14:20 Uhr

Niederländer siegt bei Flippermeisterschaften

Bremen (dpa) - Seine Leidenschaft fürs Flippern entdeckte er als Kind in Kneipen: Seit Sonntag ist der Niederländer Taco Wouters nun auch Sieger der Deutschen Meisterschaft.

Erst weit nach Mitternacht setzt er sich in Bremen gegen 127 Konkurrenten aus ganz Europa durch und gewinnt die offene deutsche Flipper-Meisterschaft, bei der auch Teilnehmer anderer Länder mitmachen dürfen. Als bester Deutscher belegt der zweimalige deutsche Meister Andreas Harre aus Burgdorf bei Hannover den zweiten Platz.

"Ich spiele schon seit meinem zehnten Lebensjahr", sagt der 34-jährige Wouters. Seine etwas unorthodoxe Spielweise ist zugleich sein Markenzeichen. Die Hände immer drückbereit an den beiden Knöpfen, steht er locker vor dem blinkenden Spielgerät. Ab und zu springt er hoch, wenn es eng wird und jagt die kleine Metallkugel weiter durch den Automaten. Immer wieder feuert er sich selbst an oder ärgert sich lautstark über verpasste Chancen.

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Das Erfolgsrezept des Holländers ist denkbar einfach: "Man muss entspannt sein, sich keine Gedanken machen und Vertrauen in sich selbst haben", verrät Wouters. Gute Reflexe seien zudem sehr wichtig. Nach zwölf Stunden Flippern ist aber auch er erschöpft. "Ich muss jetzt noch vier Stunden nach Hause fahren."

Im heimischen Sittard nahe der deutsch-niederländischen Grenze, hat Wouters sechs Flipper in der Garage. "Ungefähr zwei Stunden pro Woche trainiere ich noch", sagt der Umweltexperte der niederländischen Regierung. Früher sei es wesentlich mehr gewesen, aber wegen seiner zwei Kinder finde er nur noch selten Zeit dafür.

Reich wird Wouters durch seinen jüngsten Triumph ohnehin nicht. "Wir spielen nicht um Geld- oder Sachpreise. Das würde die lockere Atmosphäre verfälschen", sagt der Präsident der German Pinball Association, Christian Bartsch. Es gehe nur um Ruhm und Ehre.

Der 49-jährige Andreas Harre wollte als bester Deutscher dennoch nicht wie sonst bei dem Wettbewerb üblich den deutschen Meistertitel für sich beanspruchen. "Ich habe schon oft genug gewonnen", sagt der zweimalige Deutsche Meister und ehemalige Vize-Weltmeister. Die Endrunde der besten vier Spieler hatten zudem der Hamburger Matthias Flügge und der Niederländer Albert Nomden erreicht.

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