Wer wissen möchte, wie gefährlich Radfahren für Kinder sein kann, muss sich nur mal gegen Mittag eine Viertelstunde an einen Radweg in der Nähe einer Schule stellen. Im Minutentakt kommt es da fast zu Zusammenstößen, es wird selbstverständlich ohne Rücksicht auf Verluste nebeneinander gefahren und so manches Gefährt aus dem Baumarkt oder Opas Keller ist in kaum verkehrstüchtigem Zustand.
Trotz dieser Gefahrenquellen gehört der eigene Nachwuchs auch auf die Straße: Wenn Eltern ihren Kindern Freiräume lassen und sie positiv in ihrer Selbstständigkeit bestärken, können Kinder selbstbewusster werden, weiß Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Dagmar Bergs-Winkels. Aber trotz aller Freiräume sollten Eltern auf eine möglichst hohes Maß an Sicherheit bestehen:
Das Rad
Leider sind viele Kinderfahrräder, die es im Handel gibt, von relativ schlechter Qualität. In Tests der letzten Jahre schnitt selbst manch teures Markenprodukt für über 300 Euro nicht gerade gut ab. Ökotest fasste die Ergebnisse aus dem Jahr 2010 so zusammen: Überwiegend sind die Räder lieblos und billig produzierte Massenware, viele Details sind nicht kindgerecht. Gerade bei billigen Bikes aus dem Baumarkt sind die verbauten Materialien sogar in vielen Fällen höchst fragwürdig. Von schnellen Rahmenbrüchen, fehlenden Schutzpolstern oder einfach gesparten Sicherungen der Achsräder reichen die Mängel.
Wer also ein Schnäppchen machen möchte, muss sehr genau beim Kauf hinschauen und eventuell auch am besten öfter sämtliche Teile auf ihre Funktion kontrollieren. Hier gibt es eine sehr ausführliche Übersicht, was Fahrräder für verschieden Altersklassen können sollten. Grundsätzlich empfehlen Fahrradexperten für Kinderräder und auch noch Drahtesel für Jugendliche eher eine einfache und dafür robuste Technik. Also lieber keine komplexe Federung, einfache Felgen- statt schicken Scheibenbremsen und besser etwas breitere, dicke Reifen statt schmaler, leichter Rennfahrerpneus. Sehr gute Qualität im Gesamtpaket für Kinder gibt es laut Ökotest zum Beispiel beim Puky ZL 18 und das kostet derzeit im Internethandel ab 180 Euro.
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