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29.06.2012, 10:24 Uhr

Immer mehr Elektrofahrräder auf deutschen Straßen

Stuttgart (dpa) - Elektrofahrräder sind im Trend: 2011 stieg die Zahl nach einer Auswertung des Auto Club Europa (ACE) um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Europavergleich liegt Deutschland vorn.

Mit 310 000 verkauften Fahrrädern machten die sogenannten Pedelecs mittlerweile einen Anteil von acht Prozent des gesamten Fahrradmarktes aus. "In den Städten sehen wir immer häufiger junge Berufspendler, die im Business-Anzug auf Pedelecs umsteigen", sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Pedelecs, bei denen der Fahrer vom Elektroantrieb beim Treten unterstützt wird, sind nicht zu verwechseln mit zulassungspflichtigen E-Bikes, die auch ohne Pedalkraft rein elektrisch bis zu Tempo 45 fahren. Die E-Bikes haben nur einen sehr kleinen Marktanteil.

Mittlerweile sind laut ACE rund 900 000 elektronische Fahrräder auf deutschen Straßen unterwegs. Der ACE geht von einem anhaltenden Trend aus, diese moderne Form der Mobilität bringe "mehr Komfort, Effizienz und Spaß auf einen Nenner." Im europaweiten Vergleich gilt Deutschland als der Top-Markt für Elektroräder. Mehr als jedes dritte Elektrofahrrad in Europa wird in Deutschland verkauft.

Einen Boom erlebt diese Art von Zweiradfahren auch in den Niederlanden und der Schweiz. Die Eidgenossen hätten mit zahlreichen Akku-Tankstellen den Servicegedanken schon sehr weit entwickelt, sagte Hillgärtner. Auch der herkömmliche Fahrradmarkt boomt laut ACE. 2011 wurden 3,74 Millionen Fahrräder verkauft - 300 000 mehr als im Vorjahr und ungefähr genauso viele wie 2009. Von der Politik fordert der ACE unter anderem eine bessere Infrastruktur für Radfahrer.

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6 Meinungen zu "Fortbewegung der Zukunft"

  • user1099
    Freitag, 29.06.2012, 15:55 Uhr
    1. Der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec ist nicht die Zulassung und insofern beleuchtet der Artikel eine wichtige Teilgruppe der elektrisch unterstützen Fahrräder nicht. Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit einem recht schwachen Motor und geringer Akkukapazität. Es dient nur der Hilfe beim Anfahren und bei Gegenwind auf ebener Strecke und bei leichten Steigungen. Ein E-Bike dagegen hat einen starken Motor und einen Akku mit hoher Kapazität. Es hilft beim Transportieren von hohem Gewicht (Zuladung des Fahrrads, nicht das Gewicht des Fahrers), bei starken Steigungen und bei langen Touren. Selbst bei höchster Beanspruchung haben E-Bikes mit einer Akku-Ladung eine Reichweite von 30km. Die kleinste Klasse der E-Bikes ist aber, entgegen dem Artikel, nicht Führerschein- und Versicherungs-pflichtig, da diese Klasse nur einen 250-Watt-Motor hat und in Deutschland per Softwaresteuerung künstlich auf 25 km/h Maximalgeschwindigkeit gedrosselt wird, auch wenn ein solches Rad schneller fahren könnte. 2. Der Sinn eines e-Bikes im Berufsleben (aber auch manchmal im Privatleben) liegt auf der Hand: wenn man kein Auto hat, oder Benzin sparen möchte, aber am Zielort nicht als schweißtriefendes Bündel eintreffen möchte, dann ist ein e-Bike genau das Richtige. 3. Für weniger sinnvoll halte ich in der Tat jene e-Bikes mit 500-Watt-Motor, denn wenn das Fahrrad ohne Tretbewegung beschleunigt, besteht der einzige Unterschied zum e-Motorrad, oder e-Roller in einer wesentlich geringeren Reichweite, einem geringfügig geringeren Gewicht und einem wesentlich geringeren Schutz im Falle von Unfällen. Ein e-Bike hat keinerlei Schutzverkleidung, wiegt aber dennoch 30kg oder mehr, das vollständige Aufladen einer Akkuladung dauert 4-5 Stunden ...
  • vankoch
    Freitag, 29.06.2012, 15:02 Uhr
    Wenn die Fahrradmenge zunimmt - dann auch der Veloklau!
  • Polly79
    Freitag, 29.06.2012, 14:13 Uhr
    also ich kann den Trend elektrische Fahrräder bei grad der jüngeren gesellschaft (vorwiegende anfang 20) auch nicht verstehen. man kann dann wirklich nicht mehr von fahrrad reden. bei älteren die es als unterstützung z.b bei bergen nutzen, kann ich es nachvollziehen. aber als jugentlicher kann man doch gut in die pedale treten. das sagen die ich hab ein fahrrad und fahre jeden tag. aber in endeffekt nutzen sie ja kaum ihre eigene kraft @tired...25km/h sind nicht viel das schafft jeder normale mensch auch und ich fahre auch jeden tag meine 15km auf arbeit. um nicht zu schwer verschwitzt zu sein, fahre ich eben frühs nicht so schnell und wenn doch. wechselklamotten mit und waschbecken gibts immer in ner firma...
  • Tired71
    Freitag, 29.06.2012, 13:49 Uhr
    @schnulli57: "Ich frage mich dabei immer wieder, warum nicht treten und Fit bleiben, hält gesund, bei Alten kann ich es ja verstehen, aber wenn ich lese, Businessanzug und Pedelec, da rennen doch wieder alle einem Trend hinterher, der wieder Müll verursacht, von dem noch keiner weiß wie er entsorgt werden soll." Hauptgrund fürs Pedelec ist, daß es einfach schlecht kommt, wenn man im Sommer total verschwitzt im Büro ankommt. Zweiter Grund: Die Strecke zur Arbeit darf natürlich etwa länger sein, wenn man elektrisch unterstützt wird, ohne gleich eine Stunde zur Arbeit zu brauchen...zulassungsfreie Pedelecs unterstützen bis 25 km/h. Was die Akku-Problematik angeht, sehe ich es so, daß die Umweltschäden, die ein Verbrennungsmotor über die Jahre hervorruft wohl die Schäden wesentlich überwiegt, die die Herstellung eines jahrelang nutzbaren Akkus verursacht, der abschließend dann noch recycled wird.
  • AircraftEngineer
    Freitag, 29.06.2012, 12:58 Uhr
    Das heist ELEKTRISCHE Fahrräder, nicht Elektronische Fahrräder... Auman...
  • schnulli57
    Freitag, 29.06.2012, 12:57 Uhr
    Das Thema ist sehr zwiespältig, da die Entsorgung der Akkus immer noch ein Problem darstellt, defekte Akkus neigen zum explodieren, dürfen nur in speziellen Schränken gelagert werden und müssen gekühlt werden. Beim PKW ist es das gleiche Thema, die Akkus werden nur geleast, nicht verkauft, warum wohl. Die Fahrradläden werden sich noch wundern, wenn der Gesetzgeber darauf reagiert. Ich frage mich dabei immer wieder, warum nicht treten und Fit bleiben, hält gesund, bei Alten kann ich es ja verstehen, aber wenn ich lese, Businessanzug und Pedelec, da rennen doch wieder alle einem Trend hinterher, der wieder Müll verursacht, von dem noch keiner weiß wie er entsorgt werden soll. Ist das Gleiche wie bei den Tablets, die neue Generation liegt in den Regalen, ist nicht kompatibel mit den Alten Systemen, wird weggeschmissen, so wird wieder Elektronikmüll produziert der in `Drittweltländern´ entsorgt wird. Dann haben die den Müll und wir sind ihn los.Na denn schöne neue Welt.
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