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11.07.2012, 10:18 Uhr

Abgefahren

Wellenreiten fern von jeder Meeresbrandung, fahrbare Turnschuhe, ein Fitness-​Stepper für unterwegs -​ immer ausgefallenere Funsportgeräte kommen auf den Markt. Sie holen Indoor-​Fitness an die frische Luft, den Skisport im Sommer auf die Straßen und Surfer-​Tricks auf den Asphalt, den heimischen Balkon oder sogar ins Wohnzimmer -​ und vor allem mitten in die Stadt: Wellenreiten ohne Wellen -​ Indoboarden ist die wahrscheinlich coolste Trockenübung überhaupt. Ursprünglich wurde das "Indo Board" als Trainingsgerät für Surfer entworfen. Das ovale Holzbrett mit griffiger Oberfläche wird auf einer Kunststoffrolle so lange wie möglich balanciert, ohne dass das Brett den Boden berührt.

Fitness-Übungen auf dem Brett

Wer es ohne Festhalten aufrecht stehend beherrscht, kann loslegen mit dem Einüben von Surf-​Tricks. Oder mit Liegestützen, Hanteln stemmen und anderen Fitness-​Übungen auf dem Brett. Für beides gibt es eine Trainings-​DVD. Als einfachere Variante kann man statt mit der Rolle mit einem flachen Luftkissen, dem "Indo Flo", üben.

Lassen sich steuern

Die Neuseeländer haben es erfunden, um über schlechte Straßen zu flitzen: Die Rollschuhe mit dem Namen "Skorpion Skates", die man sich unter normale Straßenschuhe schnallt. Anders als mit Inline-​Skates besteht mit dem Modell "Skorpion Quadline Urban" nicht bei jedem Steinchen Stolpergefahr. Man kann damit auch Kopfsteinpflaster überwinden, für Anfänger ist dies aber nicht das reine Vergnügen. Das Beste daran ist, dass sich die Skorpion Skates durch Verlagerung des Körpergewichts, ähnlich wie beim Skifahren, steuern lassen -​ das fühlt sich an wie Carven auf der Piste im Schnee!

Aufrecht stehend fahren

Das schnittige "Waveboard" fährt auf zwei Rollen, die sich um 360 Grad drehen können. Die beiden beweglichen Plattformen sind mit einer gefederten Stange verbunden. Eilige, die in der Stadt schneller vorwärts kommen wollen, schlüpfen in ein Paar "Heelys": Turnschuhe, in deren Sohle eine Rolle eingelassen ist. Das beherrscht nicht jeder auf Anhieb: Man muss erst mal die Balance finden auf der Rolle. Warum im Fitnesscenter auf der Stelle steppen? Das fragten sich die Gebrüder Buchberger, zwei Physik-​ und Maschinenbaustudenten aus dem Zillertal, und erfanden den Schönwetter-​Stepper für draußen: Den Streetstepper "bodybuddy". Statt gebückt auf dem Fahrrad zu strampeln, fährt man damit aufrecht stehend.

Umweltfreundlich

Dass die Funsportgeräte fit machen, die Balance, die Ausdauer oder den Knackpo fördern und dazu noch umweltfreundlich sind, ist ein angenehmer Nebeneffekt -​ denn die Geräte mit den stylishen Namen sollen vor allem eins: Spaß machen! Bei den einen gilt: Aufsteigen und losfahren, andere erfordern ein bisschen Übung und Geschicklichkeit. Und alle erinnern sie ein bisschen hoffnungsvolle Talente aus den Casting-​Shows: Man fragt sich, ob sie den ganz großen Durchbruch schaffen oder bald wieder in der Versenkung verschwinden werden. Entscheiden Sie selbst. Wir haben Waveboard, Streetstepper, Skorpion Skates & Co. schon mal ausprobiert -​ und verraten, wo man die neusten Funsportgeräte für den Sommer in Berlin testen und teilweise auch mieten kann.

© Axel Springer AG

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