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28.12.2012, 14:00 Uhr

Tischknigge für Silvester

(ah) - Silvester steht vor der Tür und damit eine tolle Gelegenheit, mal wieder so richtig zu glänzen. Viele verbringen den letzten Abend des Jahres bei einem opulenten Essen im Kreis von Familie, Freunden oder Bekannten. Wir haben Tipps für Sie parat, mit denen Sie zu Tisch eine gute Figur machen.

Der perfekte Gast

Wer von anderen eingeladen wurde, sollte sich zum Grundsatz machen: Ein Gast soll sich zwar wie zu Hause fühlen, aber nicht wie zu Hause benehmen. Darüber hinaus gibt es ein paar kleine Kniffe, die Sie vielleicht nicht kennen, die aber wenig Aufwand bereiten und große Wirkung erzielen. Dazu gehört, die Gastgeberin zuerst zu grüßen und mitgebrachte Blumen ausgewickelt zu überreichen. Ein kleines Geschenk sollte man übrigens immer mitbringen und auch mit einer Karte versehen. Immer seltener bedanken sich Gäste im Nachhinein für eine Einladung. Das ist schade, denn eine kleine E-Mail oder ein kurzer Anruf machen wenig Mühe, freuen die Gastgeber jedoch garantiert.

Nichts ist schlimmer, als eine steife Veranstaltung. Dennoch sollte man von Zeit zu Zeit seine Verhaltensweisen überprüfen. Benehme ich mich wirklich so, wie man es von mir erwarten kann? Gerne vergessen wird zum Beispiel folgende Grundregel: Der Arm darf nie ganz durchgestreckt sein. Deswegen recken Sie sich lieber nicht über den ganzen Tisch zum Brotkorb, um den anderen nur keine Umstände zu machen. Bitten Sie stattdessen, dass ihn jemand hinüber reicht.

Handys sind tabu

Auch wenn Handys mittlerweile allgegenwärtig sind und viele glauben, ohne das Gerät kaum existieren zu können: Auf dem Esstisch haben sie nach wie vor nichts zu suchen – genauso wenig wie Handtaschen, Hüte oder Mützen. Das Mobiltelefon bleibt in der Tasche, die man entweder auf den Schoß legt, wenn sie klein ist, oder auf den Boden zwischen die Füße stellt, wenn sie größer ist. Sie sollten Ihre Handtasche nicht über die Stuhllehne hängen oder neben den Stuhl stellen, denn dort stört sie beim Servieren.

Der Teufel steckt im Besteck

Wenn es ans Essen geht, gilt die Regel: Besteck, das einmal das Tischtuch verlassen hat, sollte dieses kein zweites Mal berühren. So ersparen Sie dem Gastgeber unschöne Flecken auf der Tischdecke. Deshalb bitte keine "Brücken" bauen, indem Sie es mit dem Griff auf dem Tischtuch auflegen und die Spitze auf dem Tellerrand positionieren. Stattdessen legt man Besteck bei Essenspausen oder wenn man nachgelegt bekommen möchte so auf den Teller, dass Messer und Gabel ein umgedrehtes "V" bilden. Ist man fertig, legt man das Besteck parallel auf den Teller, die Griffe zeigen dabei gegen fünf Uhr.

Löffel sollten nie in Suppentassen oder Dessertbechern stecken bleiben. Dann besteht die Gefahr, dass jemand gegen Tasse oder Becher stößt und das gute Stück umfällt. Wer fertig gegessen hat oder eine Pause macht, legt den Löffel auf den Unterteller. Ebenfalls gerne vergessen wird die Regel: Der Löffel bewegt sich beim Essen zum Mund und nicht der Mund zum Löffel.

Auch der Kaffeelöffel hat nichts in der Tasse zu suchen, abgesehen vom kurzen Umrühren. Ihn danach abzulecken, kommt gar nicht gut an, genauso wie die Tasse mit der Hand zu umfassen – zum Anheben ist der Henkel da.

Servietten gehören auf den Schoß

Natürlich gibt es auch in Bezug auf Servietten einige Tücken. So sollten sie niemals ganz entfaltet werden, sondern einmal halbiert auf dem Schoß liegen – und zwar während des ganzen Essens. Will man sich den Mund abtupfen, hebt man die Serviette kurz an und tut dies mit der Innenseite der "Oberhälfte". Nach dem Essen legen Sie die Serviette – gleich ob aus Stoff oder Papier – lose gefaltet links neben den Teller. Auch wenn das früher so üblich war: Papierservietten haben nichts auf dem Teller zu suchen.

Fondue und Büfett haben Ihre Eigenheiten

An Abenden wie Silvester ist Fondue einer der Klassiker. Dabei ist natürlich wichtig, dass Sie sich merken, welches Ihre Fonduegabel ist. Fertige Fleischstücke streifen Sie von ihr ab und essen Sie mit Ihrem normalen Besteck. Leere Fonduegabeln legen Sie auf dem hinteren Teil Ihres Tellers ab.

Aber auch ein Büfett bietet sich für den Silvesterabend an – vor allem bei einer größeren Gästezahl. Es wird immer von Gastgeberin oder Gastgeber eröffnet. Ein absolutes No-Go ist, sich ein Sammelsurium von Vorspeisen bis Nachspeisen auf den Teller zu laden oder ihn zu überladen. Besser geht man häufiger zum Büfett und hält dabei die übliche Speisenfolge ein. Wie oft Sie sich bedienen wird niemand mitzählen, ein übervoller Teller fällt hingegen sofort unangenehm auf.

Mit diesen Tipps sind Sie gegen die größten Gäste-Fallen gefeit. Wir wünschen Ihnen "Guten Appetit" und geben Ihnen zum Schluss noch einen letzten Ratschlag auf den Weg: "Mahlzeit" in die Runde zu rufen, geht gar nicht!

Wenn Sie noch mehr Informationen als Gast oder Gastgeber benötigen: Diese und viele weitere Tipps lesen Sie im Buch "Tisch-Manieren" von Nandine Meyden, das im Humboldt-Verlag erschienen und in Deutschland für 9,95 Euro erhältlich ist (Österreich: 10,30 Euro).

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