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28.02.2013, 16:31 Uhr

Olympia: Strapazierte Sportlerhaut

Hochleistungssport ist eine extreme körperliche Belastung. Wenig beachtet bleibt dabei, dass auch die Haut leidet. Denn Schweiß und Reibung setzen der Haut zu und fördern verschiedene Hauptprobleme. Abhängig von der Disziplin fallen die ganz unterschiedlich aus, berichtet das Team um Jacqueline De Luca von Universität Hawaii.

Bakterienkultur im Schuh

Schweißfüße in Turnschuhen bieten beispielsweise Pilzen und Bakterien ideale Lebensbedingungen. An den besonders stark belasteten Regionen der Füße bilden sich dann grübchenförmige Vertiefungen in der Hornhaut. In ihnen siedeln sich Bakterien an, die schmerzhafte, sehr unangenehm riechende Ekzeme verursachen können. Dagegen helfen Antibiotika, häufiges Füßewaschen und starke Fußdeodorants mit 20-prozentigem Aluminiumchlorid.

Schmerzende Brustwarzen

Beim Laufen leiden nicht nur die Füße sondern auch die Brustwarzen. Insbesondere wenn die Shirts zu eng sitzen oder aus rauem Material bestehen, belastet die stete Reibung die empfindliche Haut. Es entstehen schmerzhaft entzündete "Joggers' Nipples". Für Männer besteht der beste Schutz darin, ganze einfach oben ohne zu laufen. Frauen helfen Sport-BHs aus besonders glatten Materialien. Sind die Brustwarzen bereits entzündet helfen Vaseline oder antibakteriell wirksamen Erythromycin.

Schwarze Füße

Die speziellen Bewegungsbelastungen beim Tennis bescheren Tennisspielern häufig schwarze Füße: Die sogenannten "Talon noir" entstehen durch Einblutungen in der Haut. Diese sind zwar harmlos, sehen aber Melanomen zum verwechseln ähnlich. Gegebenenfalls sollte ein Hautarzt abklären, ob sich nicht doch ein schwarzer Hautkrebs zwischen den dunklen Flecken verbirgt.

Juckende Quaddeln

Bei manchen Menschen führt eine steigende Körpertemperatur zu juckenden Quaddeln, der sogenannten  cholinergen Nesselsucht. In schweren Fällen kann es  sogar zu Atemnot kommen. Da extreme Bewegung die Körpertemperatur erhöht, trifft die Erscheinung vor allem Leistungssportler. Dagegen helfen Antihistaminika. Auf Betablocker oder Danazol, die auch helfen könnten, müssen Olympioniken allerdings verzichten. Sie stehen auf der Liste der Dopingmittel. (cf)Quelle: De Luca, Jacqueline F.: Skin Manifestations of Athletes Competing in the Summer Olympics: What a Sports Medicine Physician Should Know, Sports Medicine, 1 May 2012 - Volume 42 - Issue 5 - pp 399-413

Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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9 Meinungen zu "Sport fördert Hautprobleme"

  • schwannei
    Dienstag, 18.09.2012, 13:02 Uhr
    ...... die blödsinnigste Meldung des Jahres !!!
  • Baerstein
    Mittwoch, 22.08.2012, 15:02 Uhr
    Ja, Sport fördert Hautprobleme. Ich habe mir an meinen Füßen langsam abheilende große Blasen gelaufen. Jeden Tag, von 0 auf 100, 12-16km, dazu noch die falschen Schuhe haben dazu geführt. Gott sei dank brauche ich keine Pflaster mehr, um die offenen Wunden zu schützen. Das wäre mir nicht passiert, wenn ich gleich von Anfang an die richtigen Schuhe gekauft und mein "Training" sich nur wie von überall empfohlen auf 3 Tage die Woche beschränkt hätte. Die meisten Hautprobleme kann man durchaus schon im vorfeld verhindern. Aber insgesamt überwiegen die Vorteile und es ist durchaus sinnig, bei gröberen Anzeichen von Hautveränderungen zum Hautarzt zu gehen. Usere Haut ist ziemlich robust und anpassungsfähig, aber alles kann auch sie nicht aushalten. :)
  • Silkchen
    Mittwoch, 22.08.2012, 12:36 Uhr
    Von ein bisschen Sport die Woche bekommt man keine Ekzeme an den Füßen oder aufgescheuerte Stellen. Bei Hochleistungssportlern gehe ich davon aus, dass die wissen wie man derartige Probleme vermeidet. Der Artikelschreiber scheint ein Sportmuffel zu sein.
  • Binettsatt
    Montag, 13.08.2012, 07:39 Uhr
    Ist das Werbung für die Pharmaindustrie?Ich treibe schon seit über 40 Jahren regelmäßig Sport und das überdurchschnittlich viel.Gegen Hygiene Probleme hilft Wasser und Seife und regelmäßiges waschen der Sportkleidung.Man man man.....
  • ichhoffeeswirdbesser
    Sonntag, 12.08.2012, 11:59 Uhr
    Können die das vielleicht mal ein Bisschen besser formulieren: "Dagegen helfen Antibiotika, häufiges Füßewaschen ... " :-( Wer es nicht besser weiss nimmt dann womöglich noch 'ne Penicyllin-Pille die er noch rumliegen hat gegen Fusspilz. Man man man, da hätte man doch auch schreiben können Desinfektionsmittel oder besser Fusspray. Allgemein finde ich das total bekloppt zu Medikamenten raten, wo der simple Rat "ein gang langsamer und dann langsam steigern" doch genügen würde.
  • lenaisabel
    Sonntag, 12.08.2012, 10:11 Uhr
    Sport ist Mord !!!!!!!
  • XieBao
    Sonntag, 12.08.2012, 07:39 Uhr
    Es ist seit langem allgemein bekannt, daß Hochleistungssport gesundheitliche Schäden verursacht, nicht nur an der Haut. Bürokraten, die zwei mal die Woche joggen sind aber keine Hochleistungssportler.
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