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15.02.2012, 09:55 Uhr

Trendsport Functional Training: Was hat es damit auf sich? in Kooperation mit FitForFun

Der neue Trainingstrend Functional Training propagiert freie Übungen zur Stabilisierung und Gesunderhaltung des ganzen Körpers. Die Muskeln werden stärker – und obendrauf gibt’s eine gute Rundum-Fitness für Sport und Alltag.

Das neue Functional Training, frei übersetzt: "zweckmäßige Leibesübungen", gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit. Die im Ausdauer- und Leistungssport schon länger angewandte Trainingsmethode, bei der auch Sehnen und Gelenke im Fokus stehen, weitet sich allmählich zum Megatrend aus. Der entwickelte sich aus den neuesten Erkenntnissen der Trainingswissenschaft und der Rehabilitation. Trainer, Physiotherapeuten, Sportmediziner und auch Profisportler nutzen die Vorzüge dieser Trainingsform schon lange, um ihre Athleten, Klienten, Patienten oder sich selbst fit zu machen für die harten Anforderungen während Training und Wettkampf. So hat sich auch die deutsche Fußballnationalmannschaft bereits 2006 mit dieser Trainingsform auf die damalige WM vorbereitet.

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Was steckt dahinter?

Functional Fitness trainiert nicht nur einzelne Muskeln, sondern ganze Muskelketten. Dies erreichen Sie durch ein Workout mit freien Gewichten, Medizinbällen oder instabilen Unterlagen (z. B. ein Wackelbrett). Der Unterschied zu herkömmlichen Trainingsmethoden liegt darin, nicht einfach die rohe Muskelkraft in den Vordergrund zu stellen, sondern vielmehr das Verletzungsrisiko zu verringern und die Leistungsfähigkeit zu steigern. "Die Muskeln kommen schon von allein", zeigt die Erfahrung von Michael Boyle, dem international bekannten Autor und Experten in den Bereichen Leistungsentwicklung, Personal Training und sportliche Rehabilitation (im riva-Verlag sind von ihm die beiden Fachbücher Functional Training (24,90 Euro) und "Fortschritte im Functional Training" (29,90 Euro) erschienen).

Isoliertes Training vereinzelter Muskelgruppen, bei dem die Bewegungen von hypermodernen Maschinen geführt werden, kommt für Boyle nicht in Frage. Denn beim Üben an einem festen Gerät übernimmt dieses die Stabilisierung des Sportlers – im Wettkampf und auch im Alltag ist er aber auf sich gestellt. In fast jeder Sportart werden Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination benötigt. Functional Training ist wesentlich besser geeignet, den menschlichen Körper dafür stark zu machen: Es schult nämlich die Eigenwahrnehmung von Sehnen und Gelenken, baut über Stabilisierung Muskeln auf und macht so fit für Training, Alltag und Wettkampf.

Wie funktioniert’s?

Beim Functional Training geht es nicht darum, die oberflächliche Muskulatur aufzupumpen, sondern den Körper zu stabilisieren und Muskelapparat, Muskelansätze, Sehnen und Gelenke für den Alltag sowie tiefere sportliche Belastungen fit zu machen. So lässt sich das Training auf jede Sportart abstimmen – es ist eine ideale Vorbereitung auf die Anforderungen und Belastungen im Wettkampf bzw. beim Spiel: Wiederkehrende, typische Bewegungsmuster aus der jeweiligen Disziplin werden verbessert, die individuellen Schwächen werden herausgefiltert und ausgeglichen. Funktionelles Training geht aber sogar noch darüber hinaus.


Eine wichtige Rolle dabei spielt der Rumpf als Hauptstabilisator des Körpers. Schließlich ist er es, dessen vorrangige Aufgabe es ist, den Menschen während jeder Bewegung aufgerichtet zu halten und zu stützen – und so eine zuverlässige, kraftvolle Basis zu sein, von der aus sich alle Gliedmaßen sicher bewegen können. Um den Rumpf durch spezielles Core-Training (Core, engl. für "Körperkern") dauerhaft zu stärken, finden viele Übungen des Functional-Fitness-Programms auf beiden Beinen stehend statt. Das wirkt gleich mehrfach: Eine stabile Hüfte beispielsweise hat nicht nur einen positiven Effekt auf das Hüftgelenk, sondern ebenso auf Knie- und Fußgelenke. Auch die tiefe Bauchmuskulatur und die Schulterblattstabilisatoren sind wichtig für einen standhaften Köper und werden trainiert.

Mit zunehmendem Trainingsverlauf werden die Übungen im Functional Training immer anspruchsvoller – wie beispielsweise Liegestütze auf dem Gymnastikball oder Kniebeugen auf einem Balancebrett oder Ausfallschritte rückwärts mit dem Fuß in einer Hängeschlaufe ("Sling-Trainer"). Übrigens ein schöner Nebeneffekt: Im Vergleich zum herkömmlichen, isolierten Fitnesstraining gibt es beim FT einen ungleich höheren Energieverbrauch.

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Mehr zum Thema bei Fitforfun.de

In den USA, zunehmend aber auch in Studios bei uns, wird das sehr intensive "crossfit" – eine spezielle Form des Functional Trainings – zum Mega-Trend. Alles darüber lesen Sie hier: >

© Fitforfun.de

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3 Meinungen zu "Muskelaufbau nebenbei"

  • Binettsatt
    Samstag, 07.04.2012, 08:34 Uhr
    Nichts wirklich Neues. Trainiere schon seit Jahren so. Früher nannte man es Zirkeltraining.Klimmzüge,Liegestütz in Verbindung mit Seilspringen,Gymnastik und Elementen aus dem Boxtraining kann man den ganzen Körper stark und beweglich halten. Das alles ohne teure Geräte und Studios.
  • Salomo
    Mittwoch, 15.02.2012, 16:29 Uhr
    na ist doch mal schön, wenn stabi-übungen eine breitere ressonanz finden, und nicht nur von leichtathleten und profi-sportlern ausgeübt werden...! das ist auf keinen fall ne fitness-sau, die durchs dorf getrieben wird, sondern durchaus sinnvoll, weil solche übungen natürlich v.a. auch den rücken stärken und das allgemeine Befinden deutlich verbessern! schade nur, dass dieser artikel nix anderes ist wie ne werbung für dieses angeblich so tolle buch...besser wären natürlich mal n paar übungen gewesen, die man gleich ausprobieren könnte! das wär überzeugend...!
  • Harry1972
    Mittwoch, 15.02.2012, 15:19 Uhr
    Die nächste Fitness-Sau wird durch's Dorf getrieben.
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