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27.01.2012, 12:17 Uhr

Baby ohne Blut geboren

(abi/as) - Dass der kleine Oliver überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Vor 15 Monaten wurde er im britischen Maidstone geboren - allerdings ohne einen Liter Blut in seinem Körper. Den Ärzten gelang eine unglaubliche Wiederbelebung.

Für die 36-jährige Katy war es wie ein Alptraum: Als sie im achten Monat schwanger war, wachte sie stark blutend auf. Wie thesun.co berichtet, wurde die Hochschwangere in das Maidstone General Hospital gebracht, wo sie erfahren musste, dass es nicht ihr Blut, sondern das ihres Babys war. Katy sagte im Interview mit thesun.co, dass die Geburt so traumatisierend für sie war, dass sie erst jetzt, 15 Monate später, darüber sprechen kann.

Oliver wurde sofort notgeboren, jedoch war ganze 25 Minuten kein Herzschlag zu spüren. Erst als die Ärzte sich dazu entschlossen, Blut in die noch immer verbundene Nabelschnur zu pumpen, gelang es ihnen, den Jungen wiederzubeleben. Eine Verformung seiner Vene war der Grund dafür, dass der Fötus noch im Bauch der Mutter Blut verlor.

Doch durch die lange Zeit, in der das Baby ohne Sauerstoff auskommen musste, war die Angst, dass Oliver schwere Hirnschäden erlitten hatte, immens. So wurde das Neugeborene in eine spezielle Einrichtung gebracht, wo die Ärzte sich dazu entschlossen, seine Körpertemperatur zu verringern, um das Gehirn vor Schäden zu bewahren.

Er wurde in einen kleinen Mantel gehüllt, welcher ihn auf 33°C abkühlte, um das Blut aus seiner Haut zu Herz und Gehirn zu führen. Dadurch sollte die Heilung schneller und effizienter vorangehen. Nachdem diese Behandlung drei nervenzerrende Tage durchgeführt wurde, wurde die Körpertemperatur jeden Tag um ein halbes Grad Celsius erhöht, bis zur normalen Temperatur von 37°C. Zur selben Zeit wurde außerdem Muttermilch direkt in den Magen des Kleinen gepumpt.

Nur elf Tage danach war Oliver stark genug, um mit seiner Familie nach Hause zu fahren und dort ein normales Leben zu beginnen. Mittlerweile, 15 Monate nachdem er ohne Blut und ohne Herzschlag geboren wurde, hat er zu laufen begonnen und strengt seine stolze Mutter mit seinem Lieblingsspiel an: Verstecken.

Alle News vom: 27. Januar 2012 Zur Übersicht: Gesundheit

285 Meinungen zu "Baby ohne Blut geboren"

  • ladylaura
    Mittwoch, 18.04.2012, 14:31 Uhr
    tolle leistung der ärzte!viel glück für den kleinen kerl!was es nicht alles für einen mist gibt an krankheiten etc..unglaublich!
  • handtuch
    Dienstag, 17.04.2012, 16:50 Uhr
    @ andri. vergiss mal nicht auch ein lob für die krankenschwestern und pfleger auszusprechen. die schwestern hatte mehr mit dem kind zu tun als die ärzte und somit gleiche anerkennung verdient. lg
  • andreli
    Freitag, 16.03.2012, 15:42 Uhr
    Jedes Kind war geboren wird, ist wie ein kleines Wunder. Aber dies hier grenzt an ein großes Wunder. Der kleine Oliver hatte mehrere Schutzengel. Den Ärzten ein ganz großes Kompliment für diese großartige Leistung. Ich wünsche der Mutter und dem kleinen Oliver alles erdenklich Gute und viel Spaß beim Spielen seines Lieblingsspiels Verstecken. Ich habe selbst Kinder, ich könnte mir ein Leben ohne meinen kleinen Racker auch nicht vorstellen, sie geben so viel zurück obwohl sie noch so klein sind. Alles Gute der jungen Familie.
  • MetalLilu
    Freitag, 24.02.2012, 07:53 Uhr
    ganz ergreifende geschichte!!!! hut ab vor den ärzten die hier mal wieder gezeigt haben das nicht alle ärzte so schlecht sind (ich habe meinen glauben an die "götter in weiß" schon lange verloren) ich wünsche dem kleinen knirps und seiner familie alles gute!
  • elchen021163
    Donnerstag, 23.02.2012, 16:17 Uhr
    Das ist ein wirkliches Wunder........!!!!!! Da haben die Ärtze überragende Arbeit geleistet, was man wirklich nicht von allen Ärzten behaupten kann. Hoffentlich hat Oliver ein langes und schönes Leben....
  • TXCOO
    Montag, 30.01.2012, 14:10 Uhr
    "...ohne einen Liter Blut..." - na, das hoffe ich doch! Bei einem Erwachsenen macht das Blut 6-8% des Körpergewichts aus - bei einem Säuglich sicher ein etwas anderes Verhältnis, aber bestimmt nicht viel. Da wäre ich eher geschockt, wenn das Frühchen mit einem ganzen Liter Blut zur Welt gekommen wäre. Ganz ohne Blut sicher auch nicht - nach der Schilderung hatte das arme Kleine sicher einen hypovolämischen Schock, und die Mediziner haben ganze Arbeit geleistet - aber diese dramatisierenden Darstellungen in den Medien sind schon etwas ärgerlich. Trotzdem: meine besten Wünsche dem Baby und den Eltern - war bestimmt eine mehr als schwierige Situation, die sie meistern mussten! Und an alle die mit fremder DNA in Transfusionen Probleme haben (irgendwer hat da sowas gepostet): Leute, da wird nicht Blut 1:1 transfundiert, sondern Erythrozytenkonzentrat - also rote Blutkörperchen. Die haben keinen Zellkern ergo keine DNA - die ist im Blut in den weißen Blutzellen enthalten, die abgefiltert werden!!! Und rote Blutzellen haben eine Regenerationszeit von ca. 120 Tagen wenn ich mich richtig erinnere - dann ist auch die letzte von ihnen abgestorben & recycelt worden! Und wie ernährt ihr euch überhaupt? Glaubt ihr, eine Apfel besteht nicht aus Zellen? Oder eine Zwiebel? Oder ...? DNA inklusive? Ernährt ihr euch nur von todgekochten Lebensmitteln, damit auch der letzte Rest an DNA denaturiert und zerstört ist?
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