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30.05.2012, 10:34 Uhr

Schröder will Kommunen bei Kita-Ausbau unterstützen

Berlin (dpa) - Das Bundeskabinett hat die Pläne von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) zum beschleunigten Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige gebilligt. Dies verlautete aus Regierungskreisen.

Nach Schätzungen ihres Ministeriums fehlen bundesweit noch immer 130 000 Betreuungsplätze in Kitas oder bei Tagesmüttern. Ab 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf ein staatlich gefördertes Betreuungsangebot. Wegen der fehlenden Plätze wird eine Klagewelle befürchtet.

Schröder plant mit einem Zehn-Punkte-Programm unter anderem eine Förderung von Betriebskindergärten und eine befristete Absenkung von Baustandards. Auch geht es um die Ausbildung von Erziehern. Offen ist, ob der Bund den Kommunen weitere Investitionshilfen für den Kita-Ausbau zur Verfügung stellt.

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7 Meinungen zu "Kita-Ausbau: Klagewelle droht"

  • Robbi508
    Dienstag, 12.06.2012, 11:22 Uhr
    Das große Problem liegt nicht in der Schaffung von Krippenplätzen. Es fehlen die Betreuer, deshlb stehen neu gebaute und eingerichtete Krippen leer. Mitlerweile bietet man Tagesbetreuungspersonen mit Bundeszertifikat an, durch eine weitere 8monatige Weiterbildung den Erzieherstatus zu bekommen. Man darf dann, sclecht bezahlt, in einer öffenlichen Einrichtung arbeiten. So hofft man, die leerstehenden Krippen eröffnen zu können. Welche Tagesmutter/Tagesvater ist so blöd? Schönen Tag noch.
  • Benutzer120607
    Dienstag, 12.06.2012, 08:47 Uhr
    nathalie "Und das wollen wir mit dem Krippenausbau unseren Kleinkindern antun?" das was viele eltern anscheinend nicht schaffen. in der krippe koennen dann auch die kinder deutsch lernen deren eltern meinen sowas braucht ein kind nicht. das amt wirds später schon richten
  • Nathalie
    Freitag, 08.06.2012, 09:13 Uhr
    Tschuldigung, Beitrag war an "klausinge" gerichtet. "@hoehlengnarf - Du hast keine Kinder? Wer arbeitslos ist soll seine Kinder Zuhause betreuen. Das jedoch gerade bei den unter 3jährigen der soziale Kontakt in einer gleichbleibenden Gruppe wichtig ist wird von Dir vollkommen ignoriert. Und warum diesen Rechtsanspruch abschaffen? Weil die deutsche Politik unfähig ist entsprechende Plätze zuschaffen. Was heute die Kita ist sind morgen die Schulen die fehlen. Aber stimmt, wer arbeitslos ist kann seine Kinder selber Zuhause unterrichten. Auch gibt es genug Familien, wo beide Eltern arbeiten wollen. Und da ist die Politik gefordert. Und Kitaplätze ist nicht kostenlos. Klaus" Wir reden hier von 1-3 jährigen! Diese Kleinkinder brauchen ihre feste Bindung zur Bezugsperson - das kann eine Krippenerzieherin niemals leisten (ist auch nicht ihre Aufgabe, sondern die der Familie). Solch kleine Kinder sind noch gar nicht gruppenfähig. Gruppen sind eine extreme Belastung für die Kleinkinder - ungefähr zu vergleichen mit einem gestressten Manager. Wer viel mit kleinen Kindern zu tun hat, weiß das auch. Zudem haben Kleinkinder kein Zeitgefühl und leiden unter Verlustängsten wenn sie ihre Bezugsperson über Stunden entbehren müssen. Und das wollen wir mit dem Krippenausbau unseren Kleinkindern antun?
  • Nathalie
    Freitag, 08.06.2012, 09:11 Uhr
    "@hoehlengnarf - Du hast keine Kinder? Wer arbeitslos ist soll seine Kinder Zuhause betreuen. Das jedoch gerade bei den unter 3jährigen der soziale Kontakt in einer gleichbleibenden Gruppe wichtig ist wird von Dir vollkommen ignoriert. Und warum diesen Rechtsanspruch abschaffen? Weil die deutsche Politik unfähig ist entsprechende Plätze zuschaffen. Was heute die Kita ist sind morgen die Schulen die fehlen. Aber stimmt, wer arbeitslos ist kann seine Kinder selber Zuhause unterrichten. Auch gibt es genug Familien, wo beide Eltern arbeiten wollen. Und da ist die Politik gefordert. Und Kitaplätze ist nicht kostenlos. Klaus" Wir reden hier von 1-3 jährigen! Diese Kleinkinder brauchen ihre feste Bindung zur Bezugsperson - das kann eine Krippenerzieherin niemals leisten (ist auch nicht ihre Aufgabe, sondern die der Familie). Solch kleine Kinder sind noch gar nicht gruppenfähig. Gruppen sind eine extreme Belastung für die Kleinkinder - ungefähr zu vergleichen mit einem gestressten Manager. Wer viel mit kleinen Kindern zu tun hat, weiß das auch. Zudem haben Kleinkinder kein Zeitgefühl und leiden unter Verlustängsten wenn sie ihre Bezugsperson über Stunden entbehren müssen. Und das wollen wir mit dem Krippenausbau unseren Kleinkindern antun?
  • hoehlengnarf
    Freitag, 01.06.2012, 13:54 Uhr
    @Klausinge: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, denn ich hatte geschrieben: ``kann ... verlangen, daß die Eltern ihre Kinder in angemessener Weise mit anderen Kindern zusammenbringen''. Abgesehen davon, daß ich die Wichtigkeit des ``soziale[n] Kontakt[es] in einer gleichbleibenden Gruppe'' stark bezweifele, denn dann müßten so ziemlich alle heute Erwachsenen einen Vollschaden haben, war von denen doch praktisch niemand in einer solchen Gruppe... Es geht auch keineswegs darum, den Rechtsanspruch abzuschaffen, weil er unbequem ist, sondern, weil es schlichtweg falsch ist, Eltern aus ihrer Verantwortung zu entlassen, sich selbst um ihre Brut zu kümmern (und gegebenenfalls auch dafür zu zahlen; einen hochgradig subventionierten Kitaplatz, für den bestenfalls ein kleiner Obulus zu entrichten ist, der kaum die Kosten für bereitgestellte Verpflegung deckt, kann man wohl durchaus als kostenlos bezeichnen). Daß ein Mangel an Schulen zu befürchten ist, ist aber wohl lachhaft. Tatsächlich geht es doch aktuell vor allem darum, das Überleben von Schulen zu sichern, für die kaum noch Kinder angemeldet werden, damit Schulen noch halbwegs in der Nähe der Kinder verfügbar bleiben und nicht unnötige Fahrerei erforderlich wird. Wir haben also gigantische Überkapazitäten (und die wären noch viel größer, wenn die Klassenstärken nicht ständig reduziert würden; wieso nur waren die Schulen so viel erfolgreicher, als noch Klassenstärken über 30 normal waren?). Ich kann auch nicht erkennen, wo die Politik gefordert sein sollte, wenn beide Eltern arbeiten WOLLEN. Wenn alle so denken würden (ich WILL Kinder, aber ich WILL auf gar keinen Fall Kosten dadurch haben, und ich WILL meinen Lebensplan und meine Karriere auf gar keinen Fall an meinem Kinderwunsch orientieren), wo sollen dann die Anderen herkommen, auf die man alles abwälzen kann? Wer als Kinderloser nicht die von anderen verursachten Kosten mittragen müßte, könnte bequem eine kapitalgedeckte Rentenversicherung aufbauen, das Argument, die Kinder würden ja mal die Rente zahlen, ist also gequirlter Unfug, vielmehr sind die Kinder von heute die Anspruchsteller von morgen. Gefordert ist die Politik wohl eher in der Frage, wie man weltweit die Bevölkerungszahl erst einmal in den Griff bekommt und langfristig auf ein Normalmaß herunterfährt (``Gesundschrumpfen''), und das ohne chinesische Methoden. Da könnten sich Deutschland (und andere, ähnlich entwickelte Länder) mal bemühen, Vorbild zu sein.
  • Klausinge
    Mittwoch, 30.05.2012, 17:01 Uhr
    @hoehlengnarf - Du hast keine Kinder? Wer arbeitslos ist soll seine Kinder Zuhause betreuen. Das jedoch gerade bei den unter 3jährigen der soziale Kontakt in einer gleichbleibenden Gruppe wichtig ist wird von Dir vollkommen ignoriert. Und warum diesen Rechtsanspruch abschaffen? Weil die deutsche Politik unfähig ist entsprechende Plätze zuschaffen. Was heute die Kita ist sind morgen die Schulen die fehlen. Aber stimmt, wer arbeitslos ist kann seine Kinder selber Zuhause unterrichten. Auch gibt es genug Familien, wo beide Eltern arbeiten wollen. Und da ist die Politik gefordert. Und Kitaplätze ist nicht kostenlos. Klaus
  • hoehlengnarf
    Mittwoch, 30.05.2012, 14:23 Uhr
    Man könnte aber auch einfach diesen irrwitzigen Rechtsanspruch abschaffen, wofür nennen die sich denn ``Gesetzgeber''? Das Hauptproblem ist doch, daß mal wieder alles auf Andere angewälzt werden soll und für die, die eine Leistung in Anspruch nehmen, auch noch kostenlos sein soll. Das Kindergeld wird ständig erhöht, aber eine Erfolgskontrolle findet nicht statt. Entweder auf Sachleistungen (von mir aus etwa in Form von Kita-Plätzen) umstellen oder von den Eltern auch Leistungen verlangen, zum Beispiel (bei älteren Kindern) für regelmäßigen (und damit meine ich nicht ``einmal im Monat''!) Schulbesuch zu sorgen. Und wer (z.B. wegen Arbeitslosigkeit) sowieso zu Hause sitzt, kann sich wohl auch um seine Kinder kümmern, ``Bildungsferne'' kann kein Argument sein (schon gar nicht bei Kindern unter 3, so bildungsfern kann nun wirklich niemand sein). Und wer Probleme in der sozialen Entwicklung fürchtet (sicher nicht ganz zu Unrecht, wenn die Eltern nur das ``niveauvolle'' Tagesprogramm von RTL & Co. glotzen), kann ja im Rahmen der Erfolgskontrolle durchaus auch verlangen, daß die Eltern ihre Kinder in angemessener Weise mit anderen Kindern zusammenbringen, sozusagen also selbst die Kita betreiben. Genug Geld wird ihnen dafür schon nachgeworfen.
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