Frau leidet an seltenem Erinnerungsverlust
Der Fall von Jess Lydon erinnert auf tragische Weise an Filme wie "Und täglich grüßt das Murmeltier", "50 erste Dates" oder "Memento". Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, verliert die junge Frau aus dem englischen Coventry innerhalb kürzester Zeit ihre Erinnerungen. "Das Leben von Jess ist ein Albtraum geworden. Ihre Erinnerungen reichen nicht weiter zurück als 24 Stunden," erklärte die Mutter der 19-Jährigen.
Lydon ist eine von weltweit wenigen hundert Menschen, die an dem seltenen Susac-Syndrom leiden. Die Autoimmunerkrankung, deren Ursache bislang unbekannt ist, greift kleinste Blutgefäße im Gehirn an. Sie kann psychische Störungen und Symptome wie Schwerhörigkeit, Sehschwierigkeiten und Gleichgewichtsstörungen nach sich ziehen. Überwiegend betroffen sind Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Der Ausbruch der Krankheit kann über Nacht geschehen oder sich stufenweise über Wochen oder Jahre hinziehen.
Das Leben der Britin hat sich durch die Erkrankung stark verändert. Noch im letzten Jahr habe die 19-Jährige laut "Daily Mail" als angehende Schauspielerin für eine Rolle im Musical "We Will Rock You" ganze Skripten auswendig gelernt. Ihr Freund habe die Belastungen durch ihren Erinnerungsverlust nicht verkraftet und sich von ihr getrennt. Schließlich habe sie zurück zu ihrer Mutter ziehen müssen. Durch ihre Gleichgewichtsstörungen sei sie immer wieder schwer gestürzt, was nun auch ihren Job in einem Lokal in Gefahr bringe.
Mittlerweile befindet sich Lydon in Behandlung. Ärzte einer Universitätsklinik hätten anhand einer Magnetresonanztomographie das Susac-Syndrom feststellen können - die Diagnose sei schwer, da nur wenige Mediziner die Krankheit kennen. Die Chancen auf Heilung sind unsicher. Es könne bis zu fünf Jahre dauern, ehe sich die Krankheit bessere. Teilweise könnten Einschränkungen ein Leben lang bestehen bleiben.
12 Meinungen zu " In 24 Stunden alles vergessen "
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schieber1
Sonntag, 26.02.2012, 08:46 Uhr Eine schlimme Krankheit welche diese Britin da hat. Ich wünsche ihr alles Gute. Nur, in der jetzigen Zeit ist es manchmal besser nach 24 Std. alles zu vergessen was war. Wobei, wenn ich so richtig nachdenke, dann könnten auch viele unserer Politiker diese Krankheit haben, denn sie handeln ja auch nach dem Satz: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. -
Kalle496
Freitag, 24.02.2012, 17:26 Uhr Also wenn mir sowas passieren würde und mir das jemand erklären würde (da ichs ja imemr wieder vergessen würde), würde ich mich ofbammeln, ohne scheiss -
1913
Freitag, 24.02.2012, 17:25 Uhr manchmal kommt mir die vermutung dass das ganze land unter diesem phänomen leidet in bezug auf das wie wir bürger/innen von regierungen behandelt werden, kognitive dissonanz scheint nebenbei einher zu gehen, binnen minuten ist es für viele dann wieder wichtiger wer bei dsds oder ähnlichem vorne liegt, auftrag erfüllt (im sinne der elite) -
entspannte
Freitag, 24.02.2012, 17:24 Uhr Bevor es hier wieder in Lächerliche gezogen wird, keiner kann sich auch nur ansatzweise vorstellen wie es ist, ohne Erinnerung zu sein. Und wie es bei seltenen Erkrankungen immer ist, es wird kaum nach Ursachen geschweige denn nach Medikamenten oder Therapien geforscht. Zu unrentabel, weil zu wenig Betroffene. Man sollte dankbar für jeden Tag genießen, wer weiß was morgen ist! -
niewiedertoyota
Freitag, 24.02.2012, 17:08 Uhr Was ist mit den Briten los? -
Rike209
Freitag, 24.02.2012, 17:04 Uhr "Und täglich grüßt das Murmeltier" ??? Ich glaub da sollte sich jemand den Film nochmal angucken...
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