Zur mobilen Ansicht wechseln

24.02.2012, 11:17 Uhr

Frau leidet an seltenem Erinnerungsverlust

(mm/as) - Nach 24 Stunden ist alles vergessen: Der Ex-Freund, der eigene Geburtstag, der Tod der Großeltern. Eine seltene Gehirnkrankheit raubt einer 19-jährigen Britin ihre Erinnerungen.

Der Fall von Jess Lydon erinnert auf tragische Weise an Filme wie "Und täglich grüßt das Murmeltier", "50 erste Dates" oder "Memento". Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, verliert die junge Frau aus dem englischen Coventry innerhalb kürzester Zeit ihre Erinnerungen. "Das Leben von Jess ist ein Albtraum geworden. Ihre Erinnerungen reichen nicht weiter zurück als 24 Stunden," erklärte die Mutter der 19-Jährigen.

Lydon ist eine von weltweit wenigen hundert Menschen, die an dem seltenen Susac-Syndrom leiden. Die Autoimmunerkrankung, deren Ursache bislang unbekannt ist, greift kleinste Blutgefäße im Gehirn an. Sie kann psychische Störungen und Symptome wie Schwerhörigkeit, Sehschwierigkeiten und Gleichgewichtsstörungen nach sich ziehen. Überwiegend betroffen sind Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Der Ausbruch der Krankheit kann über Nacht geschehen oder sich stufenweise über Wochen oder Jahre hinziehen.

Das Leben der Britin hat sich durch die Erkrankung stark verändert. Noch im letzten Jahr habe die 19-Jährige laut "Daily Mail" als angehende Schauspielerin für eine Rolle im Musical "We Will Rock You" ganze Skripten auswendig gelernt. Ihr Freund habe die Belastungen durch ihren Erinnerungsverlust nicht verkraftet und sich von ihr getrennt. Schließlich habe sie zurück zu ihrer Mutter ziehen müssen. Durch ihre Gleichgewichtsstörungen sei sie immer wieder schwer gestürzt, was nun auch ihren Job in einem Lokal in Gefahr bringe.

Mittlerweile befindet sich Lydon in Behandlung. Ärzte einer Universitätsklinik hätten anhand einer Magnetresonanztomographie das Susac-Syndrom feststellen können - die Diagnose sei schwer, da nur wenige Mediziner die Krankheit kennen. Die Chancen auf Heilung sind unsicher. Es könne bis zu fünf Jahre dauern, ehe sich die Krankheit bessere. Teilweise könnten Einschränkungen ein Leben lang bestehen bleiben.

Die Britin Naomi Jacobs leidet an einem besonders seltenen Fall von Amnesie: Über Nacht verlor sie 17 Jahre an Erinnerungen - und wachte als junger Teenie wieder auf. >

Alle News vom: 24. Februar 2012 Zur Übersicht: Gesundheit

12 Meinungen zu " In 24 Stunden alles vergessen "

  • schieber1
    Sonntag, 26.02.2012, 08:46 Uhr
    Eine schlimme Krankheit welche diese Britin da hat. Ich wünsche ihr alles Gute. Nur, in der jetzigen Zeit ist es manchmal besser nach 24 Std. alles zu vergessen was war. Wobei, wenn ich so richtig nachdenke, dann könnten auch viele unserer Politiker diese Krankheit haben, denn sie handeln ja auch nach dem Satz: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
  • Kalle496
    Freitag, 24.02.2012, 17:26 Uhr
    Also wenn mir sowas passieren würde und mir das jemand erklären würde (da ichs ja imemr wieder vergessen würde), würde ich mich ofbammeln, ohne scheiss
  • 1913
    Freitag, 24.02.2012, 17:25 Uhr
    manchmal kommt mir die vermutung dass das ganze land unter diesem phänomen leidet in bezug auf das wie wir bürger/innen von regierungen behandelt werden, kognitive dissonanz scheint nebenbei einher zu gehen, binnen minuten ist es für viele dann wieder wichtiger wer bei dsds oder ähnlichem vorne liegt, auftrag erfüllt (im sinne der elite)
  • entspannte
    Freitag, 24.02.2012, 17:24 Uhr
    Bevor es hier wieder in Lächerliche gezogen wird, keiner kann sich auch nur ansatzweise vorstellen wie es ist, ohne Erinnerung zu sein. Und wie es bei seltenen Erkrankungen immer ist, es wird kaum nach Ursachen geschweige denn nach Medikamenten oder Therapien geforscht. Zu unrentabel, weil zu wenig Betroffene. Man sollte dankbar für jeden Tag genießen, wer weiß was morgen ist!
  • niewiedertoyota
    Freitag, 24.02.2012, 17:08 Uhr
    Was ist mit den Briten los?
  • Rike209
    Freitag, 24.02.2012, 17:04 Uhr
    "Und täglich grüßt das Murmeltier" ??? Ich glaub da sollte sich jemand den Film nochmal angucken...
Mann schlägt Hände vors Gesicht

Betroffene fühlen sich zu Dingen sexuell hingezogen. >

Das Coronavirus ist unter Umständen tödlich.

Wer am Virus erkrankt oder stirbt, könnte künftig in Datei landen. >

Clown-Trainer Udo Berenbrinker

Altenheime engagieren immer mehr "Gesundheitsclowns". >

Cola fördert Nierensteine

Genuss künstlich gesüßter Getränke hat unangenehme Folgen. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: In 24 Stunden alles vergessen. Seltene Krankheit raubt 19-jähriger Britin ihre Erinnerungen.