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28.02.2013, 16:32 Uhr

Energieschub: Helles Licht macht Frühaufstehern Beine

München (netdoktor.de) – Die einen machen die Nacht zum Tag, die anderen hüpfen um fünf putzmunter aus den Federn. Helles Licht hält nicht nur wach und vermindert die Schläfrigkeit, sondern verbessert auch die Ausdauerleistung – allerdings nur bei den Lerchen, nicht den Nachteulen unter den Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam von der Sportmedizin der Universität Basel.

Durch Licht auf Touren

Die Forscher bestimmten anhand eines Fragebogens den Chronotyp der 43 männlichen Versuchsteilnehmer: Frühaufsteher = Lerche und Langschläfer = Eule. Dann testeten sie, welchen Effekt helles Licht im Spektralbereich von 380 bis 740 Nanometer auf ihre körperliche Ausdauerleistung hat. Die Probanden wurden zwei Stunden Licht mit einer Beleuchtungsstärke von rund 4500 Lux ausgesetzt. In den letzten 40 Minuten absolvierten sie ein Zeitfahren auf einem Fahrradergometer. Die Eulen brachte die Lichtkraft nicht auf Touren. Die Lerchen steigerten ihre Leistung dagegen um 4,5 Prozent.Der neu entdeckte Zusammenhang zwischen innerer Uhr, Beleuchtung und Leistungsfähigkeit erlaube künftig ein zeitlich optimal auf den individuellen Chronotyp abgestimmtes Training, so die Forscher. Durch gezielte Lichtexposition ließen sich auch die inneren Uhren der Sportler mit dem Zeitpunkt des Wettkampfs synchronisieren.

Zwei Chronotypen

Die innere Uhr eines Menschen (Schlaf-Wach-Rhythmus) reguliert sowohl Schlaf und Wachheit als auch seine Leistungsfähigkeit. Der Tag-Nacht-Zyklus ist einer der wichtigsten Zeitgeber für die menschliche Biouhr. Sie unterscheidet sich bei Menschen oft deutlich von der lokalen Uhrzeit. Forscher sprechen von Chronotypen, die sich – genetisch bedingt – grob in Frühaufsteher und Langschläfer einteilen lassen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus lässt sich durch Licht bei Tagesbeginn verkürzen und durch Licht in der Dämmerung verlängern. Helles Licht hält länger wach, während schummeriges Licht einschläfernd wirkt. (im)

Quelle: Kantermann, T. et al: “The stimulating Effect of Bright Light on Physical Performance depends on Internal Time”, PLoS ONE 7(7): e40655. doi:10.1371/journal.pone.0040655

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