Offenbar deutlich mehr Sterbehilfe-Fälle bei Dignitas
Insgesamt 144 Menschen hätten im Jahr 2011 mit Unterstützung der Organisation ihr Leben vorzeitig beendet, berichtete die "SonntagsZeitung" unter Berufung auf Zahlen der Polizei. Außer fünf seien alle Kunden der im Kanton Zürich ansässigen Sterbehilfe-Organisation aus dem Ausland gewesen. Wie viele Menschen genau Dignitas im Jahr 2010 in den Tod begleitete, ließ die Zeitung offen.
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Nach Angaben des Blatts stieg auch bei der Züricher Sterbehilfe-Bewegung Exit die Zahl der Fälle im vergangenen Jahr um 17 Prozent von 257 auf 300. Die meisten Betroffenen hätten unter Krebs gelitten, sagte der Vize-Vorsitzende Bernhard Sutter dem Blatt. Demnach waren die Kunden im Durchschnitt 76 Jahre alt. Im Gegensatz zu Dignitas gewährt Exit Sterbehilfe nur Kunden, die ihren ständigen Wohnsitz in der Schweiz haben.
Passive Sterbehilfe ist in der Schweiz erlaubt, solange keine "egoistischen Motive" vorliegen. Bei einer Volksabstimmung im vergangenen Mai lehnten Zürichs Wähler alle Vorschläge ab, Sterbehilfe generell zu verbieten oder sie zumindest auf die Bewohner des größten Kantons zu begrenzen, um dem sogenannten Sterbetourismus ein Ende zu bereiten.
© AFP
144 Meinungen zu "Schweiz zieht Todes-Willige an"
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netzwerker
Dienstag, 13.03.2012, 09:45 Uhr @Humpelhund: Wenn ich schon wieder das Gerede über Gott höre! Wo ist denn dein Gott bei all dem Mord und Totschlag auf der Welt? Ich habe Freunde an Krebs ehlend zugrunde gehen sehen, vollgedröht mit Morphium, weil sie vor Schmerzen kein klares Wort mehr reden konnten. Jedem Tier gesteht man eine Erlösung von seinen Leiden zu nur die "Krone" der Schöpfung hat moralische Bedenken.....oder ist es doch kommerzielles Denken?? Gott und seine Wege....hör mir bloss auf ! -
Diamondpearl
Dienstag, 13.03.2012, 09:25 Uhr Ich werde die aktive Sterbehilfe auch in Anspruch nehmen. Soviel steht fest. Hier in Deutschland wird bei jedem kranken Tier Euthanasie angewandt, wenn keine Aussicht auf Heilung besteht. Warum nicht beim Menschen? Warum mit zweierlei Maß messen? Ein Tier ist ein Lebewesen, der Mensch auch. Gleiches Recht für alle! Zudem kann der Mensch sich, im Gegensatz zu einem Tier, verständlich machen, das er sterben möchte. Natürlich sollte aber unterschieden werden, zwischen krankheitsbedingtem Todeswunsch (Krebs in fortgeschrittenem Stadium) und Lebensmüde (z.B. bei Depressionen). -
Prinzessa
Dienstag, 13.03.2012, 09:21 Uhr wenn jemand aus dem Leben scheiden möchte, weil er die Schmerzen nicht mehr ertragen kann, so soll es ihm möglich gemacht werden. Klar, die Verbliebenen müssen damit klar kommen, aber mal ehrlich: Wer möchte denn quallvoll sterben? -
humpelhund
Mittwoch, 07.03.2012, 16:12 Uhr Ich halte nichts von aktiver Sterbehilfe. Meiner Meinung nach hat nur Gott alleine das Recht zu entscheiden wann ein Mensch stirbt. Wenn er es für richtig hält dann wird er einen kranken Menschen auch auf jeden Fall sterben lassen. Sobald Gott will das ein Mensch stirbt kann nichts und niemand dies mehr verhindern. Daher ist es also absolut unnötig überhaupt über Sterbehilfe nachzudenken. -
Night23
Dienstag, 21.02.2012, 16:00 Uhr Es gibt viele Menschen die starke Schmerzen haben durch eine Krankheit,selbst starke Schmerzmittel verlieren nach der Zeit ihre Wirkung!Das trifft auch auf Drogen zu die verschrieben werden. Wenn diese Menschen bitten erlöst zu werden sollte nimand das verweigern,ein Todeskampf kan sich über Std.hinziehn das wünsche ich nimanden.Aus diesen Grund ist es für mich kein Mord sondern eine Erlösung für den Sterbenden! Das sowas hier bestraft wird finde ich falsch,viele gerade bei Familienangehörige haben es sicher nicht getan aus Freude sondern weil sie es nicht ertragen konnten denjenigen leiden zu sehn! Was bleibt solchen Menschen den über als in die Schweiz zu gehn sollen sie qualvoll verenden ist das besser??? Deutschland sollte die Sterbehilfe erlauben,braucht ja nicht jeder in Anspruch zu nehmen. Organspende ist ja auch freiwillig allso warum dan nicht auch Sterbehilfe?Es ist egoistisch diesen leidenden Menschen mit unsagbaren Schmerzen einen friedlichen Tod zu verweigern! -
MollyMalone67
Dienstag, 21.02.2012, 13:06 Uhr Ich denke, es ist ein Problem der Definition. Ich schrieb vorhin über das Beispiel des todkranken Hundes, der fraglos von seinem Leid aktiv erlöst werden dürfe. In aktiver Sterbehilfe sehe ich zwar keinen Mord im juristischen Sinne, aber trotz aller Unterstützung der Selbstbestimmung bleibt doch ein merkwürdiges Gefühl, das bei passiver und indirekter Sterbehilfe so nicht gegeben ist. Zumindest bei mir. -
MollyMalone67
Dienstag, 21.02.2012, 12:58 Uhr @TXCOO: Das ist eine Meinung, der ich mich durchaus anschließen kann - auch ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich an aktive Sterbehilfe denke.
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