DNA-Nanoroboter greift gezielt Krebszellen an
Bislang ist der Roboter allerdings erst in Zellkulturen getestet worden. Ob er jemals bei Menschen zum Einsatz kommen kann, ist noch nicht geklärt. Ähnliche Ansätze verfolgen auch andere Forschergruppen.
Der Nanoroboter gleicht einem sechseckigen Käfig, der nur 45 Nanometer (Millionstel Millimeter) hoch und 35 Nanometer dick ist - damit ist er rund 2000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Der mit einer speziellen Technik namens DNA-Origami gefaltete Käfig besteht aus zwei Hälften, die von maßgeschneiderten Riegeln zusammengehalten werden. Diese Riegel sind so aufgebaut, dass sie ähnlich wie weiße Blutkörperchen die Oberfläche gewünschter Zielzellen - etwa Krebszellen - erkennen und daran andocken können. Mit dem Andocken konfiguriert der Riegel sich neu, so dass der Nanokäfig aufschwingt.
Der Laderaum lässt sich mit verschiedenen Wirkstoffen bestücken, die auf diese Weise gezielt zu ihrem Einsatzort gebracht werden können. Im Experiment belud das Team um Douglas seine Nanoroboter unter anderem mit molekularen Botenstoffen, die das Selbstmordprogramm einer Zelle aktivieren können. Dieses Programm ist bei Krebszellen typischerweise gestört.
Im Labor konnten die Forscher auf diese Weise die Selbstzerstörung bei Leukämie- und Lymphomzellen auslösen, wobei auch die molekularen Botschaften für die beiden verschiedenen Krebszellen maßgeschneidert werden mussten. Nach diesem Muster könnten verschiedene Aktionen gezielt bei gewünschten Zelltypen ausgelöst werden, erläutern die Wissenschaftler.
Die Forscher, die sich für ihre Arbeit von der Funktion des menschlichen Immunsystems inspirieren ließen, bereiten nach den Worten von Douglas als nächstes Tests an Versuchstieren vor. "Das wird wahrscheinlich ein verbessertes Design erfordern, um eine stabile Zirkulation und Funktion im Blutkreislauf zu gewährleisten", schränkte der Forscher allerdings ein. "Außerdem müssen die Herstellungskosten des Geräts sinken."
16 Meinungen zu "Mit Nanorobotern gegen Krebs"
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Eulenspiegel01
Samstag, 18.02.2012, 17:18 Uhr es GIBT schon längst etwas, das Krebszellen angreift. Es nennt sich "Vitamin C". Man muss es allerdings infundieren. Sobald die Konzentration im Blut deutlich über 1 mmol/l liegt, sterben die Krebszellen. -
logen
Freitag, 17.02.2012, 13:25 Uhr @HerrVonWelle Wenigstens des Lesens UND Verstehens sollte ein Kritiker mächtens sein! Zu Zeiten des "Wulffs im Schafspelz" sollte man daraus lernen, nicht voreilig, zu scharf und gar nicht zu Unrecht andere zu kritisieren. Ein NanoMETER ist ein Milliardstel METER oder, wie richtig im Bericht geschrieben wird, ein Millionstel MILLIMETER. -
DrMedDentZA
Freitag, 17.02.2012, 13:22 Uhr @HerrVonWelle ist schon richtig 1nm=10^-9 m, aber 1nm=10^-6mm. -
HerrVonWelle
Freitag, 17.02.2012, 12:45 Uhr "Der Nanoroboter gleicht einem sechseckigen Käfig, der nur 45 Nanometer (Millionstel Millimeter) hoch und 35 Nanometer dick ist" Bei "nano" handelt es sich um milliardstel und nicht um millionstel. -
schotenbob
Freitag, 17.02.2012, 11:12 Uhr iwann werden sie krebs heilen können! Respekt und Anerkennung für die Forscher! Wir sind diesen Leuten zum Dank verpflichtet! -
Vinooo
Freitag, 17.02.2012, 10:59 Uhr belgarion666:"Niemand kann Wesley Crusher leiden. Wesley Crusher ist ein weinerliches AK." Und außerdem auchnoch der Erzfeind vom guten Dr. Dr. Sheldon Cooper!!:-) -
Avus86
Freitag, 17.02.2012, 10:54 Uhr Ich sage schon seit Jahren, dass das kommen wird. Und ich weiß es auch schon länger, diese Nachricht ist keine Neuigkeit...schön ist nur, dass die ganzen Idioten, die die Größe des Fortschritts nicht verstehen und ausschließlich Ungebildetenmüll dazu absondern bzw. abgesondert haben, früher oder später vom Berg ihrer eigenen Dummheit fallen (und dabei hoffentlich draufgehen). Gut, ich weiß, so ist die Welt nunmal...
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