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28.02.2013, 16:35 Uhr

Pollenkleber: Pflaster gegen Heuschnupfen

Laufende Nase, Tränen in den Augen: Wer an Heuschnupfen leidet kann sich über den Spätfrühling mit der Gräserblüte nicht freuen. Ein Pflaster mit Pollenextrakten könne die Symptome des Heuschnupfens um 70 Prozent lindern, berichten Forscher vom Universitätsspital Zürich in einem klinischen Versuch.

Wirksamer Hautkleber

Gabriela Senti und Kollegen testete die Wirksamkeit und Sicherheit eines Pflasters, das die Allergene von sechs verschiedenen Gräserpollen in die Haut einbringt. Testpersonen waren 132 Menschen mit Heuschnupfen. Sechs Tage lang, verteilt auf zwei Monate, bevor sich die Gräserpollen ausbreiteten, trugen sie das Pflaster am Oberarm. Dies genügte den Forschern zufolge, um die Heuschnupfensymptome der Patienten auch noch im Folgejahr im Schnitt um 70 Prozent zu lindern. Pflaster mit weniger oder gar keinem Pollenextrakt linderten die Symptome der Patienten in den Vergleichsgruppen um 30 Prozent. In keiner Patientengruppe waren schwerwiegende Nebenwirkungen zu beobachten. Das Pflaster sei ein effizienter und sicherer Ansatz, so die Forscher.

Therapie verbessern

Noch sei die Heuschnupfentherapie aber nicht reif für den Einzug in den klinischen Alltag. Damit die Pollenallergene in die Haut eindringen und mit den Immunzellen der äußeren Hautschichten in Kontakt treten, trugen die Forscher die Hornhaut mit einem Klebeband ab – ein Verfahren, mit dem sie nicht immer optimale Resultate erzielen und das verbesserungsbedürftig sei. "Sind diese Hindernisse ausgeräumt, steht uns im Kampf gegen die neue Epidemie unserer Zivilisation, den lästigen Heuschnupfen, endlich ein einfaches Mittel zur Verfügung", hofft Senti.Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung, die auf einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweiße bestimmter Pollen beruht. Pollen gelangen während der Gräser- und Baumblüte in die Luft. Sie bewirken bei den Betroffenen eine allergische Reaktion an den Schleimhäuten der Atemwege, Nase und Augen. Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 16 Prozent der Menschen unter Heuschnupfen leiden. (im)

Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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Alle News vom: 28. Februar 2013 Zur Übersicht: Gesundheit

1 Meinungen zu "Pflaster gegen Heuschnupfen"

  • schieber1
    Samstag, 21.04.2012, 09:05 Uhr
    70% Linderung bei Heuschnupfen das ist sehr viel. Es wird wohl Millionen von Menschen geben welche auf dieses Pflaster zurückgreifen werden um sich nicht der Qual eines solchen Schnupfens aussetzen zu müßen.
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