Organspende-Skandale erschüttern Vetrauen in Medizin
Das bestehende System für Organtransplantationen ist offensichtlich viel zu anfällig für Manipulation. Das haben die Skandale an den Kliniken in Regensburg und Göttingen gezeigt. Einem Mediziner war es gelungen, durch Fälschungen der Krankenakten ausgewählten Patienten schneller eine neue Leber zu verschaffen.
Knapp die Hälfte der Spenderorgane soll durch das beschleunigte Vermittlungsverfahren mittlerweile an der offiziellen Warteliste vorbei vergeben werden. Dieses Verfahren sollte nach den geltenden Richtlinien dann angewendet werden, wenn Organe von älteren oder kranken Spendern zur Verfügung stehen, für die es nur wenige geeignete Empfänger gibt. Wiederholt drängt sich aber der Verdacht auf, Organe würden "kränker" gemacht, um das bestehende System der Organverteilung zu unterlaufen.
Zwar wollen Ärzte, Kliniken und Krankenkassen durch neue Regelungen das Dickicht im Vergabeverfahren lichten, doch das Vertrauen der Bevölkerung in die Transplantationsmedizin ist erst einmal erschüttert.
Wir haben unsere Leser aufgerufen, darüber abzustimmen, ob sie nach den Manipulationen bei den Vergabeverfahren ihre Organe immer noch spenden würden. Die Umfrage mit rund 1.500 Teilnehmern kommt zu einem recht eindeutigem Ergebnis: Rund 65 Prozent würden nach den jüngsten Skandalen nicht mehr an eine Organspende denken.
Ende August werden Mediziner und Krankenkassen mit Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) über erforderliche Änderungen in Richtlinien, Verordnungen oder Gesetzen beraten. Derzeit stehen rund 12.000 Menschen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spender-Organ. Sollten die beteiligten Parteien nicht schnell eine vernünftige und umsetzbare Lösung finden, um das Problem mit illegalen Transplantationen in den Griff zu bekommen, könnte die Bereitschaft der Bevölkerung, diesen schwer kranken Menschen zu helfen, noch weiter sinken.
701 Meinungen zu "Viele wollen nicht mehr spenden"
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CHnot4sale
Mittwoch, 09.01.2013, 12:55 Uhr Was nur wenige wissen und Aerzte nicht aufklären, obwohl sie verpflichtet dazu wären: Zahlreiche Studien zur Nierenlebendspende und ebenso zahlreiche vorliegende Erfahrungsberichte von Nierenlebendspendern zeichnen ein erschütterndes Bild. 75% aller Spender verlassen mit einer moderaten Nierenfunktionsstörung (GFR < 60, Quelle AQUA Institut) die Klinik. Es wird behauptet, dass die Nierenfunktion sich wieder normalisiert, doch tritt das deutlich weniger ein, als zuvor suggeriert. Die Literatur beschreibt für nierenkranke Menschen schon ab dieser Stufe entsprechende Symptome wie „Leistungsschwäche und Müdigkeit“ (Nephrologie, S. 312, 5. Auflage 2008, Verlag Georg Thieme) und empfiehlt die „Behandlung von Komplikationen“ (Nephrologie, S. 16). Doch für Spender gilt dies lt. Transplantationsmedizin nicht. Es werden den Spendern alle Symptome, die bei einem „normalen Nierenkranken“ in diesem Funktionsbereich schon auftreten können, in Abrede gestellt und vehement behauptet, dass der Spender gesund sei. Es wird nicht davor zurückgeschreckt, diese falschen Behauptungen in Arztberichte zu schreiben und damit beinahe unangreifbar zu machen. Dass es egal ist, ob man zwei kranke Nieren mit verminderter Leistungsfähigkeit hat, oder eine gesunde Niere, die ebenfalls nur noch einen Teil der ursprünglichen Gesamtleistung schafft, wird mit ärztlicher Kompetenz beiseite gewischt. Mehr: http://www.nierenlebendspende.com/ -
arid1
Sonntag, 06.01.2013, 17:13 Uhr So lange es keine einheitliche Krankenkasse gibt, wo alle Bürger-gleich welchen Berufsstandes- einzahlen, wird es immer mit Betrug am Menschen enden . Wer daran glaubt, daß der Privatpatient nicht bevorzugt wird .....dem ist eh nicht zu helfen ! -
onesunnyday
Mittwoch, 26.09.2012, 16:16 Uhr @DATkauder: spannend was Sie da von sich geben. Sehr blumig umschrieben haben sie offenbar gemeint, ich soll doch gefälligst sterben, damit die Organspendeindustrie ein Ende hat! Ich glaub sowas kann nur ein völlig ahnungsloser Mensch von sich geben. Ich bin ja sehr friedfertig, ich wünsch Ihnen nix Böses, ich würde Ihnen nur gerne mal meinen 24 Stunden Alltag als Dialysepatient gönnen. Ich denke sobalds um Ihren geschätzten Wohlfühlpelz geht, sieht die Sache maßgeblich anders aus! -
onesunnyday
Mittwoch, 26.09.2012, 15:52 Uhr Für mich ist das Organspendeverständnis in Deutschland nicht ganz verständlich. Jeder der spenden möchte muss sich einen Ausweis besorgen? HALLO? Kein Wunder dass man in D solange auf ein Organ wartet. In Österreich ist jeder, der sich nicht ausdrücklich dagegen entscheidet, automatisch Spender! Da kann man doch nur froh sein, im richtigen Land (Österreich) zu leben! -
transplantation
Mittwoch, 26.09.2012, 14:43 Uhr wenn es in irgend einem bereich schwarze schafe gibt (und die gibt es überall ) wird sofort ein urteil gefällt , am meisten von menschen , die sich noch nie mit der materie befasst haben sicher ist das schlimm , was in ein paar wenigen fällen passiert ist aber die , die sich ein urteil erlauben ohne betroffen zu sein , sollten sich überlegen , ob sie nicht auch dankbar wären , wenn sie ein organ geschenkt bekommen . wenn sie schwer erkranken . denn es ist ein geschenk von mensch zu mensch das schreibt eine lebertransplantierte , die dieses geschenk bekommen hat -
Tanne1
Dienstag, 14.08.2012, 09:54 Uhr Ich leg noch einen drauf! Sollte es einen Teufel geben, so guggt dieser sicherlich mit Neid auf die brutalen unmenschlichen - Menschenverachtenden Abscheulichkeiten enorm vieler Menschen herauf! fg -
weisserFalke
Montag, 13.08.2012, 17:32 Uhr Tanne1 genau so .......
- Cholesterin
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- Pilates
- Heuschnupfen
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