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12.06.2012, 13:05 Uhr

Meditation verbessert Effektivität von Nervenfasern

Washington/Lubbock (dpa) - Eine Aufmerksamkeitsmeditation verändert in vier Wochen die Nervenfasern einer bestimmte Gehirnregion stärker als eine reine Entspannungsübung.

In einem vorderen Teil der Hirnrinde habe sich nach dem Meditationstraining die Isolierung der Nervenzellfortsätze (Axone) deutlich verbessert, was zu einer schnelleren Durchleitung von Signalen führe, berichten Forscher um Yi-Yuan Tang von der Texas Tech University in Lubbock (US-Staat Texas). Der sogenannte anteriore cinguläre Cortex wird allgemein mit der Kontrolle von Wahrnehmung und Emotionen in Verbindung gebracht sowie mit der Fähigkeit, Konflikte zu lösen.

Die Wissenschaftler sehen in ihren Ergebnissen einen weiteren Schritt dazu, die Veränderungen von Gehirnstrukturen beim Lernen besser zu verstehen. Zudem zeige die Studie mögliche Ansätze für Therapien von psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen, Schizophrenie, dem Borderline-Syndrom und der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Bei diesen Erkrankungen sei die Selbstregulierung der Wahrnehmungs- und Emotionskontrolle beeinträchtigt, schreiben die Wissenschaftler in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Die Aufmerksamkeitsmeditation beinhaltet neben der Körperentspannung auch Aufmerksamkeitstraining und Tagträume. In einer Studie wurden 45 Studierende der University of Oregon, in einer weiteren Studie 68 Studierende der chinesischen Dalian University of Technology in zwei Gruppen aufgeteilt. Alle Teilnehmenden hatten zuvor keine Erfahrung mit meditativen Übungen. Eine Gruppe erhielt Aufmerksamkeitsmeditation, die andere Entspannungsübungen. In der ersten Studie erstreckte sich das Training über vier Wochen mit insgesamt 11 Stunden, in der zweiten Studie über zwei Wochen mit fünf Stunden.

Mit Hilfe der Diffusions-Tensor-Bildgebung, die verschiedene Faktoren der Durchlässigkeit von Nervenzellgewebe misst, untersuchten Yi-Yuan Tang und sein Team die Veränderungen. Dabei zeigte sich bei der Gruppe mit der Aufmerksamkeitsmeditation nach vier Wochen in bestimmten Hirnregionen eine geringere Durchlässigkeit der Zellwände, was für eine bessere Isolierung spricht. Zudem vermuten die Forscher eine Verdichtung der Nervenfasern.

Kulturell bedingte Unterschiede zwischen US-amerikanischen und chinesischen Studenten, die die Wissenschaftler vorab angenommen hatten, konnten sie in ihren Studien nicht belegen.

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3 Meinungen zu "Meditation verändert Nerven"

  • Thomas98765
    Mittwoch, 05.09.2012, 10:47 Uhr
    Nun mal ganz sachte mit der Meditation. Die viel gepriesenen Sitzhaltungen sind nicht so wichtig, bestenfalls eine persönliche Note. Ein Mensch im Rollstuhl kann das auch! Ich bin Mental - Trainer und befasse mich mit dem Thema seit 1990. Wer die Meditation lernt und alles Geschnörgelte drumherum mal weglässt, kommt zu besseren Ergebnissen einer Tiefen- entspannung, fast so, als ob Du eine herrliche erholsame Nacht im Paradies verbracht hast. Meditation hat keine direkte Sofortwirkung wie eine Spritze oder Schmerztablette, sondern muss langfristig betrachtet werden. jeweilige Übungen von 5 - 10 Minuten früh und abends mit Sorgfalt geführt, haben die besten Auswirkungen. So kannst Du zwar bei der Raucherent- wöhnung ohne Entzugserscheinungen von 2 Schachtel tägl. auf null kommen, aber das Training sollte dennoch mind. 3 bis 6 Monate gemacht werden, um die gute Wirkung dauerhaft zu verankern. Meditation sollte - so meine Empfehlung - immer alleine oder im kleinen Kreis geführt werden, weil es wunschgemäß zu emotionalen Stresslösungen kommen kann. Lachsalven sind das eine, Weinkrämpfe könnten Dich als Persönlichkeit total outen ... Meditation ist ein Vehikel ins Unterbewusstsein. Was Du als Info einbringst = Leitgedanken, ist entscheident, daraus gestaltet sich die Wirkung. Doch bleib mit Deinen Erwartungen realistisch: Du wirst nicht im Körper eines 30-jährigen 200 Jahre leben oder so... Dennoch, Deine seelisch -geistige und auch persönliche Lebensqualität kann sich ent- scheident bessern. Es geht dabei nicht um's glauben, sondern darum, Ergebnisse wohlwollend zu akzeptieren. Ein Gehirntumor kann verschwinden, Anfälle hören auf, Blutbilder verändern sich usw. Nur im voraus kann ich nix garantieren. Probieren geht hier über studieren. Aber auch die Ernährung von Körper, Gedanken und Seele spielen große Rollen. Du kannst Ängste verlieren, auf Jahrzehnte gesund bleiben und beim Zahnarzt lachen ohne Ende. Dennoch darfst Du mit dem Rest dieser, manchmal anstrengenden Menschheit, leben, wenn auch wesentlich leichter. Du wirst neue Bücher lesen, Dich in diese materie einleben und ständig daran weiterarbeiten. Es macht Spaß und bringt Dein Leben im Positiven vorwärts. Aber, es verändert Dich auch. Du erkennst schnell, wer da noch in der tierischen Evolutionsebene vegetiert und wer dabei ist, sich weiter zu entwickeln. Oft brauchst Du keine Fragen mehr zu stellen, weil Dir schon vorher die Antwort einleuchtet... In diesem Sinne: gestalte Dein Leben poitiv, halte Dich mit vorschneller Meinungsfreigabe zurück und lasse dies Thema auf Dich wirken. Ich wünsche allen Einsicht, Weitsicht und ein positiv erfolgreiches Leben. Denkt maldran: wir haben alle lebenslänglich auf dieser ERDE, doch ob wir Trübsal blasen oder frohen Herzens geniessen, ist allein unsere eigene Entscheidung! Herzliche Grüße Michael
  • Zeidler
    Montag, 27.08.2012, 09:41 Uhr
    Als wenn man heut noch Zeit zum meditieren hätte..... Hier soll man Leistung bringen und nichts anderes und das möglichst entgeldlos. Wird man beim meditieren erwischt gibt es erstmal eine kürtzung des Regelbedarfs von der ARGE. Oder der Arbeitgeber schmeisst einen raus weil er nicht einsieht das sein Arbeiter so ne lockere Kugel schiebt.
  • sumpfdotter
    Dienstag, 12.06.2012, 16:30 Uhr
    Das wahr klar ! Symbolfigur, Frau meditiert im Lotussitz ! Daneben hätte die Journalistin zum Vergleich einen Männerbild stellen können, mit einem Straßenarbeiter im Teergestank. Weibliche Straßenarbeiter gibt es ja nicht . Frauen können sich die Meditation ja leisten !
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