Zahl kranker Frauen drastisch erhöht
Vor allem wachsender Zeitdruck, die Doppelbelastung in Beruf und Familie und mangelnde Anerkennung ihrer Arbeit mache den Frauen zu schaffen. "Sie müssen die Managerinnen für alles sein und sollen dabei auch noch guter Laune sein, das ist kaum machbar."
Zugleich bewilligen die Krankenkassen aber immer weniger Mutter-Kind-Kuren. Im vergangenen Jahr wurden 39.000 Frauen und 56.000 Kinder in den Kliniken des Müttergenesungswerks behandelt. Das sind 8.000 Patientinnen weniger als noch 2008. Zwischenzeitlich habe es bei den gesetzlichen Krankenkassen Ablehnungsquoten von bis zu 40 Prozent gegeben, sagte Rupprecht. Erst seit im Februar neue Begutachtungskriterien eingeführt wurden, seien Verbesserungen zu erkennen. "Nur, weil sich die Politik eingeschaltet hat."
Während psychische Erkrankungen bei Müttern zunehmen, gehen körperliche Probleme aus Rupprechts Sicht zurück. Früher seien häufig Atemwegs- und Stoffwechselprobleme behandelt worden. "Inzwischen sind Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden die zweithäufigste Diagnose nach der psychischen Erkrankung." Besonders belastet seien Mütter, die ihre eigenen Eltern oder sogar Kinder pflegen müssen.
Doch nicht nur die Mütter, auch ihre Kinder werden behandelt. "Wenn es der Mutter schlecht geht, geht es auch dem Kind nicht gut", erklärt Rupprecht. Bereits Kinder im Grundschulalter übernähmen dann die Rollen von Erwachsenen und versuchten, der Mutter Last abzunehmen. "Die Kinder sind dann nicht rebellisch oder aggressiv, sondern extrem erwachsen für ihr Alter. Das ist eine Überforderung."
Belastungssyndrome beobachtet Rupprecht bei Müttern in allen Einkommenschichten. Bei den Patienten des Müttergenesungswerks habe es sogar eine Verschiebung von den unteren Einkommen hin zu höheren gegeben.
Das Müttergenesungswerk bietet neben kostenloser Beratung in bundesweit rund 1.300 Stellen vor allem Mutter-Kind-Kuren in 82 Kliniken an. Die 1950 von Elly Heuss-Knapp gegründete Stiftung finanziert sich aus Vermögenserträgen, Sammlungen am Muttertag und Spenden. 2011 hatte das Werk laut Rupprecht zwei Millionen Euro zur Verfügung. Schirmherrin ist traditionell die First Lady; seit Mai 2012 Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck.
850 Meinungen zu "Mehr psychisch kranke Frauen"
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blizzardmaria
Samstag, 22.09.2012, 11:34 Uhr Ich verstehe nicht warum Frauen heutzutage mit dem Leben nicht klar kommen. Früher waren Frauen viel mehr belastet - mehr Kinder - keine elektrischen Hilfen im Haushalt " Waschmaschine - Staubsauger - Geschirrspüler - E-Herd.... Die Frauen heute sind für mich nur mit zu vielen unwichtigen Dingen beschäftigt - sitzen am PC - Freundinnen treffen - im Kaffeehaus sitzen - shoppen gehen... Das kann einem schon zu schaffen machen. -
Reflektion
Mittwoch, 18.07.2012, 12:46 Uhr Ja der Belastungsdruck heutzutage ist Enorm. -
MollyMalone67
Dienstag, 17.07.2012, 12:39 Uhr @Ramosita: "Depressiv wird man wenn man statt sich um seine kinder zu kümmern lieber in web.de ist und stundenlang mitschreibt, die Zeit vergeht man kommt nicht mit allem Hinterher und verfällt in Depressionen" Sie sollten sich mal zum Thema "Depressionen" informieren - das hat man Ihnen ja nun schon öfter geraten. Was Sie meinen, sind depressive Verstimmungen, die jeder mal hat. -
macwallaby
Donnerstag, 12.07.2012, 17:58 Uhr touch, ich glaube, hier wollte dich einer verarschen. Anders kann ich mir das nicht vorstellen. -
macwallaby
Donnerstag, 12.07.2012, 17:47 Uhr ""@mannTrotzAllem @macwallaby seid Ihr neidig ;-) "" @mannTrotzAllem also, bin mir nicht sicher, wie es dir geht @mannTrotzAllem auf dich kann ich nicht neidig sein, weiss Gott nicht. :))) -
macwallaby
Donnerstag, 12.07.2012, 17:43 Uhr Ein Aspirin hilft meist dagegen, musst du auch mal probieren :))
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