Männer im Bett-Koma
Männliche Potenz galt schon vor Jahrtausenden als Zeichen von Stärke und Fruchtbarkeit. Der erigierte Penis ist deutlich auf Höhlenmalereien zu erkennen. Eine intakte Erektion soll ein mystisches Phänomen unter göttlicher Kontrolle gewesen sein. Klappte es nicht mehr im Bett beziehungsweise in der Höhle, mussten Dämonen und böse Geister am Werk sein. Im Mittelalter erklärte die Kirche Erektionsstörungen als "Zauber- oder Hexenwerk", und Hunderte unschuldiger Frauen sollen deshalb ihr Leben gelassen haben. Heute leidet jeder fünfte Mann zwischen 30 und 80 Jahren unter Erektionsschwäche, medizinisch "Erektile Dysfunktion" (ED).
Medikamentöse Penisschlappe
Inzwischen weiß man, dass weniger böse Dämonen ihre Finger im Spiel haben, wenn das beste Stück streikt. Eine ED wird vor allem durch einen ungesunden Lebensstil wie Rauchen oder zu viel Alkohol begünstigt. Eine wichtige Rolle spielen auch Krankheiten, zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Übergewicht.
Außerdem lassen einige Medikamente den Penis schlaff bleiben. Jetzt zeigt eine Studie* des Kaiser Permanente Medical Center in Los Angeles: Je mehr verschiedene Arzneimittel ein Mann einnimmt, desto größer ist das Risiko für eine gestörte Erektion. "Die Studie beweist das, was wir aus dem klinischen Alltag kennen", sagt Alexander Müller, Oberarzt in der Urologie an der Uniklinik Zürich. "Hat ein Mann Probleme im Bett, sollte er seinem Arzt unbedingt sagen, ob und welche Medikamente er nimmt." Möglicherweise lasse sich das Sexualleben durch eine Umstellung der Medikation deutlich bessern.
Die Menge machts!
Das Forscherteam um die Urologin Diana Londoño fand anhand der Patientenakten von rund 38.000 Männern zwischen 45 und 69 Jahren heraus: Von Männern, die zwei und weniger Arzneimittel einnahmen, hatte nur etwa jeder Sechste eine ED. Bei mehr als zehn Medikamenten war es jeder Dritte. "Die Studie hat aber einen großen Nachteil", sagt Stephan Krähenbühl, Chefarzt der klinischen Pharmakologie am Unikrankenhaus Basel. Die Forscher erfassten nämlich nicht, welche Präparate die Männer einnahmen. "Von einigen wissen wir aber, dass sie als Nebenwirkung eine ED verursachen können."
Mittel unter Verdacht
Am häufigsten tritt dies bei blutdrucksenkenden Betablockern und Thiaziden sowie bei Medikamenten gegen psychische Krankheiten auf, darunter Lithium, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder trizyklische Antidepressiva. "Die genauen Mechanismen sind aber wenig bekannt", sagt Krähenbühl. Blutdrucksenkende Mittel könnten zu einer Gefäßerweiterung in den Schwellkörpern im Penis führen, die sich dann nicht mehr ausreichend füllen. Psychopharmaka könnten die Konzentration von Botenstoffen im Gehirn wie Serotonin durcheinanderbringen, die für eine ausreichende Erektion wichtig sind.
"Klagt ein Mann über Erektionsstörungen, können wir allerdings oft nicht sagen, ob es nun am Lebensstil, an Krankheiten oder den Medikamenten alleine liegt", sagt Urologe Müller. "Leidet jemand zum Beispiel unter Bluthochdruck, Diabetes und raucht dazu auch noch, kann dies die Blutgefäße im Penis schon so geschädigt haben, dass Blutdruckmedikamente eine ED alleine nicht erklären, aber verstärken können." Es lohne sich jedoch immer, die Therapie zu überdenken, rät Paul Erne, Chef-Kardiologe am Schweizer Kantonskrankenhaus Luzern. ACE-Hemmer oder Sartane sind zum Beispiel Blutdruckmittel, die keine ED verursachen. Letztere können sie sogar eher bessern. "Bewegt man sich regelmäßig und verliert überflüssige Pfunde, kann man manchmal sogar ganz auf Blutdruckmedikamente verzichten", weiß Erne.
Scham ist fehl am Platz
Auch bei Menschen mit psychischen Krankheiten und neu aufgetretener ED lässt sich nicht immer leicht feststellen, was zuerst da war. "Menschen mit Depressionen haben oft Erektionsstörungen", erklärt Müller. "Aber auch Antidepressiva können schuld daran sein - es ist immer einen Versuch wert, andere Präparate auszuprobieren." So kann man bei Depressionen auf ein älteres tetrazyklisches Antidepressivum umsteigen. Lithium, das gegen manisch-depressive Krankheiten eingesetzt wird, kann man in manischen Phasen durch beruhigend wirkende Neuroleptika ersetzen, in den depressiven Phasen durch Medikamente, die sonst gegen Epilepsie verabreicht werden.
"Kein Mann sollte sich schämen, das Thema bei seinem Arzt anzusprechen, denn das könnte auch noch auf eine ganz andere Weise helfen", sagt Müller. Erektionsstörungen sind nämlich häufig ein Vorbote für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in den kommenden Jahren. "Wissen wir davon, können wir rechtzeitig diagnostische Schritte und eine vorbeugende Therapie einleiten."
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Quelle: * British Journal of Urology, online
33 Meinungen zu "Wenn das beste Stück streikt"
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Eis701
Freitag, 13.04.2012, 15:59 Uhr also als sehr sexhungriger Mann ist es mir auch schon passiert bei zuviel Stress oder lkohol Genus das mein bestes Stück nicht ganz die Leistung brachte die ich wollte. Desswegen macht euch kein Kopf wenn ihr gesund lebt und ne geile Partnerin habt regelt sich das meist von selbst.... -
Eis701
Freitag, 13.04.2012, 15:55 Uhr ja diese Esstipps kan ich auch weiter empfehlen Stargirl.... und einfach cool bleiben und probieren ruhig zu bleiben.....kein Stress, und die Frau soll ihm helfen, dann geht alles.... -
stargirl13
Freitag, 13.04.2012, 14:43 Uhr Lieber "derrobi" ! Was Du hier beschreibst, kenne ich sehr gut... . Mein Freund ( und mein "Ex"-Freund ) hat(ten) genau das selbe Problem... Mein Freund ist zwar keine 30`mehr - wie Du, aber er ist normalerweise schon immer "spitz". - Aber genau,-so wie Du sagst, wenn es darauf ankam, schrumpfte "sein bester Freund" zusammen. - Bei meinem "Ex" der selbe Mist. Ich hatte mir auch überlegt, ob es vielleicht an"mir" lag... . Aber ich habe doch meine Partner nicht sexuell unter "Druck"gesetzt!- Ich bin nur von Natur aus nunmal heißblütig und sinnlich. - Ist "das" der Grund ??? Da ich wegen diesem Problem, sexuell unausgelastet war (bin...), hatte ich meinen Freund mit meinen Nachbarn betrogen,-der wiederum latent potent war (derzeit läuft mit dem nichts` mehr...) und mich "beglücken" konnte. Ich gebe dir auch den Tip, Dich "gesund" zu ernähren.- Vor allem fischige Sachen . Zum Beispiel : Fisch, Kaviar, Tarama (Fischrogencreme- mmmh !), Muscheln, Salat, Gemüse & Obst, Champagner,Sekt,Wein - nicht zu viel Fleisch - nicht zu viel Fettiges . - Okay ? Also... - Diese Tips` gelten auch für alle anderen von Euch. (vitale) Grüße an Alle !- "stargirl13" . -
derrobi
Donnerstag, 12.04.2012, 16:18 Uhr bin anfang 30 und hab schon länger nen problem,... immer wenn es drauf ankommt is da nix. geht zwar aber könnte echt besser sein. ich glaub das sind die zuvielen gedanken die man sich macht,... der kopf sollte frei von allen sein. hab mir nen präparat gekauft welches arginin enthält..... schade ums geld. spitz bin ich oft aber wenn es soweit is will der kleine nicht so wie ich will. der kleine leidet unter erektionsschwäche,........ er is zwar da aber nicht so wie ne morgenlatte :) hab echt angst das ich nen penisbruch erleide,.... hat man ja schon so sachen gehört. da ich aus grenznähe komme und es internet gibt gibt is es ja nicht das problem an verschreibungspflichtige medikamente heranzukommen. hatte mal viagra ... ob es nun orginal war oder nicht,... gestanden hat er auch nicht wie ich es mir erhofft hatte.... aber wie bei arginin,.. ausdauer ohne ende...stellt man sich halt den wecker und macht frühs bei zeiten fertig :) -
ZungenTrauma
Freitag, 09.03.2012, 17:39 Uhr Der Typ auf dem Bild hätte seinen Achselhamster auch vorher rasieren können. -
ZungenTrauma
Freitag, 09.03.2012, 13:13 Uhr Wenn die Nudel streikt ist die Frau schuld! So so..............einer muss ja schuld sein - gelle? Schon mal an Stress, Medikamente usw. gedacht? Da kann Frau machen was sie will, da geht nix .......da sollte man offen über das Problem reden und nicht schweigen. -
xWulffix
Mittwoch, 07.03.2012, 11:55 Uhr Wenn die Nudel streikt ist die Frau schuld!
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