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21.02.2012, 15:47 Uhr

Viele Tote bei Angriffen auf syrische Protesthochburg

Kairo/Beirut (dpa) - Bei massiven Angriffen auf die syrische Protesthochburg Homs sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 47 Menschen ums Leben gekommen.

Oppositionelle sprachen von einer der heftigsten Attacken seit Beginn der jüngsten Offensive des Regimes in der Provinz Anfang Februar.

Das seit Wochen belagerte Viertel Baba Amro in der Stadt Homs sowie weitere Gebiete, in denen die Opposition stark ist, wurde den Angaben nach mit Granaten beschossen. Live-Bilder von dem Beschuss wurden von Oppositionellen an arabische TV-Sender geschickt.

Aktivist Omar Homsi sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Regimetruppen hätten zweimal versucht, den Stadtteil Baba Amro zu stürmen, seien dabei aber auf massiven Widerstand der "Freien Syrischen Armee" der Deserteure gestoßen.

"Wir sind zutiefst besorgt über die humanitäre Lage", sagte der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) Bijan Farnoudi der Nachrichtenagentur dpa. Rot-Kreuz-Mitarbeiter "prüfen derzeit mehrere Möglichkeiten, dringend benötigte Hilfe zu leisten", betonte er. "Dazu gehört eine Waffenruhe in den am stärksten betroffenen Gebieten, die es dem Syrischen Arabischen Halbmond sowie dem IKRK ermöglichen würde, notleidende Menschen zu erreichen." Ergebnisse der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt.

Am Freitag trifft sich in der tunesischen Hauptstadt Tunis erstmals die neue "Gruppe der Freunde Syriens". Damit soll ein Zeichen der Solidarität mit der syrischen Opposition gegen Präsident Assad gesetzt werden. Zudem soll es um konkrete Hilfsmöglichkeiten für die syrische Bevölkerung und die mehr als 20.000 Flüchtlinge gehen, die sich in die Nachbarländer Türkei, Libanon und Jordanien abgesetzt haben. Eingeladen wurde auch der oppositionelle Syrische Nationalrat (SNC). Russland will nicht teilnehmen. Die großen westlichen Staaten wollen am Donnerstag in London das weitere Vorgehen abstimmen.

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9 Meinungen zu "Viele Tote in Protesthochburg"

  • captiva
    Mittwoch, 22.02.2012, 14:09 Uhr
    ich bin mir sicher das es unverkennbar ist, das ein beträchtlicher teil der syrischen bevölkerung FÜR assad ist.in einem stimme ich zu-ALLE lügen was das zeug hergibt.
  • sagitta68
    Mittwoch, 22.02.2012, 09:16 Uhr
    Die Protesthochburg ist wohl eher eine Front. Der Häuserkampf hat begonnen. Das wird noch ne heiße Kiste. Aber die"Rebellen" können sich ohne massive Unterstützung von außen nicht mehr lange halten. Die Söldnerarmee löst sich allmählich auf. Denen hatte "man" wasanderes versprochen, so war das auch nicht geplant. Da helfen us-Drohnen hoch oben in der Luft auch nicht.
  • EarlofHuntington
    Mittwoch, 22.02.2012, 09:14 Uhr
    @ObRu1: Da hast Du etwas sehr Richtiges geschrieben.
  • ObRu1
    Mittwoch, 22.02.2012, 09:02 Uhr
    Bedingt durch die Medienblockade von Assad ist es unmöglich, sich ein genaues Bild über die Lage in Syrien zu machen. Warum Assad dies gemacht hat, steht für mich zweifelsfrei fest: um seine Verbrechen weitgehendst zu vertuschen. Wer alles am Aufstand gegen ihn beteiligt ist, kann unmöglich festgestellt werden. Lügen tun alle - Oppostionelle wie Assad-treue. Jedoch ist unverkennbar, dass ein beträchtlicher Teil der syrischen Bevölkerung gegen Assad ist. Und dieser ließ den Aufstand blutig niederschießen. Nur Blinde können das nicht erkennen.
  • EarlofHuntington
    Mittwoch, 22.02.2012, 09:01 Uhr
    @thaAzzkikr: Ja, ja Du bist beim Geheimdienst und weißt so was natürlich. Wenn die Türken es machen würden hätten sie sogar meine Unterstützung.
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