Charité: Timoschenko ist "ernsthaft krank"
Das habe die Untersuchung der 51-Jährigen durch den Neurologen Karl Max Einhäupl im Straflager ergeben, sagte eine Sprecherin des Universitätsklinikums am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit ukrainische Medienberichte. Weitere Details nannte die Sprecherin aus Gründen der Vertraulichkeit nicht.
Um Timoschenkos Gesundheitszustand tobt seit Monaten ein heftiger Propagandakrieg zwischen Anhängern und Gegnern. Nach Angaben ihrer Tochter leidet die Oppositionsführerin in der Haftanstalt im ostukrainischen Charkow unter anderem an einem Bandscheibenvorfall.
Wann die Diagnose fertig ist, stehe noch nicht fest, sagte die Charité-Sprecherin. Das Ergebnis dürfe aber nur veröffentlicht werden, wenn Timoschenko ihre Einwilligung gebe. Die Symbolfigur der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 war im Oktober vergangenen Jahres in einem umstrittenen Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
62 Meinungen zu "Timoschenko "ernsthaft krank""
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Outlawedone
Freitag, 27.04.2012, 07:55 Uhr Wer sagt es denn, endlich werden die AntiWar Leute gesperrt. -
Gerrymann
Dienstag, 24.04.2012, 17:01 Uhr Nach meiner Meinung,herrscht dort noch kommunistische Willkür.Man müsste international mehr protestieren. Poldi. -
Argusauge
Dienstag, 24.04.2012, 16:38 Uhr Spinalraum = Spinalkanal Unbehandlet kann solch ein Prolaps bis zur Querschnittslähmung führen,, insbesondere dann, wenn Verschwellungen udn Infektionen dazu kommen oder sich die Spinengewebshaus zusammenzieht. Die Sache wäre irreversibel. Nur rechtzeitige und richtige Behandlung kann sichern, dass es nicht zu aloch gravierenden, lebenslangen Folgen kommt. Die Ukraine hat keinerlei Recht dieser Frau die geeignete Behandlung zu verwehren, denn dieses Recht hat sie nicht einmal gegenüber Schwerstverbrechern, wie da wären Killer, perverse Kinder- und Frauenmörder, zu verweigern. Welch unmenschliche Mafia regiert da eigentlich jetzt? A. -
Argusauge
Dienstag, 24.04.2012, 16:27 Uhr Bandscheibenvorfall, unbehandelter Prolaps, gefährliche Einengung des Spanalraums, da haben die "Ulbrichtbüttel" in den politischen Zuchthäusern gewartet, bis der Betroffne mit Sicherheit im Rolstuhl landen musste. Erst dann wurde er in geeignete Behandliungen gebracht, - zu spät, mit der Folge bis zum Lebensende an den Rollstuhl gefesselt zu bleiben. Anders zu denken und das auchz u äußern, das war schon ein Todesurteil für viele Betroffene. Geht das nun in der Ukraine und anderswo so weiter? Argusauge -
aidaluara
Dienstag, 24.04.2012, 16:23 Uhr Ich habe eine sehr geteilte Meinung dazu. Erstens denke ich, dass niemand sich so richtig ein Bild machen kann, was politisch in der Ukraine los ist. Meine Freundin wohnt dort. Fragt bitte einmal den normalen Bürger, was der von seiner Regierung hält. Es fängt an bei Korrupt und hört auf bei Mafia. Die Menschen leben dort so schlecht wie noch nie. Eine Mutter bekommt zum Beispiel nicht einmal 10 € Kindergeld für Ihr Baby. Frau Timoschenko wurde unter politischen Aspekten verurteilt, nicht wegen krimmineller Aktivitäten (siehe Chodorkowski in Russland). Jemanden mundtot zu machen und in das Gefängnis sperren, ist der einfachste Weg. Sie war im Weg für die jetzigen Machthaber. Und dann jemand mit Gewlt zu etwas zu zwingen, dass passt doch gut in das Bild. Und ich denke, dass jeder das Recht hat, wenn er krank ist, versorgt zu werden.
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