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Journalisten der britischen "Sunday Times" brachten 2011 ans Licht, dass es der ehemalige Innenminister und EU-Parlamentarier Ernst Strasser mit seiner Aufgabe in Brüssel nicht ganz so genau nahm: Sie gaben sich als Lobbyisten aus und boten Strasser an, ihn zu bezahlen, wenn er bei geplanten Finanzrichtlinien in ihrem Sinne stimme. Medienberichten zufolge hatte Strasser mindestens 500.000 Euro pro Jahr nur für Lobbyaufträge kassiert und trat nach Bekanntwerden der Affäre zurück. In einem im Netz aufgetauchten Video erklärte er: "Ein Lobbyist ist ein Lobbyist. Und ein solcher hat einen speziellen Geruch. Wir müssen also sehr vorsichtig sein." Später behauptete Strasser, er sei nur zum Schein auf die Angebote eingegangen, um die Hintermänner auszuforschen. Jetzt droht ihm eine Anklage wegen Bestechlichkeit - und bis zu zehn Jahre Gefängnis.© Michael Gruber / EXPA / picturedesk.com
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