Zwei Razzien bei Kärntner Hypo
Die CSI Hypo hat den Verdacht, dass die Bilanz der Hypo vor ihrem Verkauf an die BayernLB im Jahr 2007 auch auf diese Art - und nicht nur über einen Vorzugsaktien-Deal - geschönt worden sein könnte.
"Das ist nichts Neues", sagte ein Bankensprecher im Interview. Der Geldfluss von 400 Millionen Euro von der Landesholding an die MAPS sei sowohl Teil eines derzeit am Handelsgericht Wien laufenden Zivilprozesses (nächste Tagsatzung im Juli), als auch Teil des am 27. März startenden Strafrechtsprozess "Hypo III" am Landesgericht Klagenfurt. Das bestätigte auch Jernei. Teile der Summe, die im Herbst 2005 im Rahmen einer Wandelschuldverschreibung flossen, wurden veranlagt, Teile der Bank als frisches Eigenkapital zugeführt.
Die Ermittler vermuten dabei eine Bilanzschönung vor dem Hypo-Verkauf an die Bayerische Landesbank, denn die gesamte Summe wurde an die Landesholding 2008 zurückbezahlt, obwohl die Veranlagung massiv an Wert verloren hatte. "Sämtliche Unterlagen über die MAPS wurden sichergestellt. Wir sind immer kooperativ und behilflich", so Jernei, der betonte, erst seit eineinhalb Jahren Vorstand der Stiftung zu sein. Offenbar waren die Ermittler in der MAPS auf der Suche nach einem offiziellen Garantiedokument, das die Geldflüsse bestätigt.
© APA
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