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28.01.2012, 13:31 Uhr

Verwirrung um Uni-Ehrenschutz für WKR-Ball

Um den Ehrenschutz für den umstrittenen Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) ist eine Diskussion entbrannt. Die Ball-Organisatoren rühmen sich damit, die schriftliche moralische Unterstürtzung von Wissenschaftsminister Töchterle, Universitätskonferenz-Präsident Schmidinger und Montanuni-Diektor Eichlseder zu haben, offenbar aber ohne das Wissen von zumindest Töchterle und Schmidinger.

Wissenschaftsminister Töchterle distanziert sich vom Beitritt zum "Akademischen Ehrenkomitee" vom Ball des Wiener Korporationsrings. Der Minister habe die von den Veranstaltern übermittelte Einladung zum Ball nicht angenommen und persönlich auch keine Erklärung unterschrieben, dem Ehrenkomitee beizutreten, hieß es in einer Aussendung am Samstag. Die den Veranstaltern vorliegende Unterlage sei "ohne Zustimmung des Ministers" erfolgt. "Das bedauere ich. Wir werden hier künftig mit der gebotenen Achtsamkeit vorgehen", erklärte der Ressortchef. Töchterle führte im Programmheft die Riege des "Akademischen Ehrenkomitees" an, war aber selbst nicht anwesend.

Auch Heinrich Schmidinger, Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), kann sich nicht erklären, warum sein Name im Programmheft des WKR-Balls aufscheint. "Ich distanziere mich davon und kann mir das nicht erklären", meinte er gegenüber der APA. Eine Anfrage an das Büro der uniko schloss er aus. "Ich lehne die Gesinnung der Ballveranstalter zutiefst ab. Ich habe das immer verurteilt", so Schmidinger. Noch nicht ausschließen könne er eine Anfrage an sein Salzburger Sekretariat. "Dem gehe ich noch nach", so der uniko-Präsident.

© APA

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