Grasser verteidigt Zahlung an Schwiegermutter
Grasser versteht, warum sich seine Schwiegermutter gegenüber der Justiz der Aussage entschlägt: Sie beteilige sich eben nicht am "Verfolgungswahn" gegen ihn, meinte er Dienstagabend im Gespräch mit dem "Report" des ORF-Fernsehens.
Grasser richtete erneut Vorwürfe gegen die ermittelnden Behörden: Seine Schwiegermutter sei Schweizer Staatsbürgerin und lebe bei Besuchen in Österreich im Haus ihres Bruders in Kitzbühel. Die Behörde habe dort eine Hausdurchsuchung gemacht und ihr erst dann gesagt, man wolle sie einvernehmen. Für ihn stelle sich das Ganze als "Tiefpunkt einer Verfolgungsjagd" dar: "Man sagt, jetzt spielen wir die Schwiegermutter gegen den Sohn aus".
Grassers Schwiegermutter hatte in einem Brief an das Finanzamt betont, dass sie nicht wirtschaftlich Berechtigte des Geldes gewesen sei und der Treuhandvertrag ohne ihr Wissen zustande gekommen sei. Da sie nicht wirtschaftlich Berechtigte war, habe sie es auch nicht in ihre Steuererklärung aufgenommen.
Dazu befragt meinte Grasser, "da müssen Sie meine Schwiegermutter fragen". Er sei jedenfalls davon überzeugt, dass "niemand lügt": Er habe das Geld - rund 500.000 Euro - von seiner Schwiegermutter bekommen. "Alles danach, die Ferint AG, die Treuhandverwaltung, habe ich absolut in Eigenverantwortung gemacht". Genau das habe er auch den Ermittlungsbehörden gesagt, beteuerte Grasser.
© APA
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