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22.02.2012, 14:49 Uhr

Korruption: Weitere Telekom-Mails veröffentlicht

In der Causa rund um Zahlungen der Telekom Austria veröffentlicht das Magazin "News" weiter Details aus diversen Emails. Diesmal trifft es etwa den ehemaligen SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni, der von der Telekom unterstützt worden sein soll. Der heutige ÖVP-nahe ÖIAG-Chef Markus Beyrer unterdessen findet sich demnach auf zahlreichen Einladungslisten.

Vergangene Woche hatte die Veröffentlichung von Emails - insgesamt verfügt das Magazin nach eigenen Angaben über 200.000 - vor allem die ÖVP unter Druck gebracht. Nun trifft es die SPÖ: Um die Anliegen Richtung Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zu unterstützen, setzte die Telekom auf dessen Jogging-Partner Parnigoni. "So bald wir das Signal geben, wird Rudi den nächsten Jogging-Termin mit Alfred Gusenbauer vereinbaren", zitiert das Magazin aus einem Mail. Der Fußballverein FC Gmünd aus Parnigonis Heimatgemeinde soll mit 8.000 Euro gesponsert worden sein - seine Initiative "PRO Niederösterreich" mit rund 3.000 Euro. Parnigoni selbst erklärte gegenüber dem Ö1-"Mittagsjournal" am Mittwoch, der Verdacht, dass wegen 8.000 Euro für einen Sportverein eine politische Dienstleistung erbracht worden sei, sei "abstrus".

Die Telekom soll auch immer wieder einflussreiche Persönlichkeiten eingeladen haben, etwa den damaligen Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer - dieser ist jetzt Aufsichtsratchef. Beyrer hat nun mit der Aufklärung der Schmiergeldaffären in der Telekom zu tun: Das Untersuchungsteam der Telekom unter Beyrers Vorsitz hatte im Herbst den Wirtschaftsprüfer BDO Deutschland mit der Untersuchung beauftragt.

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Wie die Mails auch zeigen, gab es im Zusammenhang mit dem Bestreben, das Glücksspielmonopol aufzubrechen, eine Gruppe rund um den Lobbyisten Peter Hochegger, der u.a. auch Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt und Walter Meischberger angehörten und die kräftig lobbyiert haben soll. Kontaktperson soll übrigens der ehemalige BZÖ-Abgeordnete Klaus Wittauer gewesen sein, dessen Aussage im U-Ausschuss am 27. Februar mit Spannung erwartet wird.

© APA

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