UNO-Generalsekretär Ban zu Drogenkonferenz in Wien
"Wir haben eine gemeinsame Verpflichtung gegenüber dem afghanischen Volk und jenen überall, deren Leben wegen der Bedrohung durch den Drogenhandel mit Verzweiflung verdunkelt wird", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon auf der Konferenz. In der Abschlusserklärung hieß es, der illegale Handel mit Opiaten sei eine "ernsthafte Besorgnis" und "ein wachsendes Problem, das illegale Geldflüsse nach sich zieht, Korruption fördert sowie organisierte Kriminalität und in einigen Fällen sogar terroristische Aktivitäten und Aufstände".
Als Ziele wurden u.a. festgehalten: Die Stärkung der afghanischen Behörden zur Bekämpfung des Drogenschmuggels, Unterstützung für das in Wien ansässige UNO-Büro zur Bekämpfung der Drogenkriminalität (UNDOC) und die Erleichterung der grenzüberschreitenden Arbeit von Justiz und Polizei im Produktionsland sowie in den Transitstaaten und den Konsumentenländern.
"Wir können nicht von einer nachhaltigen Entwicklung sprechen, wenn die Opiumproduktion die einzige anvisierbare Wirtschaftsaktivität im Land (Afghanistan) ist", sagte der UNO-Generalsekretär. "Das kann nicht so weitergehen." Laut Ban wird sich die internationale Gemeinschaft nach Abzug der NATO-Truppe ISAF aus Afghanistan 2014 mehr und mehr auf die Vereinten Nationen verlassen, aber auch die afghanische Regierung müsse dem Kampf gegen die Drogenproduktion und den Drogenhandel Priorität einräumen.
Auch die Außenminister Russlands und Frankreichs, Sergej Lawrow und Alain Juppe, die die Konferenz angeregt hatten, riefen dazu auf, im Kampf gegen den Drogenschmuggel aus Afghanistan nicht nachzulassen. Außenminister Spindelegger verwies als Gastgeber auf die gemeinsame Verantwortung, zu der sich die Konferenzteilnehmer in Sachen Drogen aus Afghanistan bekannt hätten. In Afghanistan werden 90 Prozent des Opiums auf der Welt hergestellt.
Die Konferenz bildete den offiziellen Auftakt für den Wien-Besuch von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. Er traf auch mit Bundespräsident Heinz Fischer zusammen, wo das Thema Syrien dominierte.
© APA
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