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09.02.2012, 15:37 Uhr

War Priklopils Selbstmord inszeniert?

(af/ncs) - Die Causa Kampusch bleibt nicht nur rätselhaft, sondern droht sich langsam zu einem einzigen Mysterium auszuwachsen. Immer wieder neue Zweifel tauchen auf - nun sogar an Aspekten des Falles, die restlos geklärt schienen. Die neueste Vermutung, die ein Schweizerisches Online-Portal angeblich mit jüngst aufgetauchten Dokumenten untermauern kann: Der Selbstmord von Entführer Wolfgang Priklopil soll inszeniert worden sein.

Priklopil warf sich - an dieser offiziellen Version gab es bis jetzt keinen Zweifel - nach Natascha Kampuschs Flucht im August 2006 vor einen Zug. Recherchen des Portals "20min.ch" zufolge gibt es aber mehrere Ungereimtheiten an dieser Version.

Erstens: Chefermittler Franz Kröll - der im Juni 2010 selbst Selbstmord beging - soll bereits 2009 geäußert haben, dass die Lage der Leiche für ihn "inszeniert" gewirkt habe: Der unversehrte Körper lag auf der einen, der Kopf auf der anderen Seite der Schiene. "20min.ch" hat dazu sogar ein verfremdetes Foto der Leiche des Entführers veröffentlicht. Für einen derartigen Selbstmord handle es sich um untypisch "geordnete" Positionen der Leichenteile.

Mysteriöser Abschiedsbrief

Als weitere Ungereimtheit wird Priklopils Abschiedsbrief angeführt, der nur ein Wort enthielt: "Mama". Laut graphologischen Gutachtern soll die Schrift weniger der Priklopils ähneln als vielmehr der jenes Mannes, der immer wieder als möglicher Mittäter gehandelt wird: Ernst H.

"20min.ch" hatte erst vor kurzem einen Enthüllungsbericht zu Priklopils Grab gebracht, nach dem der Täter im Grab der Familie von Ernst H. bestattet worden sein soll, was die Mittäter-Theorie weiter anheizte.

Merkwürdig erscheint dem Ex-Präsidenten des Obersten Gerichtshofes in Wien, Johann Rzeszut, angeblich die Kürze des Briefes: "Ein 40-jähriger Mann, der sich von seiner Mutter verabschieden will, schreibt mindestens einen oder zwei Sätze, in denen er sagt: 'Ich kann nicht mehr, es tut mir leid, danke für alles' oder so was in der Richtung", wird er auf dem Portal zitiert.

Nicht alle Zeugen befragt?

Die dritte Ungereimtheit: Laut "20min.ch" wurde der Zugbegleiter, der Priklopils Leiche fand, nie als Zeuge befragt. Könnte die Leiche wirklich erst nach der Vollbremsung des Zuges auf die Gleise gelegt worden sein? Wichtige Beweismittel dafür fehlen: Etwa sei dem Toten kein Blut entnommen worden, um es auf Gift hin zu untersuchen. Seine Leiche wurde auf Wunsch von Ernst H.s Schwester schließlich verbrannt.

Karl Kröll, der Bruder des Chefermittlers, wird auf dem Online-Portal unverhohlen mit dem gewagten Verdacht zitiert: "Ich glaube, dass Ernst H. den zweiten Täter beseitigen musste, denn Priklopil hätte vielleicht etwas erzählt." Für Ernst H. gilt die Unschuldsvermutung. Die Causa Kampusch will wohl noch lange nicht abgeschlossen sein.

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236 Meinungen zu "Priklopil: Zweifel an Selbstmord"

  • schwarzarbeiter
    Dienstag, 17.04.2012, 15:55 Uhr
    würde ich auch sagen
  • amoro
    Donnerstag, 08.03.2012, 07:22 Uhr
    Kann man das arme Geschöpf nicht endlich in Ruhe lassen?
  • kto
    Mittwoch, 07.03.2012, 09:01 Uhr
    Also, wenn mich jemand fragt, ich denke die Kambusch weiß mehr als sie zugibt.
  • Zocker54
    Mittwoch, 07.03.2012, 08:58 Uhr
    Wer von euch Kommentatoren war schon mal in einer,auch nur annähernden,ähnlichen Situation? Wohl keiner! Totesangst lässt Menschen nicht mehr rational denken und handeln."Stockholmsyntrom" Polizisten und Staatsanwälte würden alles tun um ihre Inkompedenz zu vertuschen. Der Staat gibt ihnen immer mehr Rechte und Mittel zur Krimminalitätsbekämpfung,aber die Resultate sind immer schwächer. Für Frau Kampusch bleibt für mich nur Anerkennung für ihre Kraft und Willen. Ich wünsche ihr jedenfalls,dass sie in ein normales Leben zurück findet.
  • Joyce66
    Mittwoch, 07.03.2012, 08:53 Uhr
    Oh weia, sooo viele Beiträge von der Forenaufsicht gesperrt??? Für was oder gegen was standen die wohl.... heftige Diskussion oder?
  • nederweed
    Dienstag, 06.03.2012, 10:41 Uhr
    Finde das alles äußerst seltsam. Ich bin der Meinung, dass es letztlich nir um Geld geht. Die einzige, die wirklich mal mehr Klarheit bringen könnte, ist doch Natascha K. Statt dessen kommt da nur :" Ich bin erschöpft...". Denke, dass sie sehr daran Interresse hat, dass der ganze Rummel um sie aufrecht erhalten wird. Gibt halt eben Knete.
  • Mausi50
    Dienstag, 06.03.2012, 08:31 Uhr
    Als ich N.K das erste Mal nach ihrer Freilassung im TV sah, hatte ich mitgeweint, sie tat mir sowas von leid......als sie dann gefragt wurde zum späteren Zeitpunkt wegen Vergewaltigung und alles anderem, habe ich mich gewundert was sie alles so aussagte........dann kehrt sie in das Haus zurück und kauft es auch noch, warum??? Ich möchte nie mehr dahin zurück wo mir Leid angetan wurde, mit der Natascha stimmt was nicht, sie macht uns alle was vor, sie ist ne gute Schauspielerin. Wir werden NIE erfahren was damals passiert ist, ich gehe sogar noch so weit zu behaupten das sie den Kerl sexuell verfallen war! Keine normale Frau würde sich so verhalten wie sie, schon allein ihre Aussage das Haus zu retten, meinetwegen können die da ne Bombe reinjagen wenn ich da raus bin.....das stinkt alles zum Himmel.....Sie will sich nur Wichtig tun, es tut mir leid was vielen Menschen wieder fährt, wenn ich es schon lese/höre.....Vater zeugt Kinder mit Tochter, Jahrelang eingesperrt und hinterher hört man von Zeugen, dass man sie auch mal draussen oder beim Einkaufen oder wo auch immer gesehen hat.....die können mir nicht erzählen das sie keine Chance hatten zu fliehen.....die Welt ist einfach nur noch PERVERS....ist so........
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