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21.02.2012, 14:01 Uhr

Karlsplatzpassage-Durchgang ab März gesperrt

Die Wiener Karlsplatzpassage wird seit Monaten umgebaut - großflächig bei laufendem Betrieb. Die Neugestaltung macht ab Mitte März jedoch eine monatelange Sperre des schlauchförmigen Durchgangs nötig. Folglich können Öffi-Benutzer den Weg zwischen Karlsplatz-Rondell unter der Ringstraße und dem Ausgangsbereich Resselpark bis Ende des Sommers nicht unterirdisch zurücklegen.

Info-Aushänge bzw. ein Umleitungssystem sollen in diesem Zeitraum bei der Orientierung helfen, sagte ein Sprecher der Wiener Linien. Die Sperre des Verbindungsganges sei nötig, um die teils aufwendigen Arbeiten störungsfrei durchführen zu können, hieß es. Unter anderem werden Boden und Technik vollkommen erneuert. Außerdem wird die bisherige, 70 Meter lange Geschäfts- und Imbisszeile bis zum ersten Halbjahr 2013 verbreitert und auf einer Längsseite dann ein Kunstprojekt beherbergen. Abgewickelt wird die Sache über Kunst im öffentlichen Raum (KÖR).

Seit Mitte Jänner wird in der Ladenstraße gewerkt. Mittlerweile sind so gut wie alle Shops ausgeräumt, die leeren Parzellen teils bereits hinter einer blickdichten Schutzwand verschwunden. Die Absperrung des Schlauchs erstreckt sich in der ersten Phase zwischen der Passagentrafik bis zum provisorischen U1-Zugang. Ist der reguläre Zugang wieder geöffnet, wird auch das restliche kleine Stück des Durchgangs gesperrt.

Der U1-Abgang wird derzeit erneuert. Unter anderem wird dort das Niveau abgesenkt, wodurch künftig keine Stufen mehr nötig sein werden. Außerdem wird ein Lift eingebaut. Folglich könne man ab dem Zeitpunkt der kompletten Durchgangssperre trotzdem barrierefrei an die Oberfläche gelangen, um dort den Karlsplatz zu queren. Laut Sprecher ist vorgesehen, dass eine unterirdische Querung ab Ende des Sommers wieder möglich ist.

Neben der Passage wird weiterhin schrittweise der gesamte unterirdische Öffi-Verkehrsknotenpunkt, der derzeit noch durch Ostblockcharme besticht, für 21 Mio. Euro bis Anfang 2013 in Richtung "Wohlfühlpassage" aufgemotzt. Mehr transparente Elemente, technische Neuerungen und moderne Info- und Ticketverkaufsbereiche sollen dem oft als sozialen Brennpunkt verschrienen Areal ein positiveres Erscheinungsbild verpassen. Außerdem wird das denkmalgeschützte Karlsplatz-Rondell in seinen Originalzustand der 1950er Jahre rückgebaut. Mehr als 200.000 Menschen frequentieren täglich den Öffi-Hotspot, an dem sich u.a. die U-Bahnlinien U1, U2 und U4 kreuzen.

© APA

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