Mindestens 550 Verletzte bei Zugunglück in Argentinien
Der mit 2000 Menschen besetzte Zug war am Morgen mit rund 20 Stundenkilometern in den Kopfbahnhof Once eingefahren und dort ungebremst gegen einen Prellbock gestoßen. Nach Angaben von Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi erlitten viele der Verletzten Brüche, Quetschungen und Schürfwunden sowie schwerere Verletzungen wie Brustkorbprellungen. Die Waggons hätten sich bei dem Aufprall ineinander geschoben, einer davon habe sich sechs Meter weit in einen anderen Wagen verkeilt.
Schiavi zufolge gibt es Videoaufnahmen von dem Unfall, die nun bei der Suche nach der Unglücksursache ausgewertet werden sollen. Nach Behördenabgaben fuhr der Zug ungebremst in den Bahnhof ein. Andere Behördenvertreter gaben an, dass der Zug entgleist sei. Die Züge des betroffenen Unternehmens stammen aus den 60er Jahren. Behördenvertreter äußerten die Vermutung, wegen mangelnder Wartung könnten die Bremsen des Zuges versagt haben.
Dutzende Rettungswagen rasten nach dem Aufprall zu dem Bahnhof. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der Zugführer aus den Wrackteilen befreit und zahlreiche Verletzte auf Tragen abtransportiert wurden. "Der Zug war voll und der Aufprall war furchtbar", berichtete einer der Insassen im Fernsehen. Die Rettungskräfte seien vom Anblick der blutüberströmten Fahrgäste überwältigt und mit der Situation überfordert gewesen. Sanitäter und Feuerwehr waren über Stunden hinweg im Einsatz, um die in den Wrackteilen eingeschlossenen Fahrgäste zu befreien.
Die Bahnlinie Sarmiento verbindet das Zentrum von Buenos Aires mit den dicht besiedelten Gebieten im Westen der Hauptstadt. Erst im September hatte es dort ein schweres Zugunglück gegeben, als im morgendlichen Berufsverkehr zwei Züge und ein Bus kollidierten. Elf Menschen wurden dabei getötet und mehr als 200 verletzt. Bei einem weiteren Zugunglück im Dezember wurden in einem Vorort von Buenos Aires 17 Menschen verletzt. Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes starben 1970 insgesamt 200 Menschen.
© AFP
3 Meinungen zu "340 Verletzte bei Zugunglück"
-
LordOida
Donnerstag, 23.02.2012, 09:06 Uhr war ja irgendwie klar. erst mal garnichts berichten, dann 24std später kommt die MelduAber ich frag mich schon wie da soviele Menschen sterben konnten und verletzt wurden? war der Zug gefüllt wie eine Sardinenbüchse oder wie? Oder war der Zug einfach eine katastrophe in Sachen Sicherheit. 20 km/h ist doch mal ein Witz oder? -
CarlosDisco
Mittwoch, 22.02.2012, 16:11 Uhr Ich denke, die Weltkugel als Kartenausschnitt hätte die geografische Lage dieses südamerikanischen Provinznestes besser erklärt... -
LordOida
Mittwoch, 22.02.2012, 15:49 Uhr 340 Verletzte und "nur" mit 20 km/h einen Bahnsteig gerammt? Soweit noch keine Toten berichtet, zum Glück. Aber irgendwie liest sich das absolut merkwürdig. "rammte Bahnsteig", "20 m/h"... scheint so, als ob ein Fahrwerk beim Bremsen sich zerlegt hat und dann am Bahnsteig entlang geschliefen ist.
- Erdbeben Italien
- Börse aktuell
- Thilo Sarrazin
- Sportnachrichten
- Newsticker
- Röttgen Rauswurf
zu Nachrichten
Der Countdown zur EURO 2012 läuft...













