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21.02.2012, 15:21 Uhr

Ein Toter nach Lawinenabgang im Tiroler Navistal

Ein Lawinenabgang im Tiroler Navistal im Bezirk Innsbruck-Land hat am Dienstag einem Einheimischen das Leben gekostet. Der 68-Jährige war alleine auf den Gipfel der Tarntaler Köpfe (2.757 Meter) unterwegs, als er in einer Rinne das Schneebrett auslöste. Bei einem anderen Zwischenfall wurde eine neunköpfige Skitourengruppe aus Deutschland während einer Rast von einem Schneebrett überrascht.

Ein Mann wurde dabei 1,5 Meter unter den Massen begraben, konnte aber von seinen Kollegen gerettet werden. Die Gruppe war auf das 2.853 Meter hohe Prägrater Törl bei St. Jakob im Defereggental in Osttirol unterwegs gewesen. Kurz nach 13.00 Uhr löste sich während einer Pause das rund 100 Meter breite Schneebrett von selbst. Drei Personen wurden dabei teilweise verschüttet, ein Mann geriet zur Gänze unter die Schneemassen, schilderte ein Flugretter.

Die drei teilverschütteten Tourengeher konnten sich selbst befreien. Im Anschluss unterstützten sie ihre Kollegen bei der Suche nach dem Vermissten. Aufgrund der guten Lawinenausrüstung und einer Atemhöhle konnte er nach circa zehn Minuten gerettet werden.

Jede Hilfe kam dagegen für den Einheimischen im Navistal zu spät. Der 68-Jährige war gegen 14.00 Uhr mit den Tourenskiern unterwegs gewesen. Rund 150 Meter unter dem Gipfel dürfte er sich nach Angaben eines Polizisten die Skier abgeschnallt haben und zu Fuß weitergegangen sein. Dabei löste er die Lawine aus und wurde circa 250 Meter mit den Schneemassen mitgerissen und getötet. Eine unbeteiligte Person beobachtete das Unglück von der gegenüberliegenden Talseite und schlug Alarm. Das Lawinenopfer wurde mit dem Hubschrauber geborgen.

Airbag rettete Wintersportler in Kärnten

Erst gestern waren zwei Skiläufer aus Kärnten am Goldeck im Bezirk Spittal von einer Lawine mitgerissen worden. Einer der beiden wurde teilweise verschüttet und von seinem Begleiter ausgegraben. Der verschüttet gewesene Skifahrer blieb unverletzt, der zweite erlitt eine Prellung.

Ein 47 Jahre alter Mann aus Pörtschach am Wörthersee war gemeinsam mit einem 19-jährigen Studenten aus Klagenfurt am Nordhang im freien Gelände unterwegs. Als sie den Hang zum dritten Mal befuhren, lösten sie eine Schneebrettlawine aus, welche die beiden Männer 100 Meter weit mit sich riss. Der Student öffnete sofort seinen Lawinen-Airbag und blieb an der Oberfläche.

Er schlug mit seinem Mobiltelefon Alarm und suchte anschließend nach seinem Begleiter. Er fand ihn rasch, da sein Kopf und eine Hand aus den Schneemassen ragten. Der Student befreite ihn mit seiner Lawinenschaufel aus dem Schnee, obwohl er eine schwere Oberschenkelprellung erlitten hatte. Der 19-Jährige wurde vom Rotkreuz-Hubschrauber per Seilwinde an Bord genommen und ins Krankenhaus Spittal geflogen.

© APA

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