Barrondo: Arm, religiös, Gewinner von Olympia-Silber
Im Leben des 21-Jährigen könnte sie ein Wendepunkt sein. Barrondo kommt aus armen Verhältnissen. Das Haus, in dem er heute lebt, habe ihm die Regierung geschenkt, erzählte er. Er habe sich damals gerade auf die Panamerikanischen Spiele in Mexiko (2011) vorbereitet. Von dort kehrte Barrondo später mit einer Goldmedaille zurück.
Seither geht es mit seiner Karriere bergauf. Mit seinem verdienten Geld konnte er seinen Eltern in diesem Jahr endlich einen Fernseher kaufen. "Jeder weiß, wie unsere wirtschaftliche Situation aussieht", sagte der Geher.
Barrondo ist gläubig. Seine Kette mit dem Kruzifix-Anhänger nahm er auch beim Wettbewerb in London nicht ab. In 1:18:57 Stunden brachte er die 20-Kilometer-Distanz hinter sich - elf Sekunden hinter Olympiasieger Chen Ding aus China.
Ursprünglich war Barrondo Langstreckenläufer, wie auch seine Eltern. Nach einer Verletzung wechselte er zum Gehen. Das war eigentlich nur als Reha-Maßnahme gedacht. Doch Barrondo blieb der Disziplin treu - er dürfte es nicht bereut haben.
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